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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Relativ kurzentschlossen habe ich über die Restplatzbörse der Uni Potsdam einen Platz für ein Auslandssemester in Dublin bekommen. Da die eigentlichen Bewerbungsfristen alle schon abgelaufen waren und man sich auch an der Gastuni bewerben musste, war nicht mehr so viel Zeit. Es musste alles zügig organisiert werden. Man sollte sich bspw. damit beschäftigen, ob man ein Urlaubssemester beantragen und ggf. auch auf das Semesterticket verzichten möchte, oder z.B. ob man Anspruch auf Auslands-Bafög hat (der Erasmus-Zuschuss reicht zum Leben in Dublin nicht aus!). Für das University College musste außerdem ein Transcript of Records eingereicht werden.
Ebenso wichtig sind natürlich eine Auslandskrankenversicherung und eine funktionierende Kreditkarte. Wenn man keine Kreditkarte besitzt, mit der man weltweit kostenlos Bargeld abheben kann, lohnt es sich ggf. bei der AIB ein Konto zu eröffnen. Geldautomaten gibt es quasi überall (auch auf dem Campus) und es kann in so gut wie allen Bars, Clubs etc. mit Karte bezahlt werden. Was das angeht, ist Irland sehr fortschrittlich.
Im Anschluss habe ich mich mit der Kurswahl beschäftigt. Online kann man einsehen, welche Kurse in welchem Semester vom University College angeboten werden. Diese Kurse sollten natürlich zu den entsprechenden Modulen an der Uni Potsdam passen. Gerade im Bereich der Wirtschaftswissenschaften sollte man etwas Zeit einplanen, um die Kurse mit den Modulverantwortlichen abzusprechen, bevor die Beauftragten für die Studienorganisation die Leistungsanerkennung unterzeichnen können.
Die MitarbeiterInnen des International Office vom UCD sind sehr hilfsbereit und unterstützen die internationalen Studierenden bereits im Voraus mit der Organisation des Studiums. Man kann anrufen oder auch per E-Mail Fragen stellen. Eine Antwort habe ich in der Regel innerhalb eines Tages erhalten.


Studienfach: Politik und Wirtschaft

Aufenthaltsdauer: 09/18-12/18

Gastuniversität: University College Dublin

Gastland: Irland

Studium an der Gastuniversität

 An der Uni angekommen, kann man direkt an Campus-Touren teilnehmen, um das riesige Unigelände (inkl. Fitnessstudio, Schwimmbad, Apotheke, Shops, Cafés...) kennenzulernen. Es gibt einige Informationsveranstaltungen und überall nette Studierende, die einem bei Schwierigkeiten gern weiterhelfen. Man wird dort als Erasmus-Student wirklich gut betreut und muss sich keine Sorgen machen, verloren zu gehen. Auch die Dozenten sind sehr freundlich, antworten auf E-Mails und unterstützen die Studierenden, soweit sie können.

Insgesamt sind die Anforderungen etwas niedriger, als an der Uni Potsdam und die Leistungsbewertung ist eher studentenfreundlich. Dafür müssen während des Semesters in fast allen Kursen Essays eingereicht oder Tests geschrieben werden. Die Noten für diese gehen dann in die Gesamtbewertung ein. Man wird also zur Mitarbeit angeregt und der Stress in der eigentlichen Klausurenphase ist nicht ganz so hoch.
Zum Lernen konnte man in die Bibliothek(en) auf dem Campus gehen. In der Klausurenphase haben diese dann auch verlängerte Öffnungszeiten. Man kann sich dort außerdem Laptops ausleihen und drucken/scannen. Auf dem Campus kann so gut wie alles mit dem Studentenausweis bezahlt werden. Aufladestationen dafür gibt es ebenfalls in der Bibliothek und im International Office.

Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden

 Zu einheimischen Studenten hatte man vor allem Kontakt, wenn man einer der vielen Societies beigetreten ist. In der sogenannten Fresher’s week stellen sich diese vor und man kann für jeweils 2 Euro einer Society beitreten. Zum Großteil sind das Sportgruppen aber auch Debattierclubs und einiges mehr. Viele von ihnen organisieren auch preisgünstig Ausflüge für Studenten in andere Städte. Es lohnt sich also durchaus, einer Society beizutreten.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich persönlich hauptsächlich Kontakt zu anderen Erasmus- bzw. internationalen Studenten hatte. Das lag hauptsächlich daran, dass viele Veranstaltungen für Studenten von außerhalb organisiert werden.

Englisch in Irland

 Irland lohnt sich besonders für Studierende, die ihr Englisch aufbessern möchten oder einfach mal einen neuen Akzent (zugegebenermaßen war der irische Akzent anfangs gewöhnungsbedürftig) kennenlernen wollen. Für diejenigen, deren Englisch schon sehr gut ist, gibt es auch Irisch-Kurse, in denen Gälisch unterrichtet wird.

Wohn- und Lebenssituation

Eher schwierig gestaltete sich die Suche nach einer Unterkunft. Es gibt zwar mehrere Studentenwohnheime auf dem Campus. Die Plätze für diese werden allerdings verlost und ich habe leider keinen erhalten. In Anbetracht dessen, dass ein Zimmer (i.d.R. ein kleines Bett, geteilte Küche und zum Teil auch geteiltes Bad) für ein Semester ca. 1000 Euro pro Monat kostet, war ich letztendlich aber froh, mir etwas anderes gesucht zu haben. Auf der Website daft.ie findet man Wohnungen und Zimmer, ich habe schließlich ein Zimmer auf homestay.com gefunden. Für ein kleines Zimmer mit ebenfalls geteilter Küche und Bad habe ich trotzdem noch über 700 Euro im Monat ausgegeben. Man sollte sich darauf einstellen, dass die Lebenshaltungskosten in Dublin deutlich höher sind, als in Deutschland. Dafür hatte ich vier sehr nette Mitbewohner, die alle aus verschiedenen Ländern kamen. Wenn man allerdings lieber von Studierenden umgeben ist und die Nähe zum Campus bevorzugt, ist ein Zimmer im Wohnheim deutlich praktischer. Ich hatte Glück und habe in Dundrum gewohnt, einer sehr ruhigen, dafür aber sicheren, Gegend, die nicht weit weg von der Uni gelegen ist. Ich habe mir dann online ein gebrauchtes Fahrrad gekauft und brauchte ca. 10 Minuten zur Uni. Dundrum ist durch die Luas (Straßenbahn) sehr gut angebunden und auch das Zentrum ist in etwa 20 Minuten zu erreichen.
Da der öffentliche Nahverkehr ansonsten nicht sehr verlässlich ist und es in Dublin auf den Straßen eher chaotisch zugeht, empfehle ich jedem, nicht allzu weit weg vom Campus zu wohnen. Es gibt auch kein Semesterticket, sodass die Nutzung der Busse und Bahnen eine teure Angelegenheit ist. Dafür kann man sich als Student aber eine sogenannte Leap Card kaufen, mit der man vergünstigt fahren kann. Diese muss allerdings regelmäßig aufgeladen werden. Sobald man fünf Euro pro Tag oder 20 Euro pro Woche verbraucht hat, sind die weiteren Fahrten kostenlos.

Studienfach: Politik und Wirtschaft

Aufenthaltsdauer: 09/18-12/18

Gastuniversität: University College Dublin

Gastland: Irland


Rückblick

Für mich hat sich die Auslandserfahrung in Dublin trotz der hohen Kosten in jedem Fall gelohnt. Irland hat jede Menge zu bieten an Landschaft und Kultur und die Menschen sind unglaublich freundlich. Ich kann es jedem empfehlen.

 

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