Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Durch das Erasmus-Programm wird jedes Semester einer Vielzahl von Studierenden die Möglichkeit gegeben im europäischen Ausland ein Auslandssemester zu absolvieren und dabei durch ein Stipendium gefördert zu werden, eventuellen Studiengebühren erlassen zu bekommen und einen vereinfachten Bewerbungsprozess durchlaufen zu können. Ich habe mich für die Universität Bergen in Norwegen beworben und wurde von der Universität Potsdam angenommen. Der Bewerbungsprozess mit der Universität Bergen verlief sehr einfach und unkompliziert. Die dortige Annahme war nach der Annahme in Potsdam nur noch Formsache. Die Universität Bergen arbeitet sehr digitalisiert, sodass der komplette Bewerbungsprozess ohne teure Briefe in den Norden auskommt. Als Bewerbungsunterlagen wurden lediglich eine Notenübersicht verlangt. Der Rest wurde freundlicherweise bereits vom International Office übernommen. In Bergen wird jedem Gaststudenten außerdem auch ein Wohnheimplatz fest garantiert, wenn man dies denn möchte. Hierfür muss man sich nochmal separat bewerben, aber auch dies ist sehr einfach und benutzerfreundlich gestaltet.


Studienfach: Politik und Wirtschaft

Aufenthaltsdauer: 08/2019-12/2019

Gastuniversität:  Universitetet i Bergen

Gastland: Norwegen

Studium an der Gastuniversität

Das Studium in Bergen läuft ähnlich wie in Potsdam. Vorlesungen bestehen in der Regel aus Vorlesung plus Übung/Seminar, geben im Unterschied zu deutschen Veranstaltungen jedoch deutlich mehr Leistungspunkte, sind aber auch aufwendiger.
Das Studienklima in Bergen ist sehr studentenfreundlich. Studenten machen einen großen Teil der Bevölkerung aus, was sich auch im Stadtbild widerspiegelt. Auch genießt die Universität generell eine hohe Anerkennung. Das Verhältnis zu den Dozierenden ist sehr persönlich und weniger distanziert als in Deutschland.
Die Studierenden werden durch die Universität und ihre Mitarbeiter kompetent beraten und betreut.

Kontakt zu einheimischen und internationalen Studierenden

Kontakt zu einheimischen Studenten herzustellen wird zwar durch eine gemeinsame
„Welcome-Week“ aktiv gefördert, bleibt aber durch Sprachbarrieren und verschiedene Lebensalltage, als Erasmusstudent lebt man wesentlich schneller als ein einheimischer Student, am Anfang nur oberflächlich. Wer allerdings aktiv und dauerhaft den Kontakt sucht, für den ist es trotzdem möglich, mit Einheimischen in Kontakt zu treten. All diese Barrieren bestehen zu den anderen internationalen Studierenden jedoch nicht, was das Kontakte knüpfen hier sehr einfach macht. Und hier liegt in meinen Augen die wahre Stärke des Erasmusprogramms. Mehrere hundert Studierende aus ganz Europa treffen am Anfang des Semesters aufeinander und sie vereint die genau gleiche Lebenssituation. Dies schafft Gemeinsamkeiten und macht den Dialog und den Kontakt sehr einfach.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Dadurch das all diese Studenten mehr oder weniger gut Englisch sprechen gibt es auch hier keine großen Barrieren. Mein persönliches Sprachniveau hat sich über die Zeit enorm verbessert. Vor allem mein Alltagsenglisch und akademischen bzw. fachspezifisches Englisch konnte ich deutlich verbessern.

Wohn- und Lebenssituation

Ich habe mich auf einen der bereits beschriebenen Wohnheimplätze beworben und diesen durch die Garantie auch bekommen. Die meisten der internationalen Studenten leben in Fantoft, einem großen Wohnheimkomplex mit über 1000 Plätze. Es gibt verschiedene Blocks mit verschiedenen Ausstattungsvarianten. Ich habe in Block R, einem der beiden neueren Blocks gewohnt. Hier gibt es 16er Wohnungen, das heißt 8 Doppelzimmer und eine geteilte Küche mit allen. Am Anfang hatte ich Sorge ob dies nicht zu stressig sein könnte, aber rückblickend war es das beste, was passieren konnte. Durch das gemeinsame Wohnen ergibt sich zu allen Mitbewohnern eine enge Bindung und ein großartiges Gemeinschaftsgefühl.
Neben dem Wohnheim befindet sich direkt ein Supermarkt, was das Einkaufen einfach macht.
Auch ist ein Fitnessstudio direkt angeschlossen. Das Wohnheim ist durch eine Straßenbahn direkt mit dem Zentrum verbunden, die Fahrt dauert circa 20min. Das Leben in Norwegen ist insgesamt deutlich teurer als in Deutschland. Besonders Alkohol und Fleisch sind durch eine extra Besteuerung sehr teuer. Durch das Nutzen von Rabatten oder gemeinsames Kochen mit anderen Studenten lässt sich diese Schwierigkeit jedoch lösen. Der größte Pluspunkt an Bergen ist die Natur rund um die Stadt. Bergen hat sieben Stadtberge, die alle relativ einfach zu besteigen sind. Auch ist es sehr einfach Wandertouren oder Fjordtouren von Bergen aus zu unternehmen.

Studienfach: Politik und Wirtschaft

Aufenthaltsdauer: 08/2019-12/2019

Gastuniversität:  Universitetet i Bergen

Gastland: Norwegen


Rückblick

Unterm Strich kann man sagen, dass ein Erasmussemester eine wundervolle Erfahrung ist, die ich jedem Studenten wärmstens empfehlen kann.

Norwegen

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