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Erasmus+ Erfahrungsbericht - Norges Idrettshøgskole


Studienfach: B.A. Sportmanagement

Aufenthaltsdauer: 08/2016 - 12/2016

Gastuniversität: Norges idrettshøgskole

Gastland: Norwegen

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Schon zu Beginn meines Studiums war mir klar, dass ich für mindestens ein Semester ins Ausland gehen möchte. Frühzeitig informierte ich mich auf der Homepage des International Office der Uni Potsdam über die Partnerunis meiner Fakultät. Dabei stieß ich auf die Norwegian School of Sport Science (kurz: SSS) und mir war sofort klar das es für mich nach Norwegen gehen soll. Die Uni hat eine sehr gute Reputation (siehe ShanghaiRanking's Global Ranking of Sport Science Schools and Departments), das Englisch Niveau im Land ist sehr hoch und es ist allgemein bekannt das Norwegen ein sehr schöne Landschaft mit sehr viel Natur besitzt. Um dieses Ziel umzusetzen, schlägt man als nächstes persönlich im International Office auf und lässt sich beraten. Hier hält man alle Informationen über das Bewerbungsverfahren und Abläufe, damit es am Ende klappt mit dem Auslandssemester. Nachdem ich alle Formulare ausgefüllt, die Bewerbung abgeschickt und die Zusage erhalten habe, nahm die NSSS direkt Kontakt mit mir auf und informierte mich über die nächsten Schritte. Zusätzlich erhielten wir ausführliches Informationsmaterial um uns bestmöglich auf das Semester vorzubereiten. Zudem wurde von Beginn an eine Facebook-Gruppe eingerichtet  für alle internationale Studenten der NSSS. So konnte man schon einen ersten Eindruck über die künftigen Kommilitonen bekommen und ggf. ersten Kontakt mit den Austausch Buddies aufnehmen.

Studium an der Gastuniversität

Bei meiner Ankunft in Oslo, eine Woche vor Semesterbeginn, galt es erst mal sich zu orientieren. Das fiel jedoch nicht schwer, da Norwegen ein sehr modernes Land ist und vieles auf englisch ausgeschildert ist. Mit Hilfe von Zug und Metro fand ich ohne größere Hilfe meinen Weg vom Flughafen zum Hauptbahnhof, von da zum Studentenwerk (um den Schlüssel abzuholen) und dann weiter zum Wohnheim. In Oslo leben sehr viele Studenten, und dementsprechend  gibt es eine Vielzahl an Wohnheimen bzw. Studentenvierteln. Das größte Viertel befindet sich in „Kringsja“ am Rande von Oslo mit insgesamt 28 Wohnheimen. Auch ich sollte dort meine Bleibe für die nächsten 5 Monate finden. Der Vorteil: die Uni befindet sich direkt neben an. Ich hatte die günstigste Kategorie gemietet für ca. 360€/Monat. Das bedeutet Küchennutzung zu 7., sowie ein geteiltes Bad mit einem Mitbewohner. Diese ersten Tage waren der Grundstein für ein sehr  gemeinschaftliches Miteinander zwischen den Austauschstudenten. Vom ersten Tag auffallend ist die große Zahl an Deutschen. 1/3 aller Austauschstudenten kommt aus Deutschland. Das verleitet natürlich dazu auch Deutsch zu sprechen. Die erste Semesterwoche beginnt in Norwegen traditionell mit der „Faderukka“, einer Einführungswoche für alle Erstis. Das heißt norwegische und Austauschstudenten wurden in Gruppen aufgeteilt, in denen sie die folgenden Tage gemeinsam Aktivitäten und Challenges absolvieren sollten. Glücklicherweise spricht in Norwegen so gut wie jeder Englisch, weshalb  die Verständigung nicht schwer viel und es einfach war mit den Norwegern in Kontakt zu treten. Ich habe diese Woche sehr gut in Erinnerung behalten. Wir hatten viel Spaß in dieser Zeit und viele der kennengelernten Gesichter sollten einem während des Semester wieder über den Weg laufen. Daraufhin begannen auch schon die Kurse und Vorlesungen. Für Studenten aus dem Ausland gibt es nur eine limitierte Anzahl an Kursen auf Englisch (Ist man einer skandinavischen Sprache mächtig, kann man natürlich auch andere Kurse belegen). Diese sind dann jeweils auf bestimmte Studienfächer zugeschnitten. Ich als Sportmanagement Student belegte dementsprechend Sport Marketing, Event Management und Volunterism. Da diese Kurse auf Englisch sind und vor allem auf internationale Studenten zugeschnitten sind, sind sie nicht mit „normalen“ Kursen zu vergleichen. So hatten wir z.B. keinen festen Stundenplan dafür aber sehr viele Gastdozenten. Außerdem bestand die Kurse aus nicht mehr als 30 Studenten, da nur wenige Norweger sich für die Kurse auf Englisch entscheiden. Neben den Gastvorträgen beinhalteten die Kurse viele kleine Vorträge, Gruppenarbeiten oder auch Resümees. Generell besitzt die Uni viele und gute Sportanlagen. Es gibt eine große Sporthalle, Fußballfelder, eine Laufbahn, ein Fitnessstudio und im Winter sogar eine Eisfläche. Alle diese Anlagen dürfen von den Studenten genutzt werden solange sie nicht anderweitig besetzt sind. Im Dezember standen dann auch schon die Prüfungen an. Diese sahen jedoch in jedem Kurs unterschiedlich aus. Bestandteil der Endnote konnten dabei Vorträge, Hausarbeiten, Fallstudien, mündliche oder schriftliche Prüfungen sein.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

In den letzten Tagen vor Semesterbeginn gab es sofort Möglichkeiten sich mit den „Internationals“ bekannt zu machen. Die Austausch Buddies hatten eine Kennlernwoche organisiert mit vielen Aktivitäten rund um die Uni und die Stadt Oslo. Da die Uni verhältnismäßig klein ist mit ca. 1000 Studenten trifft man auch immer wieder auf bekannte Gesichter egal ob von der „Fadderukka“, aus den Vorlesungen, von den Sportkursen oder natürlich den Partys. Das schafft eine sehr familiäre Umgebung. Neben dem klassischen Studienalltag wurden über die Uni auch einige Freizeitaktivitäten organisiert. Es gab diverse Sportkurse, Outdoor Aktivitäten und natürlich Partys. Hier wird man als Austauschstudent gerne gesehen und sehr gut integriert. Ich habe beispielsweise am Training der uniinternen Fußballmannschaft teilgenommen und es hat sehr viel Spaß gemacht. Zum einen wird einem so gut es geht auf Englisch übersetzt zum anderen bekommt man auch die Möglichkeit seine Norwegischskills unter Beweis zu stellen (die Uni bietet einen kostenlosen wöchentlichen Norwegischkurs an).

Wohn- und Lebenssituation

Während des Semester sollte man sich natürlich nicht entgehen lassen etwas vom Land zu sehen. Die Unregelmäßigkeit des Stundenplanes erlaubt es sogar, dass man teilweise eine ganze Woche frei hat. Diese wurden für diverse Ausflüge genutzt wie Wanderungen, einen Road Trip, Ski fahren oder sogar Surfen an der Atlantikküste.

Studienfach: B.A. Sportmanagement

Aufenthaltsdauer: 08/2016 - 12/2016

Gastuniversität: Norges idrettshøgskole

Gastland: Norwegen


Rückblick

Zum Abschluss kann ich sagen, dass ich sehr viele neue Leute kennen gelernt habe und  eine große Zahl an Freundschaften geschlossen habe, sowohl mit Norwegern als auch Deutschen, Engländern, Kanadiern, Tschechen, Slowaken, etc. Ich hatte die Möglichkeit sehr viel vom Land zu sehen und verschiedenste Aktivitäten z.B. Surfen, Wandern oder Ski fahren durchzuführen. Alles in allem war es eine wunderbare Erfahrung in einem wunderschönen Land mit wundervollen Leuten. 2 Dinge sollte man jedoch beachten bevor man sich für Norwegen entscheidet. Als erstes ist es natürlich sehr teuer. Das heißt man sollte sich vor Reiseantritt genug Geld zur Seite gelegt haben, damit man nicht bei jedem Einkauf  aufs Geld achten muss und sich auch den ein oder anderen Trip durch das Land leisten kann. Zum Glück ist es  in Norwegen überall erlaubt zu zelten. Das spart Geld. Als zweites muss man sich bewusst machen, dass Norwegen nicht englischsprachig ist. Natürlich spricht gefühlt 90% der Bevölkerung sehr gutes Englisch, jedoch ist es in den meisten Fällen klassisches Schulenglisch. Wenn man also bereits über ein sehr hohes Sprachniveau verfügt, kann es sehr gut sein, dass sich das Level eher verschlechtert als verbessert (wurde mir von anderen Austauschstudenten bestätigt). Für alle anderen kann ich Norwegen jedoch nur empfehlen. Es wird einem sehr einfach gemacht Englisch zu reden und es guckt einen niemand schief an, wenn man einen Fehler macht.

Norwegen

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