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Erasmus+ Erfahrungsbericht - Umeå Universitet


Studienfach: B.Sc. Psychologie

Aufenthaltsdauer: 08/2017 - 01/2018

Gastuniversität: Umeå Universitet

Gastland: Schweden

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Meine Vorbereitungen für das Erasmussemester haben sich als ziemlich einfach erwiesen. Ich hatte schon  immer Interesse an einem Erasmus-Semester in Schweden, leider bestand mit meiner Fakultät noch kein Vertrag. Nach einer kurzen Recherche welche die passende Uni in Schweden ist, gab ich einfach die Daten an meinen entsprechenden Fakultätsverantwortlichen weiter (Dr. Lutz) und dieser tauschte ein paar Emails aus und der Vertrag bestand. Ich würde also jeden darin bestärken auch gewünscht Partnerschaften entstehen zu lassen, denn dies ist wirklich kein komplizierter Prozess. Ansonsten durchlief ich einfach das normale Programm des International Office, welches mich immer durch Informationsveranstaltungen und Emails auf dem Laufenden hielt, was zu tun sei und ich musste mich über die Seite für die Bewerbung an schwedischen Unis (was dort zentral auf einer Website passiert) noch in Umeå bewerben, aber auch da bekam ich eine Email, die mir alles genau beschrieben hat und auch die Kurswahl erleichterte, die schon vergleichsweise früh (im April) abgeschlossen werden musste. Dann musste nur noch der Flug gebucht werden und es konnte los gehen.

Studium an der Gastuniversität

Umeå bietet einem gleich ein super ankommen: Ich wurde vom Flughafen abgeholt und dann auch zu meiner Wohnung gefahren. Außerdem ist die erste Woche eine Einführungswoche für internationale Studierende mit City- und Campustour usw. und man kommt so gleich mit Leuten in Kontakt und sieht viel von der Stadt.
Ich denke die wichtigste Information ist, dass das schwedische Unisystem leicht unterschiedlich aufgebaut ist. Unikurse dauern hier nur ca. 1 Monat  und können „Vollzeit“ oder „Halbzeit“ sein und das Semester unterteilt sich somit in 4 „Blöcke“ (je 1 Monat) . Es ist also meist nur möglich einen oder max. 2 Kurse pro Monat zu belegen und ein Vollzeit-Kurs meist auch alle Zeit in Anspruch nehmen kann. Hier unterscheiden sich die unterschiedlichen Kurse enorm: manche werden täglich unterrichtet, andere einmal wöchentlich, es gibt pro Kurs manchmal nur Vorlesungen, aber manchmal auch Seminar, Tutorien etc., meist gibt es viel begleitende Literatur und hier kann meist jeder entscheiden wie viel er oder sie davon liest oder nicht. Kurse enden manchmal mit Klausuren und manchmal mit Essays oder anderen Leistungen.
Ich habe die Atmosphäre an der Uni als sehr unterstützend und extrem freundlich empfunden. Lehrer werden mit dem Vornamen angesprochen und sind meist sehr entgegenkommend und ich habe mich immer sehr betreut gefühlt.
Auch die anderen Studierenden waren immer sehr entgegenkommend und freundlich und die technische Ausstattung der Uni ist ziemlich modern.

Kontakte zu  einheimischen und ausländischen Studierenden

In Umeå gibt es das so genannte Buddy Programm für das man sich anmelden kann und was ich auf jeden Fall tun würde, denn es bringt enorm viel soziale Interaktion. Generell ist die Uni sehr daran interessiert, dass internationale Studierende soziale Netze aufbauen. Die uni hat vor ein paar Jahren den Preis für die zufriedensten Erasmus-Studierenden bekommen und ich denke das hat auch viel damit zu tun. Das Buddy Programm teil alle Angemeldeten eine Gruppen mit ca. 20 internationalen und 10 schwedischen Studierenden ein und dann werden in diesen Gruppen manchmal an Veranstaltungen oder Partys vom offiziellen Buddy-Programm oder eigen organisierte Aktionen gemacht und das ist eine tolle Idee um andere ausländische Studierende, aber auch Schweden kennen zu lernen. Generell muss ich aber sagen, dass hier auch das Cliche stimmt und man sehr in einer „Erasmus-Blase“ bleibt und man trotzdem etwas Probleme hat mit Schweden in Kontakt zu kommen. Das passiert vor allem in den Kursen.
Sonst führt auch die kleine Stadt und die Studentenwohnheimviertel dazu, dass man viele Leute ständig wieder trifft und schafft, finde ich eine gemütliche und familiäre Atmosphäre.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Ich hatte vor dem Aufenthalt nicht den Anspruch besonders intensiv schwedisch zu lernen. Ich hab einen A1 Kurs für internationale Studierende gemacht (für den muss man sich schon mit den anderen Uni-Kursen anmelden und er ist schnell voll!) und der hat mir total viel Spaß gemacht und mir ein paar Grundkenntnisse vermittelt, was ich sehr schön fand. Es gibt für Leute, die schon etwas vorher gelernt haben auch noch weitere Kurse.
Alle Kurse, die ich belegt habe wurden auch englisch unterrichtet und dies hat vor allem meinem akademischen Englisch sehr weiter geholfen.

Wohn-  und Lebenssituation

Auch hier wird es einem in Umeå sehr leicht gemacht. Das International Office schickt einem, wenn man dies angegeben hat eine Email mit einem Wohnangebot und dann kann man auf einer Website aus allen vorhandenen Zimmern auswählen. Hierzu würde ich sagen, dass sehr viele ausländische Studierende in Alidhem wohnen, da hier Lidl und ICA sind, es nicht weit zur Uni und in die Stadt ist und da alle Erasmus-Studierende hier wohnen hier immer viel los ist. Etwas ruhiger ist es in Nydala, dort ist auch direkt der See, es ist einkaufstechnisch etwas schwieriger, aber in Umeå ist nichts weit und hier sind die Wohnungen etwas moderner. Ich habe in Alidhem gewohnt und würde es total weiterempfehlen, aber würde darauf achten im Fysikgränd oder Stipendigränd zu wohnen.
Wenn es um Bargeld geht, kann man in Schweden so gut wie alles mit Karte bezahlen, es geht aber meist auch Bargeld, also ist alles möglich und solange man gute Konditionen für seine Kreditkarte hat, muss man hier nichts tun.
Zur Krankenversicherung ist man durch einer normale gesetzliche Vericherung eigentlich auch in Schweden abgesichert und auch die Uni bietet noch einmal eine Unibezogene Vericherung. Wenn man sicher gehen will kann man noch eine Auslandskrankenversicherung abschließen, die dann auch Differenzen im deutschen und Schwedischen System übernimmt. Ich hab es nicht gemacht und war ein paar Mal beim Arzt und es war kein Problem. Generell wendet man sich in Schweden meist erst zum Health Care Zentrum, wo Krankenpfleger/-innen einen betreuen.
Umeå ist eine Uni-Stadt und dem entsprechen ist immer was los. Es ist sehr zu empfehlen sich eine Student Union Karte zu machen, denn heirmit kommt man in die meisten Pub und Clubs, kriegt Vergünstigungen und kann an Veranstaltungen teilnehmen. Außerdem ist das IKSU ein großer Punkt im Alltag: dies ist ein Sportzentrum, dass ein Fitnesstudio, Schwimmbad, Beachvolleyballhalle, Sportplätze, alle vorstellbaren Sportkurse und bald auch eine Kletterhalle anbietet. Der Beitrag ist relativ hoch, aber ich würde sagen es lohnt sich auf jeden Fall.
Ich war außerdem in einem der Chöre, was mir total viel Spaß gemacht hat und in der Amnesty International Gruppe und auch in diese Richtung gibt es super viele Angebote. Ein weiterer Tipp: in Umeå läuft die gesamte Organisation (Buddy Programm, Veranstaltungen etc.) über Facebook. Es lohnt sich also auf jeden Fall einen Account anzulegen.

Studienfach: B.Sc. Psychologie

Aufenthaltsdauer: 08/2017 - 01/2018

Gastuniversität: Umeå Universitet

Gastland: Schweden


Rückblick

Ich fand es war ein phantastisches Semester und ich hatte das Gefühl, von allen Seiten immer sehr unterstützt worden zu sein. Die Uni in Umeå ist ein wunderbarer Ansprechpartner bei allen Problemen. Was vielleicht noch wichtig ist: der Winter ist kalt und dunkel, also sei vorbereitet, aber es gibt auch vor Ort unendlich viel zu kaufen. Wenn du gerne in der Natur bist, wandern gehst etc., ist Umeå ideal, da man Autos sehr günstig mieten und dann sehr gut zu vielen Nationalparks und auch zum Polarkreis fahren kann. Wichtig ist vielleicht noch, dass Umeå trotz der Temperaturen eine Fahrradstadt ist und es sich auf jeden Fall lohnt, sich eins vor Ort zu besorgen. Ich hab meins für das Semester gemietet und das fand ich die perfekte Lösung.

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