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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Ich habe das Transcript of Records anhand der Kursliste auf der  Internetseite des technischen Campus der Universidade Nova de Lisboa erstellt und zusammen mit dem Learning Agreement Ende Mai an das International Office der Gastuniversität gesandt. Weitere Unterlagen waren für die Bewerbung an der Gasthochschule nicht nötig. Das International Office der Gastuniversität hat mir Anfang Juli den Erhalt der Dokumente und Mitte Juli die Annahme an der Universität bestätigt. Gleichzeitig haben sie mir Informationen zur Unterkunft und zum Portugiesischsprachkurs gesandt und mich zu einer Wilkommensveranstaltung eingeladen. Daraufhin habe ich mich online für den Portugiesischsprachkurs während des Semesters angemeldet und mich vom International Office der UNL auf die Warteliste für ein Zimmer im  Studentenwohnheim am Campus setzten lassen. Im August hat sich auch ein Buddy bei mir gemeldet und mir seine Hilfe für organisatorische Sachen angeboten.


Studienfach: Mathematik

Aufenthaltsdauer: 09/2018-07/2019

Gastuniversität: Universidade Nova de Lisboa

Gastland: Portugal

Studium an der Gastuniversität

Die Vorlesungen starteten im ersten Semester Anfang September und gingen bis Ende Dezember. Während der Vorlesungszeit gab es zwei oder drei Tests mit denen man die Kurse bestehen konnte. Falls man mit den Tests nicht bestanden hatte, konnte man Anfang Januar je Kurs ein Examen schreiben um noch zu bestehen. Von Januar bis Anfang März gab es einige Kurse von denen ich keinen besucht habe. Die Vorlesungen im zweiten Semester gingen von Mitte März bis Mitte Juni und die Examen anschließend bis Anfang Juli. Die Anforderungen der Kurse sind ähnlich wie in Potsdam. Die Tests und Examen fanden immer ohne Hilfsmittel statt. In die Kurse wurde ich von dem für die Gaststudenten im Fach Mathematik zuständigen Professor eingeschrieben, nachdem ich ihm meine Kurse gesandt hatte.
Meine Kurse waren auf Portugiesisch. Bei Schwierigkeiten mit Portugiesisch hatte ich sehr viel Hilfe von Professoren, Tutoren sowie meinen Kommilitonen. Manche Professoren haben mir Skripts und Aufgabenblätter auf Englisch übersetzt. Ein Tutor hat sein Tutorium meinetwegen in Englisch gehalten. Die Tests konnte ich alle in Englisch schreiben.
Die Bibliothek ist immer von Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 20:00 Uhr geöffnet. Dort gab es auch einige Rechner und einen Scanner. Drucken konnte man in einem Kopierladen auf dem Campus. Auf dem Campus gab es ein Eduroam, was aber nicht auf dem kompletten Campus und auch nicht überall in der Bibliothek funktionierte.

Kontakt zu einheimischen und internationalen Studierenden

In meinen Kursen war ich der einzige ausländische Student, daher hatte ich viel Kontakt zu einheimischen Studenten. Die Studentenassoziation hat zu Beginn des Semesters einen Wilkommenstag für die Gaststudenten organisiert. Dort lernte ich sowohl viele einheimische wie auch andere ausländische Studenten kennen. Die Studentenvereinigungen organisierten oft Feiern auf dem Campus. Ich habe mir gleich zu Beginn für 20 Euro einen Mitgliedsausweis für die Studentenassoziation geholt, womit dann der Eintritt zu den Feiern der Studentenassoziation meistens frei war oder wenige Euro kostete. Viele der anderen ausländischen Studenten auf meinem Campus lernte ich im Studentenwohnheim, im Portugiesischsprachkurs, auf den Feiern auf dem Campus oder in Lissabon im Erasmuscorner kennen. Außerdem organisierte die Studentenassoziation regelmäßig Aktionen speziell für die ausländischen Studenten wie International Dinners und Pubcrawlings.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Vor dem Auslandsaufenthalt hatte ich schon zwei Semester Portugiesisch gelernt aber kaum Sprachpraxis. Daher reichte meine Sprachkompetenz zu Beginn des Aufenthalts nicht um den Vorlesungen zu folgen oder sich zu unterhalten. In meinem zweiten Semester hatte ich keine Probleme mehr den Vorlesungen auf Portugiesisch zu folgen und meine Tests und Aufgabenblätter auf Portugiesisch zu schreiben oder sämtliche Alltagsangelegenheiten zu erledigen oder mich mit den Portugiesen zu unterhalten.

Wohn- und Lebenssituation

Die ersten drei Wochen wohnte ich für etwa 10 Euro pro Nacht in meinem Auto auf einem der Campingplätze in Costa da Caparica. Ende September wurde ein Platz im Studentenwohnheim „Frausto da Silva“ frei und ich konnte dort einziehen. Die Monatsmiete betrug 195 Euro. Vor dem Einzug musste ich eine Monatsmiete als Kaution überweisen. Ich wohnte in einem Einzelzimmer und teilte mir ein Bad mit Dusche mit meinem Nachbarn. Im Haus gab es mehrere Gemeinschaftsküchen und zwei Wasch- und Trockenräume, die jeweils für die Zahl der Bewohner etwas knapp bemessen und eingerichtet waren. Es gab zwei Räume zum Lernen, ein großes Wohnzimmer mit Fernseher und einer Tischtennisplatte, zwei Terrassen und ein Volleyballfeld auf dem Hof. Hinter dem Haus gab es eine Joggingstrecke mit Fitnessgeräten wie Klimmzugstangen und Barren. Das Studentenwohnheim kann ich empfehlen, ich wohnte dort sehr gerne. Im zweiten Semester war das Studentenwohnheim voll belegt. Ich wohnte dann im Hostel „Vila Maria“ in Costa da Caparica, erst für 10,- Euro pro Nacht und später für deutlich billiger zum Freundschaftspreis. Das Hostel hatte einen hohen Standard und ich wohnte auch dort sehr gerne.
Der Campus ist tagsüber mit der Metro, was dort eine Straßenbahn ist, und mit Bussen aus sämtlichen Richtungen gut zu erreichen. Die Metro fährt über den Bahnhof Pragal nach Cacilhas. Von Pragal fahren Züge nach Setubal und Lissabon. Von Cacilhas kann man mit dem Boot nach Cais do Sodre in Lissabon fahren. Zum Campus der Sozialwissenschaften in Lissabon, wo die Portugiesischsprachkurse stattfanden, gelangt man am schnellsten in etwa einer halben Stunde mit dem Bus. Zwischen zwei und fünf Uhr Nachts fahren am Campus keine öffentlichen Verkehrsmittel. Die letzte Verbindung von Lissabon nach Caparica ist um 1:40 Uhr mit dem letzten Boot und Bus, die erste erst wieder um 5:40 Uhr. Eine Monatskarte kostet 40 Euro pro Monat plus einmalig 12 Euro Bearbeitungsgebühr, damit kann man alle Transportmittel in der ganzen Region zwischen Setubal und Umgebung um Lissabon einschließlich Cascais und Sintra nutzen.
Bankgeschäfte mit Deutschem Konto sind schwierig. Ich empfehle ein portugiesisches Konto zu organisieren.
Meine Krankenversicherung habe ich für den Aufenthalt in Portugal nicht gewechselt.
Die Lebenshaltungskosten sind etwa gleich. Restaurantbesuche, Bars, Cafes und Frisör sind etwas billiger. Die Preise im Supermarkt sind etwa gleich. Drogerieartikel sind etwas teurer. Gemüse und Obst ist in den kleinen Fruchtläden billig und sehr gut. Zimmer außerhalb des Studentenwohnheims sind in Caparica auch etwas günstiger als in Potsdam. Man findet leicht ein Zimmer für unter 250,- Euro warm inklusive Strom. Zimmer in Lissabon sind meistens etwas teurer. Das Mensamenü kostet 2,70. Das Essen in den anderen Kantinen auf dem Campus kostet zwischen 1,50 für eine Suppe oder ein Toast und etwa 4 Euro für ein Menü mit Getränk. Benzin ist teurer als in Deutschland, außerdem sind viele Straßen Mautstraßen.
In Costa da Caparica, ca. 10 Minuten mit dem Bus vom Campus, gibt es einen langen Sandstrand. Man kann dort gut Wellenreiten. Es gibt dort viele Surfschulen und Ausleihstationen. Weiter im Süden gibt es auch Kitesurfschulen und ein Stehrevier in einer Lagune. Es gibt Unisportgruppen, von denen sich aber viele in Lissabon treffen. Auf dem technischen Campus gibt es eine Bouldergruppe und eine Basketballmannschaft. In der Nähe des Campus in Caparica gibt es ein paar kleine Bars. Mehr Bars und Clubs gibt es in Lissabon.

Studienfach: Mathematik

Aufenthaltsdauer: 09/2018-07/2019

Gastuniversität: Universidade Nova de Lisboa

Gastland: Portugal


Portugal

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