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Persönlicher Erasmus+ Erfahrungsbericht - University of Malta


Studienfach: Wirtschaftsinformatik

Aufenthaltsdauer: 09/2016 - 01/2017

Gastuniversität: University of Malta

Gastland: Malta

Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Die Vorbereitungen für den Auslandsaufenthalt liefen weitgehend unkompliziert ab. Als Student bekommt man Informationen zum Erasmus-Programm von verschiedenen Stellen. Zum einen erhält man einige Eindrücke von Kommilitonen, zum anderen gibt es die offiziellen Anlaufstellen, wie z.B. Info-Veranstaltungen oder die entsprechenden Erasmus-Koordinatoren, die in meinem Fall einfach zu erreichen und sehr aufschlussreich war. Auch online sind nahezu alle notwendigen Informationen angegeben. Die Kontaktaufnahme mit der Gasthochschule erfolgte dann über meine Koordinatorin, die den Email-Kontakt begann. Im späteren Verlauf ging es mehr darum, konkret Informationen über die Studienfächer und Module zu erfragen. Alle notwendigen Email-Adressen waren dazu online zu finden. Bewerbungsunterlagen und Anträge sind fast komplett gestellt von Erasmus. Vereinzelt benötigte die Gasthochschule spezifische Daten, wofür ich spezielle Anträge bekam.

Studium an der Gasthochschule

Das Semester begann mit einer ausführlichen Informationsveranstaltung für internationale Studenten. Hier wurden die Rahmenbedingungen, Deadlines der einzelnen Fakultäten vorgestellt. Außerdem haben sich sämtliche Studenten-Organisationen vorgestellt, die eventuell für uns Studenten von Interesse sein könnten, z.B. Uni-Sport, Möglichkeiten für ehrenamtliche Tätigkeiten und die Möglichkeit für weiterführende Kurse oder Sprachkurse außerhalb des eigenen Studienplans. Das Studienklima war recht familiär, auch weil der Campus verhältnismäßig klein ist. Das macht es gut möglich, zusammen Essens- oder Kaffeepausen zu machen. Die Lehrveranstaltungen dauern in der Regel zwei Zeitstunden ohne das akademische Viertel. Die allgemeine maltesische Pünktlichkeit macht es aber möglich auch bei zwei aufeinanderfolgenden Veranstaltungen „pünktlich“ zu sein. Die Organisation des Studium ist anders als in Deutschland, für sämtliche Formulare, Anträge oder Fragen gibt es prinzipiell eher eine Holschuld für die Studenten. Wenn man das weiß, kommt man aber gut zurecht. Ich persönlich habe die maltesischen Studenten und Uni-Mitarbeiter als sehr hilfsbereit und offen kennengelernt. Man muss sich aber generell selbst um Kontakt bemühen. Das ist nicht anders als in Deutschland. Die technische Ausstattung ist durchaus in Ordnung. Es gibt einen IT-Service mit ausreichend Computer-Arbeitsplätzen, Kopierern und Scannern für die Studenten. Auch in der Bibliothek gibt es Arbeitsplätze, aber in den Hochzeiten des Semesters ist man da schon mal eine Weile auf der Suche nach einem Sitzplatz.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Als Erasmus-Student war ich prinzipiell mehr in Kontakt mit anderen internationalen Studenten, als mit maltesischen Studenten, genauso wie ich in Potsdam selten mit internationalen Studenten zu tun habe. Aber ich kam auch gut mit maltesischen Studenten in Kontakt, die mit mir den gleichen Kurs besucht haben. Da haben wir uns teilweise auch außerhalb des Studiums verabredet. Mit ausländischen Studenten hatte ich vor allem im Wohnheim zu tun, das so gut wie nur internationale Studenten beherbergt. Dadurch ist es leicht, Anschluss zu finden und viele Leute aus unterschiedlichen Regionen kennenzulernen.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Meine Englischkenntnisse waren schon vor dem Auslandsaufenthalt auf einem sehr guten Niveau, vor allem wenn es um das reine Verstehen geht. Verbessert habe ich mich in Bezug auf das selber sprechen, weil man dazu natürlich gezwungen wird. Außerdem habe ich gelernt, mit verschiedenen Dialekten umzugehen und ganz verschiedene Englisch-Versionen zu verstehen.

Wohn- und Lebenssituation

Ich habe in dem Wohnheim gewohnt, was von der Uni Malta für internationale Studenten beworben wird, das nannte sich University Residence. Die Residence hat einen Vorteil: Das soziale Leben. Man lernt schnell viele Leute kennen und hat JEDEN Tag eine Gruppe von Trink-Partnern um sich herum. Das macht vor allem den Einstieg einfacher. Abgesehen davon ist es überteuert und die Räumlichkeiten sind nicht sehr ansehnlich. Ein Zweibettzimmer ist maximal 10qm groß mit einem quietschenden Doppelstock-Bett. Küche und Kühlschränke sind vorhanden aber zu klein und vollkommen unausgestattet. Besteck, Teller, Pfannen, Wasserkocher, etc. müssen selbst gekauft oder geborgt werden. Für mein Zweibett-Zimmer habe ich mehr gezahlt als für mein WG-Zimmer im zentralen Berlin. Lebensmittelkosten sind ungefähr 120% von dem, was man in Deutschland zahlt. Die öffentlichen Busse sind recht günstig, wenn man sich eine Busskarte besorgt. Der Verkehr an sich ist jedoch katastrophal, Fahrpläne sollte man nicht lesen, um sich eigenen Ärger zu sparen, einfach warten und hoffen. Man verbringt aber definitiv viel Zeit im Bus und an Bushaltestellen, denn der Malteser liebt sein Auto. Und jeder hat eins. Und jeder will es fahren und nicht gefahren werden. Malta ist inklusive der Nachbarinseln Gozo und Comino unfassbar schön. Das Land ist sehr felsig und hat nur wenige schöne Sandstrände, dafür aber umso schönere Felsen und Klippen. Auch manche Städte sind sehr schön, vor allem Valletta, die Hauptstadt. Sobald man etwas weiter in den Süden kommt, ist auch der Verkehr nicht mehr ganz so schlimm und man findet etwas Natur. Sachen, die man auf Malta gesehen und die nicht in jedem Reiseführer stehen sind meiner Meinung nach: Vittoriosa (Stadt), Marsaskala (Stadt), Café Berry in Sliema, Submarine Sandwiches in Valletta.

Studienfach: Wirtschaftsinformatik

Aufenthaltsdauer: 09/2016 - 01/2017

Gastuniversität: University of Malta

Gastland: Malta


Rückblick

Im Nachhinein würde ich empfehlen, den ersten Monat in der Residence zu wohnen und Leute kennenzulernen. Danach findet man, gerne sogar günstiger eine Privatwohnung zur Untermiete. Die Residence kann man auch immer wieder besuchen, wenn man an den Erasmus-Partys und so weiter teilnehmen möchte. Ansonsten hat Malta viel zu bieten, und man sollte vor allem die Nachbarinseln besuchen.

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