uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Ich wurde von unserer Erasmus Koordinatorin über alles Organisatorische und über die Vorbereitung bezüglich unseres Erasmus-Aufenthaltes in Lissabon aufgeklärt. Anschließend habe ich mich auf der Internetseite der Universidad Nova de Lisboa über das Vorlesungsverzeichnis informiert, mögliche Kurse herausgesucht und diese vom Prüfungsamt über das , Learning Agreement’’ bestätigen lassen. Per E-Mail habe ich von unserem Koordinator an der Gastuniversität alle Informationen zum Immatrikulationsverfahren an der Faculty of Social and Human Sciences erhalten und die angeforderten Unterlagen online eingereicht.


Studienfach: Fremdsprachenlinguistik

Aufenthaltsdauer: 02/2018 - 07/2018

Gastuniversität: Universidade Nova de Lisboa

Gastland: Portugal

Studium an der Gastuniversität 

Die E-Mail der Gastuniversität beinhaltete Informationen über den Termin zur Immatrikulation und Einladungen zu verschiedenen Einführungsveranstaltungen. Bei dem Willkommens-Treffen wurden wir über alles Wesentliche informiert. Leider war die Organisation bezüglich der Kurswahl vor Ort etwas chaotisch, sodass ich teilweise lange auf Informationen über bestimmte Veranstaltungen warten musste und diese nicht von Beginn an besuchen konnte. Auch war die Orientierung auf dem Campus nicht immer leicht. Wir haben bei der Einführungsveranstaltung ein Erasmus-Handbuch erhalten, das alle wichtigen Informationen bezüglich unseres Studiums an der Gastuniversität beinhaltete und die Orientierung erleichterte. An der Fakultät wurden wir über Aushänge über das Vorlesungsverzeichnis, die Kurse, Unterrichtszeiten und Seminarräume informiert und konnten uns so einen Stundenplan erstellen. Aufgrund zeitlicher Überschneidungen verschiedener Veranstaltungen war es mir nicht möglich, alle ausgewählten Kurse und Seminare zu belegen. Für die einzelnen Bachelor-Lehrveranstaltungen erhielt man insgesamt 6 ETCS, dafür mussten wir mehrere Tests, Prüfungen und Abgaben einreichen. Alle Bachelor-Seminare fanden zwei Mal die Woche für zwei Stunden statt, was viel Zeit in Anspruch nahm. Als Student hat man Zugang zur Universitätsbibliothek und mittels des eigenen Accounts bestand die Möglichkeit, Computer zu nutzen.

Im Erasmus-Büro an unserer Fakultät konnte ich Ansprechpartner finden, die mir bei Fragen und Unsicherheiten weiterhalfen, jedoch wurde man oft auch weitergeschickt und die Koordinatoren waren nicht immer informiert. Die Dozenten waren sehr hilfsbereit und immer offen für ein Gespräch, wenn Fragen aufkamen. Auf dem Campus der Faculty of Social and Human Sciences gibt es Geschäfte sowie eine Mensa und eine Cafeteria, wo man günstig Mittag essen kann. Die Seminarräume sind teilweise sehr klein und wenig ausgestattet, oft war der Lärm des nahe gelegenen Flughafens auch ein Störfaktor. Insgesamt war ich mit meiner Kurswahl jedoch sehr zufrieden und alle Dozenten und Verwaltungsmitarbeiter waren freundlich und hilfsbereit. Besonders in den Sprach- und Übersetzungskursen habe ich viel gelernt, was mir für mein weiteres Studium und auch für den Berufseinstieg von Nutzen sein wird.

 

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Für uns Erasmus-Studierende stellte es sich als schwierig heraus mit den einheimischen Studierenden in Kontakt zu treten und gemeinsame Projekte zu bearbeiten, da diese nur wenig Interesse zeigten, mit uns Kontakt aufzunehmen. Zwar waren die einheimischen Kommilitonen immer freundlich und hilfsbereit, jedoch kam es zu keinen außeruniversitären Treffen oder Gesprächen. Im Gegensatz dazu konnte man gemeinsame Ausflüge und Aktivitäten problemlos mit den anderen Erasmus-Studierenden planen und sich gegenseitig auch in Bezug auf universitäte Angelegnheiten weiter helfen.

Sprachkenntnisse vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Wir wurden zu Beginn unseres Erasmusaufenthaltes aufgefordert einen Sprach-Einstufungstest zu absolvieren, um unser Sprachniveau zu überprüfen und uns in die jeweiligen Sprachkurse einzuteilen. Meine Sprachkenntnisse entsprachen dem Niveau B2. Vor Ort konnte ich meine Sprachkenntnisse noch etwas ausbauen, wobei sich das die ersten Monate als schwierig erwies, da die Portugiesen sehr schnell sprechen und innerhalb der Gespräche häufig zum Englischen übergehen. Durch den Portugiesisch-Sprachkurs und weitere Seminare, war es mir schließlich möglich, meine Sprachkompetenzen zu verbessern.

Wohn-  und Lebenssituation

Ich habe mich privat über das Internet vor meinem Erasmusaufenthalt um eine Unterkunft bemüht. Vom Flughafen aus kommt man problemlos mit der Metro in die Stadt. Die beste Möglichkeit eine Wohnung zu finden bieten Internetseiten, wie zum Beispiel Airbnb oder Uniplaces, wobei die Mieten in Lissabon momentan sehr teuer sind und man sich daher auf eine Preisklasse zwischen 350 und 450 Euro pro Monat einstellen muss. Insgesamt sind die Lebenshaltungskosten in Lissabon jedoch immer noch gering im Vergleich zu anderen europäischen Städten. Für die Metro kann man monatlich ein Ticket für ca. 38 Euro kaufen, welches für viele unterschiedliche öffentliche Verkehrsmittel verwendet werden kann. Leider habe ich vor meinem Erasmusaufenthalt keine private Kranken-Auslandsversicherung abgeschlossen, was ich im Nachhinein immer jedem empfehlen würde. Die medizinische Versorgung in Portugal ist zwar im Großen und Ganzen gut, jedoch ist man immer gezwungen, sich im Krankenhaus behandeln zu müssen und das selbst, wenn es sich um `Kleinigkeiten‘ handelt. Man muss sich dabei auf sehr lange Wartezeiten einstellen und die Ärzte haben meistens mehrere Patienten gleichzeitig, die eine Behandlung benötigen. Daher ist es empfehlenswert eine private Versicherung abzuschließen, um sich im Notfall auch in Privatkliniken behandeln lassen zu können. Privat war es mir möglich sportlichen Aktivitäten nachzugehen, auch bietet Lissabon ein vielfältiges Kulturprogramm, welches teilweise kostenlose Stadtführungen und Besichtigungen vieler schöner Sehenswürdigkeiten beinhaltet. Außerdem besteht die Möglichkeit, an manchen Sonntagen in einem bestimmten Zeitraum kostenlos Museen zu besichtigen. Außerhalb Lissabons gibt es ebenfalls viel zu sehen. Da die Zugfahrten im Vergleich zu Deutschland sehr günstig sind und das Verkehrsnetz rund um die Stadt gut ausgebaut ist, kann man schnell und für wenig Geld andere schöne Städte und Strände besuchen.

Studienfach: Fremdsprachenlinguistik

Aufenthaltsdauer: 02/2018 - 07/2018

Gastuniversität: Universidade Nova de Lisboa

Gastland: Portugal


Rückblick

Insgesamt war das Auslandssemester in Lissabon eine Bereicherung für mein Studium und für meine persönliche Weiterbildung. Ich habe viele neue, wichtige Erfahrungen gesammelt und mehr über Land und Leute gelernt. Die Universidade Nova de Lisboa und meine Fakultät haben mir insgesamt gut gefallen. Ich habe in den Seminaren viel gelernt und meine Fähigkeiten im Bereich des Übersetzens und des Lernens der Fremdsprachen Spanisch und Portugiesisch ausbauen können. Sehr schade finde ich, dass man kaum Kontakt zu Einheimischen aufnehmen konnte und das, obwohl ich über ein fortgeschrittenes Sprachniveau verfügte. Daher ist es vielleicht empfehlenswert, in kleineren Orten von Portugal ein Erasmus-Semester zu machen, die weniger touristisch sind als Lissabon, weil man dort möglicher Weise einfacher mit Einheimischen in Kontakt treten kann.

Portugal

Zurück zur Länderseite

Studium im Ausland

Hier finden Sie alle Informationen zum Studium im Ausland

Finanzierung & Stipendien

Wie Sie Ihr Auslandsstudium finanzieren können und welche Stipendien Sie erhalten können, erfahren Sie hier