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Erasmus+ Erfahrungsbericht

Im August ging es mit dem Auto in Richtung eines neuen Abenteuers: nach Rom. Dort sollte ich mein Erasmus-Semester im Wintersemester 2017/2018 absolvieren. Geplant war es im Laufe des Semesters meine Masterarbeit im Studiengang Geophysik anzufertigen. Dafür hatte ich im Vorfeld schon einige Forscher*innen im Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) angeschrieben und um möglichen Themen gebeten.


Studienfach: Geophysik

Aufenthaltsdauer: 08/2017 - 02/2018

Gastuniversität: Università die Roma La Sapienza

Gastland: Italien

Studium an der Gastuniversität

Im September fanden unter anderem mein Intensiv-Sprachkurs und die Einführungswoche der Sapienza statt. In dieser Zeit wurden die ersten Freundschaften geschlossen, welche auch bis zum letzten Tag meines Aufenthalts in Rom und darüber hinaus bestehen.
Im Oktober ging es dann ernsthaft an das Thema Masterarbeit. Nachdem ich Mitte Oktober einen freien Arbeitstisch zugewiesen bekommen habe, fuhr ich jeden Tag ins INGV um dort an meiner Masterarbeit zu arbeiten. Dieser Tätigkeit ging ich bis Ende Februar täglich nach.
Für die Erasmus-Studierenden ist eine ESN Gruppe empfehlenswert. Es ist eine gute Möglichkeit andere Erasmus-Studierende aus der ganzen Welt kennen zu lernen und Freundschaften zu schließen. Das Team um ESN Roma ASE, welches für die Sapienza hauptverantwortlich ist, hat eine gute Arbeit geleistet und viele Dinge organisiert. Von der wöchentlichen Tandem-Night zu Beginn des Semesters, der Cocktail Night am Dienstag über die Party am Freitag bis zu Fahrten über das ganze Wochenende. So konnte ich preisgünstig Neapel, Florenz und Venedig besuchen und hatte schöne Wochenenden mit vielen Erinnerungen. Weiterhin gibt es kleine Organisationen die dir Rom und die Umgebung zeigen, auch für die Studierenden mit wenig Geld. Ich habe jede sich mir bietende Chance genutzt.

Kontakt zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Ich  bin 2mal die Woche am Abend in eine Crossfit-Box in meiner Nähe gegangen und habe einmal in der Woche an einem West-Coast-Swing Tanzkurs teilgenommen. Beides hat mir sehr geholfen, Italienerinnen jedes Alters kennen zu lernen, Italienisch zu sprechen aber vor allem zu verstehen. Dies hat mir für den Umgang mit der Italienischen Sprache sehr geholfen, da meine Masterarbeit und der Umgang mit anderen Erasmus-Studierenden meist auf Englisch lief. Weitere Abende habe ich dann mit meinen Freunden bei einem typischen Aperitivo oder einem Essen in einer Pizzaria genossen.

Wohn- und Lebenssituation

Das Leben in Rom ist, wie in jeder großen Stadt, erstmal chaotisch, stressig und immer wieder für Überraschungen gut. Allerdings hat es seinen ganz persönlichen Reiz und Charme. Für Studenten aus Berlin oder anderen deutschen Großstädten gibt es einen wesentlichen Unterschied. Es gibt keinen offiziellen Plan für die öffentlichen Verkehrsmöglichkeiten. Man weiß, die Metro kommt ungefähr aller 2-6 Minuten. Und das durchgängig von 5.30 Uhr bis 23.30 Uhr. (Am Freitag und Samstag sogar bis 1.30 Uhr). Bei den Bussen und Straßenbahnen sieht es ganz anders aus. Wie also bewegt man sich in Rom? Ich persönlich war viel mit der Metro unterwegs, wenn man aber den Bus oder die Straßenbahn nehmen muss, hilft nur eins: An die Haltestelle stellen und warten. Die Straßenbahnen kommen auch sehr regelmäßig, bei den Bussen dagegen muss man sich in der Geduld üben. Alles zwischen 10 und 60 Minuten ist da möglich. Aber dann plant man einfach eine Stunde mehr in der Anfahrt ein.

Kulinarisch hat die Stadt jedoch einiges zu bieten. Wenn man die richtigen Ecken in der Stadt findet kann man günstig Pizza und Pasta oder ein Eis essen. Gerade das Gelato ist in Rom keine Seltenheit. An jeder Straßenecke und auch dazwischen lässt sich mindestens eine Gelateria finden. Und alle Gelaterien, die “Artiginale” im Namen habe, also hausgemacht oder nach altem Rezept gemacht sind, sind auch lecker. An mir selbst habe ich erprobt, das einmal die Woche Eis keinen Einfluss auf den Körper hat. Also ran an die Waffel! Aber auch die Pizza und die Pasta sind sehr lecker. Nur wenn man auf der Suche nach einem kleinen Snack für Zwischendurch oder einem Döner ist, kann man hinsichtlich Preis und/oder Leistung enttäuscht werden.

Rom bietet zu jeder Tages- und Nachtzeit, sowie bei jeden Wetterverhältnissen gute Möglichkeiten besichtigt zu werden. Entweder geht man in eines der vielen Museen, die die Stadt zu bieten hat, oder man läuft einfach nur in kleine Nebenstraßen. Überall lassen sich Überreste aus der antiken Zeit der Römer finden. Ende Februar hatte ich sogar das Glück, Rom bei Schnee zu erleben. Ein Ereignis das das letzte Mal so 2012 passierte, aber längst nicht so viel.

Studienfach: Geophysik

Aufenthaltsdauer: 08/2017 - 02/2018

Gastuniversität: Università die Roma La Sapienza

Gastland: Italien


Rückblick

Alles in allem ist Rom eine wunderschöne Stadt, zum Studieren und zum Leben. Nach einer Weile weiß man, wie man Touristen am Besten aus dem Weg geht und wo man am Besten entspannen und Essen kann. Auch die entspannte Lebensweise der Römer, wenn der Bus zum Beispiel nicht kommt, ist beruhigend aber auch sehr bemerkenswert. Eine Welle auf der es sich leicht lernen lässt mitzuschwimmen.

Italien

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