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Erasmus+ Erfahrungsbericht - Universitat de Barcelona


Studienfach: M.Sc. Betriebswirtschaftslehre

Aufenthaltsdauer: 09/2016 - 12/2016

Gastuniversität: Universitat de Barcelona

Gastland: Spanien

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Die Informationen zum Erasmus-Programm erhielt ich von Frau Dr. Schmidt. Der Aushang der möglichen Gastuniversitäten habe ich ausführlich studiert und mich dann für Spanien entscheiden. Ich wollte sehr gerne die Sprache lernen, weshalb meine Wahl auf Barcelona viel, da dort das Angebot der Sprachschulen und auch der eigenen Sprachschule der Universität sehr gut war. Frau Schmidt nahm den ersten Kontakt auf, nachdem meine Bewerbung akzeptiert wurde. In persönlichen Gesprächen wurden alle Unklarheiten zum angebotenen Programm ausführlich und schnell bereinigt. Alle waren sehr zuvorkommend und zuverlässig. Für die Bewerbung war ein Leistungsnachweis und mein Sprachlevel vorerst ausreichend. Ein Passbild habe ich später per Email geschickt. Leider war die letztendliche Auswahl der Kurse sehr schwierig und die Teilnehmerzahlen vor Ort sehr eingeschränkt.

Studium an der Gastuniversität

In meinem Fall kam es leider zu einigen Umständen die nicht ideal waren. So wurde der Kooperationsvertrag zunächst nur über den Bachelor geschlossen, weshalb ich im Masterstudium keine Leistung angerechnet bekommen habe. Leider war das Angebot nicht sonderlich groß und nur teilweise kompatibel mit den Kursen an der Universität Potsdam. Die Vorlesung konnte max. von 30 Studenten belegt werden, weshalb ich einige Wunschkurse nicht belegen konnte. Die spanische Organisation unterscheidet sich entscheidend von der in Deutschland, denn eine kontinuierliche Bewertung ist wählbar. Man kann also ein Final Exam umgehen bzw. nur teilweise werten lassen, indem man an Tests oder Case Studies teilnimmt. Dieses Angebot hat mich sehr überrascht, stellte sich im Nachhinein aber als sehr effektiv heraus. Die Spanischen Studenten erzählten mir, dass die meisten Studenten diese Form wählen. Die Bewertung war teilweise sehr streng und sehr von Sympathien abhängig. Die Sprachbarriere zwischen Professoren und Erasmusstudenten war teilweise ein Problem, jedoch konnte man sich auf offenes Ohr der Professoren und die Bereitschaft zur Hilfe verlassen. Das Studienklima war sehr gut. Teilweise war das Arbeitsklima in der Klasse etwas laut und chaotisch. Die Spanischen Studenten waren sehr nett und interessiert. Leider ist die Econmic-Fakultät schon sehr alt und bedarf einer Renovierung. Arbeitsräume, Aufenthaltsräume, Toiletten und Mensa waren nicht gut ausgestattet und etwas verwahrlost. Es gab jedoch ein Start up Lab, das die Möglichkeit zum kreativen Arbeiten bot.

Kontakte zu  einheimischen und ausländischen Studierenden

Kontakt mit den einheimischen Studenten war teilweise sehr oberflächlich. Aufgrund der Sprachbarriere erfolgten nur selten gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Kurse. Dennoch waren sie sehr freundlich und bei Fragen immer offen und hilfsbereit. Bei den anderen Erasmus Studenten war das leichter, da die gleichen Erfahrungen gesammelt werden. Da ich bereits im Master studiere, war ich auch deutlich älter als die meisten Studenten, weshalb es manchmal in Gruppenarbeiten etc. etwas komplizierter war.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Vor dem Erasmus Studium konnte ich nur ein bis zwei Sätze auf Spanisch. Ich habe in Barcelona das Sprachlevel A1 erreicht und möchte definitiv weiter spanisch lernen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Erlernte gleich anzuwenden und kleine Konversationen zu führen. Das Verstehen war nach ca. 2 Monaten auch kein großes Problem mehr. Mein Englisch hat sich deutlich verbessert und viele Begriffe aus der Wirtschaft sind mir jetzt mehr vertraut.

Wohn- und Lebenssituation

Meine Unterkunft habe ich über eine Facebook Gruppe ca. 4 Wochen vor Ankunft gefunden. Die Lage war sehr gut (Eixample) und auch die Verkehrsanbindung war sehr gut. Leider gibt es kein Semesterticket weshalb erhebliche Kosten bei den Fahrten entstehen. Meistens ist es auch sehr voll und stark klimatisiert. Busfahren erweist sich aufgrund des hohen Verkehrsaufkommen und vielen Ampeln und Einbahnstraßen als Bewehrungsprobe für starke Nerven. Deshalb bietet sich ein netter Spaziergang zu Fuß zu den meisten Destinationen oder mit den Rad immer an. Dabei kann man auch die wunderschöne Stadt entdecken.Der Standard in Spanien ist leider nicht mit dem Deutschen zu vergleichen und man bekommt für eine relativ hohe Miete erst ein nettes Apartment. Viele Studenten berichteten mir, dass sie 4 Wochen vor Ort suchen mussten, da zum Semesterbeginn alles vergeben wird. Studentenwohnhäuser haben teilweiße gutes Preisleistungsverhältnis – dehalb frühzeitig darum bemühen oder in den Facebook Gruppen nach Locals suchen, die einem helfen, die richtigen Ansprechpartner zu finden. Ich habe für meinen Aufenthalt eine Zusatzversicherung abgeschlossen.
Leider summierten sich einige Kosten sehr schnell: Ticket, Essen, Miete, etc, so das ich mehr Geld als in Berlin ausgegeben habe. Barcelona bieten unglaublich viele Möglichkeiten für Kultur, Shoppen oder Kulinarische Erlebnisse. Es lohnt sich auf jeden Fall vor dem Beginn eine Liste mit ‚Must sees’ zu machen und diese abzuarbeiten – man verliert sonst schnell den Überblick bei dem ganzen Angebot.
Das Hinterland bietet sich perfekt für Wanderungen an – auch der ‚Hausberg’ Tibidabo war ein toller Rückzugsort. Wer es etwas ruhiger mag, kann mit dem Ticket nach Casteldefels und die etwas ruhigeren Strände und Wälder fernab der sehr touristischen Großstadt entdecken. Hier gibt es auch viele tolle Restaurants und die Menschen laden einen gerne auf einen Kaffee oder Tapas ein, wenn man freundlich erzähl was man hier macht.

Sonstige  Hinweise

Sprachschule der Universitat de Barcelona
Wirtschaftsfakultät der Universitat de Barcelona
Bars
Sehenswürdigkeiten

  • Sonntags sind die Museen umsonst

Öffentliches Verkehrsunternehmen/UBahn

  • Es gibt ein Ticket für Personen unter 25 für 3 Monate. Hier lässt sich am meisten sparen 

Studienfach: M.Sc. Betriebswirtschaftslehre

Aufenthaltsdauer: 09/2016 - 12/2016

Gastuniversität: Universitat de Barcelona

Gastland: Spanien


Rückblick

Unbedingt sollte man sich vorher mit der Stadt schon vertraut machen.Dabei helfen vor allem Youtube oder Blogs. Sie kann einen sonst schnell überfordern und man ist schnell genervt. Am besten lernt man die Stadt mit Menschen kennen, die dort leben, deshalb bieten sich Gruppen wie ‚Deutsche in Barcelona’ an. Ein schönes Appartement ist schwer zu finden, war für mich aber sehr entscheidend. Ich war lange sehr unzufrieden, da ich mich in der Wohnung nicht wohl gefühlt hatte. Deshalb lieber etwas länger suchen und eventuell ein zwei Euro mehr einplanen für die Miete. (Ich habe 420€ bezahlt für ein Zimmer ohne Fenster). An der Universität einfach einen kühlen Kopf bewahren und bei Unklarheiten immer den Professor oder das Exchange Team fragen. Das erspart unnötige Sorgen um Kurswechsel oder Termine.

Spanien

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