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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Die Bewerbung für das ERASMUS+ Stipendium war unkompliziert. Alle wichtigen Informationen, wie „Schritt-für-Schritt“ Guides, FAQs und notwendige Formulare, sind auf der Website des International Office abrufbar. Nach erfolgreicher Nominierung für ein ERASMUS+ Stipendium konnte ich mich an der Universität Oslo bewerben und bekam schon nach einigen Wochen eine Zusage mit der dringenden Aufforderung, mich schnellstmöglich für einen Wohnheimsplatz zu bewerben, um die relativ frühen Bewerbungsfristen nicht zu verpassen. Jedem ERASMUS+ Stipendiaten ist ein Wohnheimplatz zugesichert und ich kann jedem raten diesen in Anspruch zu nehmen, da die Wohnungspreise in Oslo sehr hoch sind.

 


Studienfach: Biochemie und Molekularbiologie

Aufenthaltsdauer: 08/18-10/18

Gastuniversität: University of Oslo

Gastland: Norwegen

Studium an der Gastuniversität

 An der Universität herrscht eine angenehme Lernatmosphäre. Die Bibliothek ist sehr gut ausgestattet und bietet viele Möglichkeiten sich in seine Arbeit zu vertiefen. Bei Fragen bezüglich des Studiums waren die Mitarbeiter stehts sehr freundlich und hilfsbereit.
Während meines Aufenthaltes habe ich mich für die Kurse „Scientific Research Project I und I“ für insgesamt 30 CETS eingeschrieben. Die Kurse umfassen eine Projektarbeit, welche ich in einer der Arbeitsgruppen durchgeführt habe. Die Arbeitsgruppe hat mich sehr freundlich aufgenommen und mich bei Problemen hilfsbereit unterstützt. Jeden Mittwoch wurden in einem Laborseminar Vorträge präsentiert und aktuelle Experimente besprochen.
Persönlich hat mir das sehr entspannte Arbeitsklima gefallen. In jedem Gebäude gibt es mindestens eine Cafeteria, in die man sich mit Kommilitonen oder Arbeitskollegen zurückziehen konnte und in einer entspannten Atmosphäre diskutieren und sich austauschen konnte. Positiv überrascht war ich auch von den Zusatzangeboten des Biologie Instituts, wie zum Beispiel die Veranstaltung eines Minisymposiums, an dem ich spontan teilnehmen konnte.

Kontakt zu einheimischen und internationalen Studierenden

Die mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät hat für die internationalen Studierenden eine „Buddyweek“ organisiert. In dieser Woche gab es einige Informationsveranstaltungen, die den Studienstart und die Studienorganisation erleichtern sollten. Zusätzlich wurden Termine bei dem zuständigen Polizei Department angeboten, da für jeden, der länger als drei Monate in Norwegen verbleibt, eine polizeiliche Registrierung notwendig ist. Im Vordergrund stand jedoch vorallem das Kennenlernen der anderen Studierenden, dazu wurden Schnitzeljagden, Wanderungen, Spieleabende, Sportaktivitäten und vieles mehr angeboten. In dieser Woche habe ich viele Freundschaften geschlossen, die mich während meines Aufenthaltes begleitet haben und die uns auch später noch miteinander verbinden werden.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

 An der Universität und beim Treffen mit Freunden habe ich vorrangig Englisch gesprochen. Vergleicht man den OLS Sprachtest vor und nach meinem Auslandsaufenthalt, so bin ich auf dem B2 Niveau geblieben. Persönlich jedoch fühle ich mich nun wesentlich sicherer in der Sprache und trete auch selbstbewusster beim Sprechen auf. In Oslo studieren und arbeiten viele deutschsprachige Menschen, wodurch man oft dazu tendiert zurück in seine Muttersprache zu springen. Ich rate aber allen dazu möglichst Englisch zusprechen, da man sonst einerseits die Chance verpasst weiter die Fremdsprache zu trainieren, andererseits auch andere Personen von dem Gespräch ausschließt.

Wohn- und Lebenssituation

Die Organisation SIO regelt in Oslo alle möglichen Aspekte des Studentenlebens- Wohnen, Sport, Studentenvereine und Kinderbetreuung. Es gibt ein zentrales Servicecenter auf dem Universitätscampus und ein sehr übersichtliches Onlineportal.
Bei der Bewerbung für einen Wohnheimplatz, musste man sich bereits für einen oder mehrere Standorte und der Art der Wohnung entscheiden. Je nach Wohnungsart (möbliert, geteiltes Bad, geteilte Küche) schwanken die Preise stark. Ich habe mich schlussendlich für ein Zimmer in einer 7er WG in Kringsjå entschieden. Die Wohnung zählt mit 370 € Miete im Monat zu den günstigeren und ich war im Nachhinein sehr zufrieden mit der Wohnungswahl. Ich kann den Standort Kringsjå sehr empfehlen, es handelt sich um ein ganzes Studentendorf und bietet alles was man braucht- Supermarkt, Fitnesscenter und eine gute Anbindung zum öffentlichen Verkehrsnetz (in 15 Minuten zum Universitätscampus Blindern). Kringsjå ist ein Randbezirk Oslos, wodurch man schnell auf gut ausgeschilderte Wanderwege und dem sehr nah gelegenen See gelangt.
SIO verwaltet sehr viele Fitnesscenter und bietet viele verschiedene Sportkurse an. Das Haupt-Fitnesscenter ist zusätzlich mit einem Schwimmbad und Saunen ausgestattet. Die Mitgliedschaft ist mit 50 € für eine zweimonatige Mitgliedschaft nicht sehr teuer und ich kann es nur empfehlen.
In Norwegen wird sehr vieles über Apps organisiert, wodurch der Zugriff auf die vielen Serviceleistungen erleichtert wird. Theoretisch kann man auch per App Sportkurse, Waschmaschinen etc. buchen und bezahlen. Im Allgemeinen wird der Geldtransfer hauptsächlich digital und mit Kreditkarte organisiert. Während meiner 3 Monate in Oslo habe ich nicht einmal Bargeld verwenden müssen.

Studienfach: Biochemie und Molekularbiologie

Aufenthaltsdauer: 08/18-10/18

Gastuniversität: University of Oslo

Gastland: Norwegen


Rückblick

In Oslo werden sehr viele Veranstaltungen angeboten, die das soziale Miteinander fördern. Unter den vielen Studenten-Assoziationen ist für jeden etwas dabei. Das Highlight meiner Woche war oft das Pub-Quiz des RF Studentenkellers, wo man mit wechselnden Leuten aber auch mit Freunden zusammen knifflige Fragen beantworten konnte.

Die Universität und die Aspekte rund ums Studium sind sehr gut organisiert und auch als Neuling findet man sich schnell zu recht. Das SIO bietet als zentrale Organisation einen guten Überblick und beantwortet Fragen sehr schnell.

In Oslo habe ich mich sehr wohl gefühlt und habe sowohl die kompakte Innenstadt mit den vielen Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten, aber auch den schnellen Zugang zu schönen Wanderwegen und Badeseen geschätzt. Jedoch muss man sich auf hohe Lebenshaltungskosten einrichten und sollte dementsprechend bewusst einkaufen und Preise vergleichen. Da auch das Essen in der Mensa mit 5 bis 7 € relativ teuer ist, habe ich mir meistens Mittagessen mitgebracht und in den bereitgestellten Mikrowellen aufgewärmt.

Abschließend kann ich sagen, dass mein Aufenthalt ein großartiges Erlebnis war. Ich habe viele Freunde gefunden und nehme hoffentlich etwas von der etwas entspannteren Lebens- und Arbeitsphilosophie mit.

Norwegen

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