uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Vor dem Antritt meines Auslandssemesters wusste ich nicht viel über das Erasmus-Programm außer, dass ich während meines Bachelorstudiums unbedingt daran teilnehmen wollte. Um mich zu informieren nutzte ich die Aushänge vor dem Büro meiner Studienkoordinatorin, Informations-Veranstaltungen des International Office sowie deren Internetseite. Nachdem ich mich über die verschiedenen Möglichkeiten aufgeklärt hatte, fiel meine Wahl schnell auf Montpellier als Stadt, da das Studienangebot und die Atmosphäre der Stadt ein vielversprechendes Semester vermuten ließen. Nach der Zusage durch die Gastuniversität und das International Office der Universität Potsdam erfolgte alsbald die Kontaktaufnahme durch die Gasthochschule und die Information welche Unterlagen noch einzureichen sein würden. Insgesamt verlief die Kommunikation zwischen mir und der Gasthochschule stets reibungslos, sodass ich frohen Mutes mein Semester im Ausland antreten konnte.


Studienfach: Geschichte, Politik und Gesellschaft

Aufenthaltsdauer: 01/2019-06/2019

Gastuniversität: Université Paul Valéry Montpellier III

Gastland: Frankreich

Studium an der Gastuniversität

Das Studium an der Université Paul Valery in Montpellier ist in vielen Aspekten anders aufgebaut, als das Studium an einer deutschen Universität. Durch die weitgehende Standardisierung des französischen Bildungssystems trifft dies mutmaßlich auf das ganze Land zu. So sind die Veranstaltungen oft länger (3 Stunden) und frontal. Aus einer didaktischen Sicht mag es für deutsche StudentenIn befremdlich erscheinen, wenn ein Dozent oder eine Dozentin den Stoff der Vorlesung oder Übung diktiert und alle Kommilitonen es exakt Wort für Wort auf ihr Blatt oder ihren Computer übertragen. Gruppenarbeiten oder Dialoge zwischen Kommilitonen und wahlweise Lehrperson sind zumindest als Arbeitsformen die Ausnahme. In meiner persönlichen Erfahrung habe ich das französische System als eines wahrgenommen, das viel mehr auf das Auswendiglernen als das Verstehen fixiert ist, als das deutsche. Inwieweit diese Erfahrung studiengangsabhängig ist, vermag ich nicht zu sagen. Die Atmosphäre an der Universität war sehr angenehm, der Kontakt zu ausländischen Studierenden ergibt sich erfahrungsgemäß sehr schnell, mit Studierenden aus Montpellier verhielt es sich etwas anders. Sie waren stets höflich, aber immer distanziert, was aber natürlich auch auf die Persönlichkeit des Austauschstudenten ankommt. Allgemein habe ich mich aber immer sehr wohl gefühlt und auch bei den Extra-Curricularen Aktivitäten wie z.B. Unisport wurde ich schnell in die Gemeinschaft integriert. Bei Fragen zur Studienorganisation stand mir das International Office immer zur Seite, auch als ich eine Klausur aus Potsdam im Ausland schreibe wollte, stellte das kein Problem dar. Vor dem Schreiben der Prüfungen allerdings lohnt es sich nochmal nachzulesen was genau von einem erwartet wird. So sieht der Aufbau einer Dissertation in Frankreich komplett anders aus, als in Deutschland. Oft handelt es sich um Formate, die die ortsansässigen Studierenden schon aus Schule etc. kennen und die Form verinnerlicht haben. Der Inhalt ist dann auch nur relevant solange die Form einer Klausur stimmt, was vor allem auf geisteswissenschaftliche Studiengange zutrifft. Sich vorher mit der Form auseinanderzusetzen ist also elementar.

Wohn- und Lebenssituation

Aber natürlich gibt es neben dem Studieren natürlich auch noch das Leben drumherum, das Wohnen, das Leben in der Gaststadt. Meine Unterkunft habe ich mir erst vor Ort gesucht, da ich es aus der Entfernung schwierig fand. Plätze im Studentenwohnheim waren leider nicht mehr vorhanden und die WG Kultur ist in Frankreich weniger stark ausgeprägt, als es in Deutschland der Fall ist. Vor Ort hat es aber dann nur eine Besichtigung gebraucht, sodass ich schnell einen finanzierbare und schöne Wohnung mein Eigen nennen konnte. Zumindest für ein halbes Jahr. Gefunden habe ich diese im Internet, dort war die entsprechende Broschüre der Gastuniversität sehr hilfreich. Durch die Stadt kommt man sehr gut mit einem gebrauchten Fahrrad, oder dem öffentlichen Verkehrssystem aus Tram und Bus. Das Ticket kostet allerdings 30€ monatlich, sodass sich ein günstiges Rad rentieren kann. Finden kann man die z.B. auf der französischen ebay Alternative Le bon coin. Die Lebenserhaltungskosten liegen geringfügig höher als die in Deutschland, die Miete kann man aber durch das staatliche Wohngeld CAF etwas entlasten.

Studienfach: Geschichte, Politik und Gesellschaft

Aufenthaltsdauer: 01/2019-06/2019

Gastuniversität: Université Paul Valéry Montpellier III

Gastland: Frankreich


Rückblick

Montpellier ist eine studentisch geprägte, mittelgroße Stadt im Süden Frankreichs. Das Klima ist äußert angenehm mit heißen Sommern und milden Wintern. Die sehr gut erhaltene mittelalterliche Innenstadt lädt mit ihren vielen Gassen, Restaurants und Cafés zum Verweilen und Entdecken ein. Das Flair dieser Perle in Frankreichs Süden ist unvergleichlich. Montpellier ist eine Stadt, die vor Lebensfreude nur so sprüht, sie mischt die mediterrane Lebensart mit französischer Eleganz. Insofern ist ein Auslandssemester dort aus meiner Sicht uneingeschränkt zu empfehlen.

Frankreich

zurück zur Länderseite

Studium im Ausland

Hier finden Sie alle Informationen zum Studium im Ausland.

Finanzierung & Stipendien

Wie Sie Ihr Auslandsstudium finanzieren können und welche Stipendien Sie erhalten können, erfahren Sie hier.