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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Zur Vorbereitung des Erasmus Aufenthalts bin ich auf der Internetseite der Uni Potsdam alle möglichen Austauschuniversitäten durchgegangen. Die Seite hierzu ist sehr gut aufgebaut. Ich bin über Links direkt auf die staatlichen Seiten des Gastlandes sowie der Gastuniversität geleitet worden.
Der 'Schritt für Schritt Guide' zu einem erfolgreichen Erasmus+ Aufenthalt gab alle wichtigen Angaben für eine reibungslose Bewerbung.
Die Kontaktaufnahme zu der Universität Tartu lief über ein Online Portal ab. Estland ist im Bereich der Online Services sehr gut ausgebaut und demnach ging die Bewerbung ohne jegliche Probleme von statten. Ich musste keine Bewerbungsunterlagen postalisch einreichen, nur für die Uni Potsdam musste ich Unterlagen ausdrucken.


Studienfach: Politik, Verwaltung und Organisation

Aufenthaltsdauer: 02/2019-07/2019

Gastuniversität: University of Tartu

Gastland: Estland

Studium an der Gastuniversität

Das Studiensystem der Uni Tartu ist mit mehr Abgaben während des Semesters versehen. So musste ich in Seminaren Reflection Papers in dreiwöchigen Abständen oder wöchentliche Process Assesments einreichen. Dieses System hat mir sehr gut gefallen, da ich dadurch bei jeder Veranstaltung am Ball geblieben bin. Von meinen ursprünglich geplanten Veranstaltungen, die ich im Learning Agreement before mobility geplant hatte, habe ich drei Veranstaltungen tatsächlich durchgeführt. Zwei neue sind durch meine Orientierungsphase dazugekommen. Die Änderung der Veranstaltungen lief auch ohne Probleme durch ein Learning Agreement during mobility ab.
Ich habe eine Mischung aus Bachelor und Master Seminaren besucht, beide waren offen für internationale Studierende. Dies hat mir einen sehr guten Einblick in wirklich interessante Themenbereiche gegeben und ich konnte die Master Seminare ohne Probleme meistern. Die Bewertung an der Uni Tartu geht von A-F, was zu keinen großen Missverständnissen geführt hat. Durch das Wissen des nordamerikanischen Bewertungssystems waren diese Noten bereits geläufig.
Die Klassen in den Seminaren waren sehr übersichtlich, wodurch eine enge Beziehung zur lehrenden Person geschaffen werden konnte. Das Studienklima war inklusiv und passend fordernd.
Dadurch, dass die Seminare alle auf Englisch waren, war ich vor allem mit internationalen Studierenden zusammen, was auch sehr interessant war.
Die dortige Betreuung ist wunderbar. Wenn man etwas braucht, geht man zur zuständigen Mitarbeiterin des International Office. Sonst sind auch alle anderen sehr hilfsbereit und sprechen sehr gut English, wodurch keine Hindernisse vorkommen.
Die technische Ausstattung der Seminarräume ist sehr gut, alle Seminarräume waren mit einem Beamer ausgestattet. Die Bibliothek war gerade frisch renoviert und hatte großartige Lernbereiche und interaktive Lernräume, die online reserviert werden konnten.

Kontakt zu einheimischen und internationalen Studierenden

Wie es bei Erasmus+ Aufenthalten die Regel ist, hatte auch ich vor allem Kontakt zu internationalen Studierenden. Dies wurde untermauert durch das Leben im Studentenwohnheim, das vor allem auf internationale Studierende spezialisiert war. Esten hat man hin und wieder in Seminaren durch Gruppenarbeiten kennengelernt oder in Bars. Sonst sind Esten ein eher Small-Talk -scheues Volk, dass auf diesem Weg eher schwer erreichbar ist. Dies hat mich soweit jedoch nicht gestört, da ich durch meine internationalen Freunde schon genug beschäftigt war. Es war toll, dass nicht nur Europäer, sondern auch Amerikaner sowohl aus Süd- als auch Nordamerika bei uns gelebt haben und wir somit ein Netzwerk aus gefühlt der halben Welt entwickeln konnten.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Estnisch war von Anfang an nicht meine erste Sprache, die ich lernen/verbessern wollte. Somit habe ich mich voll und ganz auf meine Englischkenntnisausweitung fokussiert. Diese wurde maßgeblich durch amerikanische Kommilitoninnen und das englische Studieren gefördert. Da meine Englischkenntnisse vor dem Auslandsaufenthalt bereits sehr gut waren, habe ich mich nicht bahnbrechend verbessert, bin jedoch wieder vollkommen selbstbewusst in jeglicher Disziplin, sei es sprechen, verstehen und schreiben/lesen.

Wohn- und Lebenssituation

Die Uni Tartu hat bei Interesse jedem internationalen Studierenden einen Platz in ihrem Studentenwohnheim garantiert. Da ich mich nicht auf die Suche machen wollte, habe ich mich noch zu Hause auf einen Platz dort online beworben. Die Bestätigung kam zeitnah und nach der Überweisung der Kaution wurde mir mitgeteilt, dass ich einen Platz hatte.
Das Wohnheim war in Wohnungen eingeteilt à drei Schlafzimmer für je zwei Personen und gemeinschaftlichem Bad und Küche. Die Größe der Wohnung war übersichtlich, jedoch durch die Miete von nur 230€/Monat konnte ich leicht darüber hinwegsehen. Uns wurde zwar gesagt, dass diese Miete im Vergleich zu anderen Wohnheimzimmern sehr teuer sei, jedoch war dies für mich nicht relevant. Die Miete war immer noch sehr günstig im Vergleich zum Potsdamer Mietsspiegel.
Die Universitätsgebäude waren alle fußläufig erreichbar, was dazu geführt hat, dass ich im Alltag keine öffentlichen Verkehrsmitten gebraucht habe. Das System der öffentlichen Verkehrsmittel ist jedoch gut ausgebaut in Estland. Fernbusse sowie Züge sind pünktlich und sehr gut ausgestattet.
Durch eine Kreditkarte, mit der man international umsonst abheben kann, konnte ich stressfrei Bankgeschäfte ableisten. Estland ist außerdem in Sachen Kartenzahlen so gut ausgebaut, dass ich zum Ende des Aufenthaltes völlig auf Bargeld verzichten konnte.
Meine Krankenversicherung galt dank EU Richtlinien auch in Estland. Gott sei dank wurde ich nicht krank und musste daher auf keine Leistungen der Versicherung zurückgreifen.
Estland ist in Sachen Lebenshaltungskosten im Bereich von Deutschland einzuordnen. Dies bedeutet, dass ich bei Lebensmitteln leider nicht sparen konnte. Biologische Produkte sind leider noch nicht wirklich in den Supermärkten angekommen.
Die Uni Tartu und das Erasmus+ Netzwerk hat im Laufe des Semesters sehr viele Angebote zur Freizeitgestaltung geboten. In der Wohnung hatten wir einen monatlichen Kalender, der fast täglich mit möglichen Aktivitäten gefüllt war. Diese Aktivitäten reichten von Sauna-Abendenden bis Informationsveranstaltungen zu bestimmten Ländern.

Studienfach: Politik, Verwaltung und Organisation

Aufenthaltsdauer: 02/2019-07/2019

Gastuniversität: University of Tartu

Gastland: Estland


Rückblick

Ich kann wirklich jedem Studierenden empfehlen ein Semester in Tartu zu verbringen, wenn man nicht zu den meist besuchten Zielen, wie Frankreich oder Spanien gehen möchte. Die Universität beweist eine sehr hohe Lehrqualität und gute Betreuung. Ich hatte eine wunderbare Zeit.

Sonstige Hinweise: Unbedingt auf Deadlines achten! Man sollte vor einem Aufenthalt im Studentenwohnheim nicht zurückschrecken. Dort leben die meisten internationalen Studierenden und ich würde sagen, dass ich dort die meisten Freundschaften geschlossen habe.

Estland

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