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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Die Bewerbung auf den Platz an der Åbo Akademie verlief recht einfach bei der Erasmuskoordinatorin der Patholinguisten. Nachdem ich den Platz hatte, hieß es erstmal warten, da die Nominierung an der Partneruniversität erst im Oktober stattfand. Das International Office der Partneruni meldete sich dann im Oktober bei mir. Ich bekam einen Zugang zum online Registrierungsportal und hatte dann 2 Wochen alle benötigten Unterlagen einzureichen.
Danach kam per Post eine Bestätigung der Registrierung an der Åbo Akademie. Dann kamen regelmäßig Emails von dem dortigen International Office, mit Informationen über möglichen Wohnraum und anderen Informationen bezüglich der Uni.
Ab November/Dezember war es dann auch möglich sich beim Studentenwohnheim auf einen Platz zu bewerben. Dies erfolgte reibungslos über die Website des Studendenwohnheims TYS. Im Dezember erfolgte die Zuteilung zu den Tutorengruppen. Im Regelfall kamen 5-7 Erasmusstudenten auf 2 Tutoren. So entstanden bereits vorher die ersten Kontakte. Alle weiteren nötigen Informationen zur Planung der Ankunft etc. lieferte das International Office per Mail. So war alles Nötige im Voraus klar und es konnte los gehen.
Da die Finnen keine großen Semesterferien zwischen dem WiSe und dem So/Se haben, geht es direkt nach den Silvesterfeierlichkeiten mit dem Studium weiter. Die Orientierungswoche begann bereits am 02.01.2019.
Allgemein ist die beste Anreise Möglichkeit per Flugzeug von Berlin-Tegel nach Helsinki. EasyJet bietet auf dieser Strecke relativ günstige Flüge an. Die Dauer des Fluges beträgt ca. 2 Stunden. Von Helsinki dann, benötigt man nochmal 2 Stunden mit dem Bus oder Zug nach Turku.


Studienfach: Patholinguistik

Aufenthaltsdauer: 01/2019-05/2019

Gastuniversität: Åbo Akademi

Gastland: Finnland

Studium an der Gastuniversität

Der Campus der Universität liegt zentral nahe der Kathedrale. Alle Gebäude sind gut zu Fuß voneinander zu erreichen. Auch die Gebäude der University of Turku befinden sich im selben Viertel. So ist es auch für die Studenten, welche Kurse an beiden Universitäten belegen, einfach von einem Ort zum anderen zu kommen.
Das Einschreiben in die Kurse wurde gemeinsam in der Orientierungswoche vorgenommen. Dafür war ein ganzer Tag eingeplant, welcher von Dozenten der verschiedenen Fakultäten begleitet wurde. Pro Kurs gibt es im Regelfall 5 ECTS. Eine Besonderheit an finnischen Universitäten sind die sogenannten Selbststudienkurse. Die Betreuung dieser Kurse erfolgt fast ausschließlich über Moodle. Dort stehen alle nötigen Informationen zur Literatur und den geforderten Essays und deren Deadlines. Solche Kurse sind im Kurskatalog recht häufig vertreten. Manch ein Student muss sich so fast nie in der Uni blicken lassen. Daneben gibt es natürlich auch noch von Dozenten unterrichtete Kurse. Diese sind in ihrer Teilnehmerzahl meist kleiner. Das Notensystem in Finnland umfasst eine Skala von 1-5. Die Note 5 steht für 95% erreicht und die Note 1 wird bei 60% vergeben.
Die Anforderungen der Kurse variieren sehr stark. So muss man für manche Kurse mehrere kleinere Essays schreiben, andere schließt man durch eine Klausur ab undmanchmal trifft auch beides zu. Das Studienklima an der Åbo Akademie ist sehr angenehm. Die Dozenten stehen im engen Kontakt zu den Studierenden und sind
immer gut per Mail erreichbar. Es wird sich jeweils mit Vornamen angesprochen, was ich persönlich als sehr angenehm empfand.
Die Akademie ist technisch gut ausgestattet. Drucker sowie Computer stehen in Computerpools sowie in den Bibliotheken bereit. Am Anfang des Semesters bekommt man 400 Credits zum Drucken gestellt. Diese reichen locker für das gesamte Semester aus. Zur Åbo Akademie gehören 4 Bibliotheken. Zusätzlich dazu, kann man auch die Bibliotheken der University of Turku benutzen.

Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden

Durch die Kurse kommt man teilweise in Kontakt mit einheimischen Studierenden. Hauptsächlich jedoch finden sich in den englischen Kursen Erasmusstudenten wieder. So hat man mehr Kontakt mit anderen Austauschstudenten als mit einheimischen. Es gibt die Möglichkeit am Friend Programm teilzunehmen. Dort meldet man sich online an und wird dann einer einheimischen Person zugeteilt. Im meinen Fall war dies eine sehr schöne Erfahrung. Ich habe mich so öfter mit einer gleichaltrigen finnischen Studentin getroffen, die mir dann die Stadt gezeigt hat. Der Kontakt zu den anderen Austauschstudenten war durch die Orientierungswoche,
diverse ESN-Veranstaltungen, gemeinsame Unikurse, sowie das gemeinsame Wohnen im Studentenwohnheim gegeben. Da die Åbo Akademie nicht sehr groß ist, kannte man recht schnell alle Gesichter aller Erasmusstudenten.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Ich habe vorbereitend einen Schwedischkurs A1 absolviert. In Finnland habe ich mich aber hauptsächlich auf Englisch verständigt. Dies klappt ohne Probleme, da fast alle Finnen sehr gut Englisch sprechen können. An der Uni habe ich noch einen Schwedischkurs und einen Finnischkurs belegt.

Wohn- und Lebenssituation

Die Wohnsituation für Erasmusstudenten in Turku ist ideal. Die Miete beträgt ca. 300-350 Euro. Ab November/ Dezember kann man sich bei TYS bewerben und bekommt innerhalb weniger Tage ein Angebot.

In Turku erreicht man alles mit dem Bus. Das Netzt ist gut ausgebaut und die Busse sind meist pünktlich. Die Lebensmittelpreise können stark variieren, je nachdem wo man einkauft. Lidl stellt die günstigste Option da, während K-Market mit am teuersten ist. Generell ist Alkohol sehr teuer sowie andere Luxusartikel. Essen kann man günstig in einer der vielen Mensen. Für 2,60 € bekommt man ein warmes Essen, ein Glas Wasser /Milch/Fruchtsirup, einen Salat und Brot mit Butter. Die Abo Akademie alleine betreibt 4 Mensen.  Die University of Turku selbst hat nochmal ca. 10 eigene Mensen.

Der Unisport in Turku gefiel mir besonders gut. Am Semesteranfang erwirbt man einen Sportpass. Damit bekommt man die Berechtigung, an diversen Sportkursen teilzunehmen. In der Woche gibt es ca. 100 angebotenen Sportkurse. Man reserviert Kurse in einem online Buchungssystem und kann so jede Woche sein
Sportprogramm variieren.

Studienfach: Patholinguistik

Aufenthaltsdauer: 01/2019-05/2019

Gastuniversität: Åbo Akademi

Gastland: Finnland


Rückblick

Für mich war die Zeit in Finnland sehr schön und ging dann leider doch sehr schnell vorbei. An den Winter mit bis zu -20° Grad muss man sich erstmal gewöhnen, aber das ging schneller als gedacht. Und ich habe mich noch nie so auf den Frühling gefreut. Da erwacht gefühlt die ganze Stadt und zeigt dann ein neues Gesicht. Ich habe in meinen fünf Monaten in Finnland sehr viel gelernt und viele schöne neue Erfahrungen gemacht. Für jedes Problem war schnell eine Lösung gefunden. Das International Office war so gut organisiert, dass sie alle auftretenden Schwierigkeiten aus dem Weg räumen konnten. Die Menschen an der Uni waren alle sehr herzlich
und man hat sich immer willkommen gefühlt. Ich hätte mir jedoch mehr Kontakt zu einheimischen Studenten gewünscht. Auch wenn alle Englisch sprechen können, ist da immer noch eine Sprachbarriere. Die finnischen Studenten haben viele Traditionen und viele Clubaktivitäten wie z.B Theaterclubs. Ohne Kenntnisse der finnischen Sprache bekommt man voll alledem leider nicht so viel mit. So hat man mehr mit anderen Austauschstudenten gemacht. Aber auch dies war eine sehr schöne Erfahrung. Der Austausch mit all diesen Leuten aus den verschiedensten Ländern, hat sehr viel Spaß gemacht.

 

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