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Universidad Pompeu Fabra 2015/16

Zunächst habe ich versucht, aus dem großartigen Angebot der spanischen Partneruniversitäten auszuwählen. Ich habe also die Internetseiten der spanischen Universitäten durchwälzt und im Endeffekt drei Wünsche für meine Erasmusplatzierung angeben. Da ich über mein Zweitfach Spanische Philologie, also über die Romanistik, mein Auslandssemester absolviert habe, bat sich hierbei u.a. der Studiengang „Traducción e Interpretación“ an der UPF in Barcelona sehr gut an. Daher entschied ich mich auch als Erstwahl für Barcelona.


Studienfach: Kulturwissenschaft / Spanische Philologie

Aufenthaltsdauer: 09 /2015 – 03 /2016

Gastuniversität: Universitat Pompeu Fabra Barcelona

Gastland: Spanien

Ansonsten verlief die Bewerbung relativ unproblematisch und nicht sonderlich aufwendig. Ziemlich frühzeitig, ungefähr Mitte Februar 2015, wurde mir die Bestätigung für Barcelona ausgesprochen. Anschließend begann ich mich auf der Website der Universität Pompeu Fabra über konkrete Kurse zu informieren. Dies stellte sich jedoch als gar nicht so einfach heraus, die Internetseite scheint anfangs sehr kompliziert. Allerdings war mir das International Office vor Ort (OMA) an der Universität eine große Hilfe bei allen Unklarheiten.

Vor Reiseantritt sollte dann noch das Learning Agreement ausgefüllt und unterschrieben werden. Dieses ist zunächst aber erst einmal pro Forma. Bestenfalls soll man bereits die Kurse für das Auslandssemester aufführen, welche man potentiell wählen wird. Da zu diesem Zeitpunkt meist aber noch nicht klar ist, welche Kurse man schlussendlich an der Austauschuniversität belegen wird, ändert sich das Ganze nach Beginn des Studiums im Ausland eh noch einmal. Dies kann später im Teil „During Mobility“ verändert werden. Des Weiteren muss vor Antritt der Reise noch das Grant Agreement, sozusagen der Vertrag, unterschrieben werden.

Studienfach: Kulturwissenschaft / Spanische Philologie

Aufenthaltsdauer: 09 /2015 – 03 /2016

Gastuniversität: Universitat Pompeu Fabra Barcelona

Gastland: Spanien

Studium an der Gastuniversität

Zunächst sollte man sich bewusst sein, dass das Studium an der UPF in Spanien in Trimester unterteilt ist. Das heißt, ein Trimester ist ca. 10 Wochen lang und endet meist mit einer Abschlussklausur. Hiefür erhält man dann in der Regel 3-4 Leistungspunkte. Es gibt Klausuren vor Weihnachten, vor Ostern und Ende Juni. Für das folgende Trimester wählt man komplett neue Kurse, welche vereinzelt auch aufeinender aufbauen bzw. sich inhaltlich überschneiden können.

Das Wintersemester an der UPF beginnt offiziell am 21. September, jedoch gab es zuvor noch eine allgemeine Infoveranstaltung am 15. September. Die Seminare fingen erst eine Woche nach offiziellem Semesterbeginn an. Die Einschreibung in die Kurse erfolgt online (den Link haben wir per E-Mail zugeschickt bekommen). Man wird in der Regel ohne Probleme für alle Kurse zugelassen, die man besuchen möchte. Ca. 1-2 Wochen später gibt es dann noch eine sogenannte „Add & Drop Phase“, in der man Kurse nochmals tauschen oder löschen kann. Um seinen Studierendenausweis zu erhalten, kann man in den ersten Tagen zum OMA (International Office) im Eingangsbereich gehen und man erhält im Handumdrehen seinen Ausweis und die Studienbescheinigung.

Im Allgemeinen ist das Lehrangebot an der UPF sehr breit gefächert. Zur UPF gehören vier verschiedene Campi, welche alle im Zentrum der Stadt verteilt sind. Ich habe am „Campus de la Comunicació Poblenou“ studiert. In meinem Fall war es leider so, dass so gut wie alle meine Kommilitonen ebenfalls Erasmusstudenten waren. Ich habe u.a. Übersetzungskurse, eine Art Sprachkurs (Niveau Intermedio), sowie spanische Literatur und Geografie belegt. In der Kurswahl war jeder einzelne von uns jedoch sehr flexibel. Es gab einerseits diese speziellen Erasmuskurse, andererseits konnte man aber auch „normale“ Kurse mit den spanischen Studenten wählen. Der Schwierigkeitsgrad war dann nur selbstverständlich höher und es gab meist auch die Anforderung eines bestimmten Sprachniveaus. Außerdem ist bei der Kurswahl auf die Unterrichtssprache zu achten, da sehr viele Kurse auch auf Katalanisch stattfinden. Es gibt zudem aber auch Kurse auf Englisch. Neben den allgemeinen Kursen bietet die UPF ein breites Angebot an Sprachkursen an sowie diverse Sportkurse, Chor etc..

Die fachliche Betreuung an der UPF ist sehr gut. Wir wurden einerseits von der OMA (International Office) betreut, z. B. im Fall „Learning Agreement“ oder allgemeinen Fragen über das System der Einschreibung etc.. Andererseits wurden uns spezielle Fachkoordinatoren für jedes weitere Problem zugeteilt. Die Betreuer an der UPF sind wirklich sehr hilfsbereit, verständnisvoll und freundlich. Das technisches Angebot im allgemeinen ist super, das System des Druckens jedoch ein wenig kompliziert und die Computer sind nicht die neuesten Modelle. Von daher sollte man ein wenig Geduld mitbringen.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Die UPF bietet ein Sprach-Volunteering Programm an, das „Voluntariat Lingüístic“. Inhalt des ganzen ist die Vermittlung von Sprachtandems, sowie das Angebot kultureller Touren und Aktivitäten. Diese sind super um Barcelona und Katalonien näher kennenzulernen und an Orte zu kommen, die man sonst vielleicht nicht besucht hätte. Für das Sprach-Tandem Programm kann man sich vor Ort anmelden. Ich selbst hatte auch eine Tandem-Partnerin, mit der ich mich ca. 1x die Woche getroffen hab. Ich fand dies war eine super Gelegenheit, die Sprache zu üben und mehr über die katalanische Kultur zu erfahren.

Weiterhin gibt es ein großes Angebot an Aktivitäten organisiert von ESN (Erasmus Student Network). Wer gerne neue Leute kennen lernen möchte und gern feiert, ist hier an der richtigen Adresse.

Wohn- und Lebenssituation

Ungefähr im Mai habe ich mit der Wohnungssuche begonnen bzw. angefangen einen Blick auf das Wohnungsangebot in Barcelona zu werfen. Gute Internetseiten für WGs in Barcelona sind zum Beispiel „Idealista.es“ oder bestimmte Gruppen auf Facebook, im Notfall auch „airbnb.com“. Es ist tatsächlich möglich in Barcelona eine vernünftige und günstige Wohnung zu finden inklusive netter Mitbewohner, die im besten Fall nur spanisch sprechen. Gestartet habe ich über Umwege bei Bekannten und von dort aus habe ich in meiner ersten Woche einige Wohnungen besichtigt.

Tipp: Alles passiert vor Ort, auf E-Mails antwortet niemand, also am besten direkt zum Telefon greifen, denn die Nachfrage nach Zimmern ist riesig!

Schnell wurde ich auch fündig und zog in eine WG im Barrio Gótico – super zentral, für eine Miete von ca. 350€. Ich wohnte ihr mit zwei Südamerikanern – wirklich sehr hilfsbereite und herzliche Menschen.

Man wird auch für etwas weniger Geld eine Wohnung finden, für diese zentrale Lage war es jedoch ein sehr guter Preis. Eine preislich günstigere Variante könnte z.B. eine Wohnung im wunderschönen Gracia sein (auch eine super Lage).

Verkehrsmittel

Das Angebot öffentlicher Verkehrsmittel ist super. Die Metro fährt alle drei Minuten von sonntags bis donnerstags bis 0:00 Uhr, freitags bis 2:00 Uhr und samstags durchgängig. Sollte der Fall auftreten, dass man doch die letzte Bahn verpasst hat, gibt es noch Nachtbusse. Für die meisten Studenten bietet sich die Metrokarte T-Joven an, welche 3 Monate gültig ist und 105€ kostet. Anscheinend ist diese allerdings nur für „Jugendliche“ bis 25 oder auch bis einschließlich 25 – da spalteten sich die Meinungen. Ich jedenfalls, bin auch mit 25 Jahren ohne Probleme mit diesem Ticket von A nach B gekommen. Ansonsten gibt es noch das T-10 Ticket, mit dem man 10 Mal fahren kann, egal ob Bus oder Bahn, welches auch nur 9,95 € kostet. Das sind alles wirklich faire Preise.

Man kommt aber auch ganz einfach und schnell zu Fuß durch Barcelona oder noch besser mit dem Fahrrad. Hier gibt es z.B. das Fahrradverleihsystem „Bicing“ zur Vermietung von Fahrrädern für kurze Distanzen.

Anmeldung/ NIE

Wichtig in Spanien ist, dass wenn man sich länger als drei Monate in einer Stadt aufhält, braucht man den NIE (Número Identificación Extranjero) sozusagen eine Identifikationsnummer für Ausländer, die in Spanien arbeiten oder studieren. Es ist allerdings oftmals sehr schwierig einen Termin zu bekommen.

Sonstige Hinweise

Für die Museen in Barcelona gibt es immer einen Tag im Monat, an dem der Eintritt gratis ist. Außerdem ist es empfehlenswert Eintrittskarten für Sehenswürdigkeiten vorher im Internet kaufen, da man sich so lange Warteschlangen sparen kann. Das unvollendete Meisterwerk Gaudis – die Sagrada Familia - sollte man unbedingt besuchen, am besten wenn die Sonne scheint. Vom Tibidabo, dem höchsten Berg Barcelonas, hat man bei schönem Wetter eine tolle Sicht über die gesamte Stadt. Und auch „der Bunker“ bietet eine einmale Aussicht.


Rückblick

Insgesamt war mein Auslandssemester in Barcelona eine unglaublich tolle Erfahrung und ich würde jedem empfehlen diese Chance wahrzunehmen!

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