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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Vor dem Auslandsaufenthalt sollte man sich rechtzeitig um die Planung und Organisation kümmern. Am Anfang steht natürlich die Wahl des Ziellandes und der gewünschten Universität. Um sich einen Überblick über die Destinationen und Partneruniversitäten zu verschaffen ist es empfehlenswert sich zunächst auf der Internetseite des International Office umzuschauen. Hier findet ihr die wichtigsten Informationen und auch aktuelle Daten zu Informationsveranstaltungen. Hierzu zählt beispielweise der International Day auf dem Campus. Weiterhin sollte man sich auch auf der Internetseite der eigenen Fakultät umschauen, da jede Fakultät unterschiedliche Partneruniversitäten hat. Bei der Wahl des Ziellandes sollte man unbedingt auch auf die erforderlichen Sprachkenntnisse achten, insbesondere im Hinblick auf die Unterrichtssprache.
Wenn ihr euch eure Wunschziele ausgesucht habt, empfehle ich euch auch mit den Koordinatoren eurer Fakultät zu sprechen.
Bei der Auswahl solltet ihr unbedingt die unterschiedlichen Semesterzeiten der Uni Bergen beachten. Das Wintersemester beginnt bereits Anfang August und endet im Dezember. Das sollte man bei seiner Planung auf jeden Fall beachten. 
Nachdem ich meine Annahmeerklärung abgegeben habe, wurde ich zeitnah von der Universität Bergen kontaktiert. In den Mails wurde Schritt für Schritt erklärt wie der weitere Bewerbungsprozess abläuft und welche Dokumente man hochladen muss. An der Universität Bergen läuft alles über das Bewerbungsportal Soknadsweb. Hierbei muss man auch schon seine Kurse wählen. Die Auswahl kann man später auch noch einmal ändern. Rückfragen werden in der Regel sehr schnell beantwortet. Die Betreuung im Bewerbungsprozess, aber auch im weiteren Verlauf, war immer super organisiert. Während des gesamten Bewerbungsprozesses wurde man stets auf dem Laufenden gehalten und über Updates informiert.
Die Kurse und Kursbeschreibungen für internationale Studenten findet man auf der Internetseite der Uni Bergen.
Außerdem bietet die Uni Bergen noch eine Checkliste für Austauschstudenten die ihren Aufenthalt an der Uni planen. Diese Liste könnt ihr Schritt für Schritt abarbeiten.


Studienfach: Economics Master of Science

Aufenthaltsdauer: 08/2018-12/2018

Gastuniversität: Universitetet i Bergen

Gastland: Norwegen

Studium an der Gastuniversität

Alle Kurse der sozialwissenschaftlichen Fakultät findet man auf der Website, gegliedert nach Studienfortschritt und Fachbereich. Bevor ihr euer Learning Agreement erstellt, solltet ihr euch die gewünschten Kurse raussuchen. Auf der Webseite sind eigentlich alle Informationen übersichtlich und auch auf Englisch zusammengefasst. Wie überall empfiehlt es sich erst einmal eine Vorauswahl zu treffen und sich dann die Kurse vor Ort anzuschauen. Danach kann man endgültig entscheiden, welche Kurse man besuchen möchte und sein Learning Agreement dementsprechend anpassen. Die Kursanmeldung und auch die Anmeldung für die Klausuren finden über das Studentweb-Portal der Uni statt. Hier solltet ihr auf jeden Fall die Deadlines zur Registrierung und auch zur Abwahl des Kurses beachten. Die Zugangsdaten erhaltet ihr nach angenommener Bewerbung per Mail.Ich habe zwei Uni-Kurse und den Sprachkurs besucht, insgesamt kam ich so aufdie geforderten 30 ECTS. Vom Workload war das wirklich in Ordnung. Die Vorlesungen fanden zwei Mal in der Woche statt und wurden von einer Übung ergänzt. Somit hatte ich pro Kurs durchschnittlich 3 Veranstaltungen pro Woche. Zu den Klausurzeiten und durch verschiedene Abgaben war ich zwar immer gut beschäftigt, hatte aber auch noch Zeit für andere Dinge. Eine Anmerkung noch zu den Klausuren. Der Zeitraum für die Klausuren ist sehr weit gefasst. Es kann sein, dass ihr bereits im Oktober Klausuren habt, während andere Kurse erst im Dezember abschließen. Darum sollet ihr bei der Wahl der Kurse auf die unterschiedlichen Vorlesungszeiträume und Klausurtermine achten. Weiterhin solltet ihr euch nicht von der Dauer der Klausuren abschrecken lassen. Die Zeiten für die Klausuren in Norwegen sind sehr großzügig kalkuliert, sodass es unmöglich ist in Zeitdruck zu geraten.  Das Niveau der Kurse ist vergleichbar mit den Kursen an der Uni Potsdam, kann sich aber natürlich von Dozent zu Dozent unterscheiden. Wer schon einmal Kurse auf Englisch besucht hat, wird keine Probleme haben den Dozenten zu folgen. Meine Kurse waren überwiegend Masterkurse, daher waren es eher kleine Gruppen (ca. 20 Personen) und ein sehr dialogorientierter Unterricht. Fragen haben die Dozenten entweder direkt nach der Vorlesung beantwortet oder in den wöchentlichen Sprechstunden.
Das Student Information Centre der Sozialwissenschaftlichen Fakultät kümmert sich um all eure Belange rund um das Studium. Hier müsst ihr hin, um zum Beispiel die Unterschrift für euer Learning Agreement oder die Confirmation of Stay zu erhalten. Falls man Fragen rund um das Studium oder Kurse hat, geht man am besten direkt persönlich vorbei. Aber auch die Emails werden schnell und freundlich beantwortet.
Jede Fakultät besitzt eine eigene Bibliothek, die mit Arbeitsplätzen, Computern und Kopieren ausgestattet ist. Lediglich die Öffnungszeiten sind ein wenig knapp und gewöhnungsbedürftig. Die Bibliothek der Sozialwissenschaftlichen Fakultät schließt unter der Woche um 19 Uhr. Gegebenenfalls kann man aber auf die Bibliotheken der anderen Fakultäten ausweichen.

Kontakt zu einheimischen und internationalen Studierenden

Am Anfang des Semesters findet die Einführungswoche für die neuen ausländischen Studenten an der Uni statt. Bereits hier hat man die Möglichkeit viele neue Bekanntschaften zu machen. In der darauffolgenden Woche findet die sogenannte Mentor-Week statt. Diese richtet sich an alle neuen Studenten der Uni Bergen. Die Studierenden werden in verschiedene Gruppen aufgeteilt und Mentoren (älteren Studenten) zugeordnet. Mit eurer Mentor Group werdet ihr über die Woche an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen und das norwegische Studentenleben kennenlernen. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend, jedoch bietet sich für euch hier die beste Möglichkeit auch norwegische Studenten kennenzulernen und sich auszutauschen. Somit lernt man in den ersten Wochen schon sehr viele Leute kennen und kann sich vernetzen. Weiterhin bietet die Uni ein breites Sportangebot mit den unterschiedlichsten Sportarten. Auch hierüber lernt man sehr schnell Studenten kennen und findet schnell Anschluss.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Eigentlich spricht jeder Norweger passables Englisch, sodass man sich jederzeit verständigen kann. Das ist natürlich sehr komfortabel, jedoch würde ich jedem empfehlen zumindest den NOR-Intro Kurs zu belegen. Hier lernt man die Basics und kann davon einige Sachen im Alltag sehr gut gebrauchen. Außerdem freut sich jeder Norweger, wenn man zumindest ein paar Worte der Sprache spricht. Damit ist das Eis meistens schnell gebrochen. Für den NOR-Intro Kurs bekommt man 15 ECTS Punkte und muss am Ende des Kurses eine mündliche Prüfung ablegen. Ihr solltet darauf achten euch rechtzeitig für die norwegischen Sprachkurse anzumelden, da sie meistens sehr schnell ausgebucht sind. Im Nachhinein habt ihr keine Chance mehr nachträglich in den Kurs aufgenommen zu werden.  
Durch die englischsprachigen Kurse und das internationale Umfeld, haben sich natürlich auch meine English Skills verbessert.

Wohn- und Lebenssituation

Jeder Austauschstudent an der UIB hat die Möglichkeit in einem der Wohnheime des Studentenwerks (Sammen) zu wohnen. Während des Bewerbungsprozesses erhaltet ihr eine E-Mail mit allen nötigen Informationen. Daraufhin müsst ihr euch auf einen Platz im Wohnheim bewerben. Die Angebote von Sammen findet ihr auf der Webseite. Sammen bietet generell die folgenden Varianten an: 16er WGs, zwei Personen teilen sich ein Zimmer und ein Bad; Zweier Appartments, eigenes Zimmer, Küche und Bad werden geteilt; Einzelzimmer, eigenes Bad, Gemeinschaftsküche wird mit anderen Zimmern geteilt; Einzelappartments mit eigenem Bad und Kochbereich.
Die Unterkunft im Wohnheim ist definitiv die günstigste Möglichkeit in Bergen zu wohnen. Aktuell werden auch viele der Wohnheime in Bergen renoviert und modernisiert. Je nach Größe und Eigenschaft des Zimmers bezahlt man zwischen 300 und 500 Euro. Während meiner Zeit in Bergen war ich in einer 16er WG im neuen Fantoft Tre Wohnheim untergebracht. Die meisten Internationalen Studenten, die für ein Semester in Bergen studieren, werden in den 16er WGs untergebracht. Das Gebäude ist erst ein paar Jahre alt und hat einen sehr guten Standard. Jedoch musste ich mir mit einem Mitbewohner ein relativ kleines Zimmer mit Stockbetten teilen. Das war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, man kann sich aber damit arrangieren. Dafür habe ich im Monat lediglich 300 Euro bezahlt. Die WG mit 16 Personen war auch etwas Neues für mich, da es doch relativ viele Menschen auf einem Fleck sind. Abschließend muss ich aber sagen, dass die positiven Erinnerungen überwiegen und gerade im Auslandssemester möchte man andere Studenten kennenlernen und Kontakte knüpfen. Die WG war wie eine große Familie mit allem was dazu gehört.
Der Großteil der Internationalen Studenten wird in Fantoft wohnen. Fantoft liegt direkt an der einzigen Straßenbahnlinie in Bergen, die vom Flughafen bis in die Innenstadt führt. Auf dem Gelände in Fantoft befindet sich auch ein Fitnessstudio und ein Supermarkt (MENY). MENY ist einer der teureren Supermärkte. Entlang der Bahnlinie in die Innenstadt finden sich auch weitere Einkaufmöglichkeiten, die etwas günstiger sind als MENY (Kiwi & Rema1000). Somit lassen dich die Einkäufe entspannt auf dem Rückweg von der Uni erledigen.Wenn man in Fantoft wohnt, sollte man sich auf jeden Fall ein Skyss Monats- oder Semesterticket kaufen. Dieses kostet ca. 50 Euro im Monat bzw. 250 Euro für das Semester. Damit kann man mit der Bybanen (Straßenbahn) und den Bussen in und um Bergen fahren.
In Norwegen wird so gut wie kein Bargeld mehr verwendet. Für sämtliche Einkäufe verwenden die Norweger ihre Bankkarten. Es gibt nur wenige Orte an denen Bargeld zur Bezahlung benötigt wird. Das einzige Mal in Norwegen bei dem ich mit Bargeld gezahlt habe, war auf einer Wanderhütte ohne Strom und fließend Wasser. Daher empfehle ich euch auf jeden Fall vor dem Auslandssemester eine Kreditkarte anzuschaffen.
Um das Thema Lebenshaltungskosten kommt man bei der Planung des Auslandssemesters nicht herum. Man muss sich bewusst sein, dass die Lebenshaltungskosten in Norwegen, im Vergleich zu Deutschland, deutlich höher sind. In den ersten Wochen ist man etwas schockiert über die Preise. Man gewöhnt sich aber sehr schnell daran. Es kann durchaus passieren, dass die gleichen Produkte in Norwegen das doppelte oder sogar mehr kosten. Generell sind Produkte mit viel Zuckergehalt sehr teuer. Vor eurem Abflug solltet ihr also noch die ein oder andere Tafel Schokolade einpacken. Wenn man jedoch einige Dinge beachtet, kann man auch hier ein wenig Geld sparen. Nützliche Apps wie beispielsweise mattilbud oder TooGoodToGo habe ich unten verlinkt. Im Großen und Ganzen sollte man insgesamt (inkl. Miete etc.) mit monatlichen Kosten von ca. 1000 Euro rechnen. Wenn man reisen möchte, sollte man etwas mehr Geld einplanen. Jedoch gibt es für Studenten relative günstige Tarife bei der regionalen Airline Wideroe und bei der Bahngesellschaft NSB. Auch bei Museen und anderen Veranstaltungen spart man als Student bis zu 50 Prozent des Eintrittspreises.
Neben einem reichhaltigen kulturellen Angebot findet ihr an der Uni Bergen auch ein großes Sportangebot. Insbesondere Outdoor-Sportarten sind sehr breit vertreten. Das Uni Sportangebot findet ihr auf der Internetseite von BSI. Auch das Studentenwerk (Sammen) bietet Studenten unterschiedliche Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen. Eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio kostet pro Semester ungefähr 230 Euro. Damit erhält man Zugang zu den Studios in der Stadt und auch der Schwimmhalle im Student Centre. Ein Fitnessstudio und eine Kletterhalle befinden sich auch in Fantoft direkt neben den Wohnheimen. In den Fitnessstudios werden auch unterschiedliche Kurse angeboten.

Studienfach: Economics Master of Science

Aufenthaltsdauer: 08/2018-12/2018

Gastuniversität: Universitetet i Bergen

Gastland: Norwegen


Sonstige Tipps

-    Start des Semesters:
 Unterschiedliche Semesterzeiten. Das WS startet bereits im August/ Das SS startet Anfang Januar
-    Regenkleidung:
Bergen wird als die regenreichste Stadt Europas bezeichnet. Besorgt euch vor eurem Aufenthalt eine gute Regenjacke, wasserdichte Schuhe und vor allem einen wasserdichten Rucksack.
-    Wanderschuhe:
Um Bergen und Norwegen zu erkunden, braucht man auf jeden Fall festes, stabiles und wasserdichtes Schuhwerk.
-    Kreditkarte:

In Norwegen verläuft der Zahlungsverkehr größtenteils bargeldlos, daher ist es unerlässlich euch vor eurem Aufenthalt eine Kreditkarte anzuschaffen
-    Nutzt das gute Wetter!
Bergen ist für sein regenreiches Wetter bekannt. Es ist keine Seltenheit, dass es eine Woche am Stück regnet. Daher empfehle ich euch das gute bzw. trockene Wetter zu nutzen, um Bergen zu entdecken oder Wanderungen zu unternehmen.
-    Erkundet das Land!
Nutzt eure Zeit in Bergen, um das Land zu erkunden. Günstige Flüge könnt ihr bei der Fluggesellschaft Wideroe buchen. Als Student erhaltet ihr fast überall Vergünstigungen. Wenn ihr rechtzeitig plant und bucht könnt ihr das Land wirklich günstig erkunden.
-    Einkaufen – Lagunen Storesenter
Für größere Einkäufe oder spezielle Wünsche ist das Lagunen Storesenter der richtige Ort. Das große Einkaufszentrum liegt zwischen Fantoft und dem Flughafen und ist direkt mit der Bybanen zu erreichen. Hier findet ihr alles vom Baumarkt bis zum Sportshop.

Falls ihr nach eurer Ankunft noch etwas für eurer Zimmer im Wohnheim benötigt, empfehle ich euch den Garage Sale der Tenants Union in Fantoft aufzusuchen. Die Tenants Union sammelt gegen Ende des Semesters die Sachen der abreisenden Studenten ein und verkauft sie an die nachfolgenden Studenten. Hier findet ihr alles vom Topf bis zur Schreibtischlampe zu einem studentenfreundlichen Preis. Am Anfang des Semesters solltet ihr euch aber auf einen großen Andrang einstellen. Alternativ könnt ihr auch auf der Internetseite finn.no (Äquivalent zu Ebay Kleinanzeigen) nach Angeboten umschauen.

Hier noch ein paar nützliche Apps:

- mitt uib: App der Uni, enthält u.a. euren persönlichen Kalender. Sehr hilfreich um Unterrichtsräume zu finden.
- mattilbud: Übersicht über die Wochenangebote der Supermärkte
- Aurora: Vorhersage für Polarlichter
- Student ID/Studentbevis: digitaler Studentenausweis
- Too good to go: Leckeres & günstiges Essen – weniger Verschwendung
- UT.no  Tourguide App des Norwegischen Wandervereins
- YR präzise Wettervorhersage – insbesondere wichtig, wenn man wandern geht
- Skyss Reise & Skyss Ticket: Apps für den Nahverkehr in Bergen

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