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Vorbereitung des Auslandaufenthalts

Nach der Zusage zum Erasmus+ Platz in Cork war ich sehr aufgeregt, denn eine unbekannte und spannende Zeit stand bevor.  Da ich mich auf den Auslandsaufenthalt freute, hatte ich die Befürchtung irgendwelche Abgabefristen für Unterlagen oder ähnliches zu versäumen. Rückblickend betrachtet war die Sorge unnötig, weil das International Office in Potsdam und Cork sehr präzise Anweisungen für die nächsten Schritte geben. So konnte nach der Zusage des Erasmus-Koordinators und der Annahme des Studenten eigentlich nichts mehr schief gehen. Alle wichtigen Informationen werden auf Veranstaltungen und per Mail an die Studierenden herangetragen. Auch das Einschreiben an der Gastuniversität lief problemlos ab.  Des Weiteren bekam ich von dem International Office in Cork einen Brief mit allen nötigen Informationen und Daten, um den Austausch erfolgreich zu starten.



Studienfach: Geowissenschaften

Aufenthaltsdauer: 09/2017 - 05/2018

Gastuniversität: University College Cork

Gastland: Irland

Studium an der Gastuniversität

Das Mastersystem der Universität Cork ist etwas anders als das an der Universität Potsdam. Zum Einen dauert der Master dort ein Jahr, wobei zwei Semester lang Kurse belegt werden und danach ein Praktikum mit anschließender Masterarbeit absolviert wird. Für die beiden Semester sind die Kurse festgesetzt, sodass kaum Freiraum für Wahlmöglichkeiten besteht. Da ich als Gaststudent nicht den kompletten Master gemacht habe, konnte ich Kurse, die mich weniger interessierten durch andere Kurse austauschen. Eine weitere Umstellung für mich war der wöchentlich variierende Veranstaltungsplan. (Ein Kurs kann gegebenenfalls unterschiedliche Vorlesungs- und Übungszeiten in verschiedenen Semsterwochen haben). Zwar wird dieser Plan am Anfang des Semesters ausgearbeitet, also in welcher Woche wann welche Vorlesung stattfindet, allerdings können sich die Zeiten bis kurz vor der Veranstaltung ändern. Daraus folgt, dass am Ende jeder Woche der Vorlesungsplan für die nächste Woche kontrolliert werden muss. Dieser Umstand führte dazu, dass ich vor allem im ersten Semester die eine oder andere Veranstaltung verpasst habe. Insgesamt war der Arbeitsaufwand ähnlich zum Arbeitsaufwand der Universität Potsdam. Hin und wieder mussten Vorträge gehalten, Berichte geschrieben oder andere Hausaufgaben erledigt werden. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Anforderungen an die Studierenden geringer ist. Vermutlich hängt es mit dem dortigen Notensystem zusammen. Insgesamt war das Studienklima sehr familiär. Die Dozenten kennen die Studierenden mit Vornamen und es ist normal sich gegenseitig zu duzen. In diese Geo-Familie wurde ich direkt aufgenommen, sodass die Betreuung und Einführung in das Institut in einer sehr entspannten Atmosphäre ablief.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Wie oben schon angedeutet, haben die einheimischen Studenten mich herzlich aufgenommen und sowohl in die Universität, als auch in die dortigen Pubs eingeführt. Neben  dem ein oder anderen Stout (Bier) im Pub verbrachten wir einige Stunden zusammen auf Exkursionen.
Mit dem Eintritt in sogenannte „Societies“ können Studierende gemeinsame Hobbys zusammen ausleben. Die UCC bietet ein breites Angebot an verschiedenen Clubs, sodass für jeden etwas dabei ist. Ich habe mich für den Mountaineering Club entschieden, welcher jeden Sonntag Wanderungen organisiert. Zu dem wird zweimal die Woche ein gemeinsames Klettertraining angeboten. Man muss sich auch nicht auf einen Club reduzieren, sondern kann sich in so viele einschreiben, wie man möchte. Auch die Teilnahme an deren Veranstaltungen sind nicht Pflicht. Das Einschreiben dient vor allem dazu, Interessierte über Aktuelles zu informieren.
Des Weiteren bietet die UCC ein breites Sportangebot, welches zur einheimischen Kontaktaufnahme beitragen kann. Mein Kontakt zu ausländischen Studierenden bezog sich hauptsächlich auf meine Mitbewohner und Nachbarn, aber dazu mehr unter Wohn- und Lebenssituation.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Vor dem Auslandsaufenthalt beschränkten sich meine Englischkenntnisse vor allem auf Hör- und Leseverständnis. Leider hatte ich kaum Erfahrung mit dem Sprechen. Also habe ich mich mit dem Austausch in eine Umgebung gebracht in der ich Englisch sprechen muss, um dieses Defizit auszugleichen. Dieser „zwanghafte“ Sprachwechsel für etwa neun Monate hatte zur Folge, dass ich Selbstvertrauen gewonnen habe Englisch zu sprechen und die mir fehlende Spracherfahrung nachholen konnte.

Wohn-  und Lebenssituation

Ich habe die Unterkunft angenommen, die mir von der Gastuniversität vorgeschlagen wurde. Da sich schon bei der privaten Wohnungssuche herauskristallisierte, dass die Wohnungssituation relativ schwierig ist. Zum Beispiel ist es üblich, dass Familien, die ein Zimmer frei haben dieses an Studierende vermieten. Und man quasi als Familienmitglied mit in der Familie lebt. Ich kann mir vorstellen, dass es spannend sein kann, um zum Beispiel die Kultur besser kennen zu lernen. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass es zu Problemen führen kann. Zum Beispiel durch verschiedene Tagesabläufe etc.

Auch die Mietpreise sind verglichen mit Potsdam höher, zumindest wenn die Studentenwohnheime verglichen werden. Mit privaten Wohnungen habe ich keine Erfahrung gesammelt. Neben den höheren Mieten stechen die Getränkepreise in Pubs heraus, welche im Vergleich zu Potsdam höher liegen. Dagegen sind die Lebenshaltungskosten ähnlich wie in Deutschland, eventuell liegen sie etwas höher. Insgesamt sind die Lebenshaltungskosten in Irland zwar teurer als in Deutschland, aber verglichen mit Ländern wie zum Beispiel Norwegen human.

Zu den öffentlichen Verkehrsmitteln sei gesagt, dass es Busse gibt, allerdings ist kein Studententicket vorhanden, sodass jede Fahrt bezahlt werden muss. Da Cork relativ klein ist, empfiehlt es sich ein Fahrrad zu besorgen. Ansonsten kann auch viel zu Fuß erreicht werden. Außerdem ist es empfehlenswert einen Bankaccount zu eröffnen, falls gebühren für Bargeldentnahme anfallen. Dazu gibt es Filialen auf dem Hauptcampus.

Nun zu meiner allgemeinen Wohnsituation. Mein Zimmer lag in dem Studentenwohnheim „Brookfieldvillage“ in der Nähe des Hauptcampus. Dieses Zimmer war klein mit geschätzten 2x3 Metern Grundfläche, dafür aber möbliert (Bett, Schrank, Schreibtisch, Stuhl, Waschbecken und Spiegel). Es lebten acht Studenten in der zweistöckigen Wohnung. Diese hatte zwei kleine Bäder und eine große Wohnküche. Die Küche war auch voll ausgestattet und hatte zusätzlich einen Fernseher und zwei Sofas, sodass der Raum als Wohnzimmer diente. Meine Mitbewohner waren alles Erasmus Studenten aus verschieden Ländern (Italien, Frankreich, England, Amerika). Diese Vielfalt wurde durch Nachbarn erweitert. Da wir uns innerhalb der Wg und mit den Nachbarn sofort gut verstanden haben, haben wir regelmäßig zusammen Filme geguckt, miteinander bzw. füreinander gekocht, gemeinsam Städtereisen unternommen und so weiter. So konnten alle die unterschiedlichen Kulturen und Bräuche kennenlernen.

Ein weiteres Angebot ist die universitäre Sporthalle (Mardyke Arena), die alle UCC Studenten kostenlos benutzen können. Die Sporthalle bietet ein breite Ausstattung an Gerätschaften und Sportkursen.

Insgesamt spielte sich mein Leben neben der Universität hauptsächlich zwischen Wg-Veranstalltungen und der Kletterhalle ab.

Studienfach: Geowissenschaften

Aufenthaltsdauer: 09/2017 - 05/2018

Gastuniversität: University College Cork

Gastland: Irland


Rückblick

Rückblickend möchte ich diese Zeit nicht missen und ich bin froh, dass sich so starke Freundschaften bilden konnten. Insgesamt haben wir vor allem gelacht und Spaß gehabt.
Ich würde jedem empfehlen so einen Austausch zu machen, um zum einen sprachliche Barrieren zu überwinden, und zum anderen um neue Freundschaften zu schließen und andere Kulturen kennenzulernen. Dabei ist letzteres der Hauptgrund.

Irland

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