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Erasmus+ Erfahrungsbericht - University of Tartu


Studienfach: B.A. Politik, Verwaltung und Organisation

Aufenthaltsdauer: 08/2017 - 12/2017

Gastuniversität: University of Tartu

Gastland: Estland

Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Nachdem ich die Zusage von Frau Schmidt für Estland erhalten hatte, begann die Bewerbungsphase an der Uni Tartu. Die verlief ganz unkompliziert über ein Online-Portal und verlangte im Prinzip nochmal die gleichen Dokumente, wie die bei der internen Bewerbung. Auch da kam relativ zeitnah die Zusage und ich konnte mich für einen Platz im Wohnheim bewerben. Der Kontakt mit der Gasthochschule war jederzeit sehr gut. In Vorbereitung wurde bereits ein umfangreiches PDF-Dokument zugesendet und auch kurz vor Beginn des Semesters hat man nochmals alles Notwendige erfahren. Das einzige, woran ich damals beim Kofferpacken nicht gedacht hatte, waren Passbilder. Nehmt euch genügend mit, für euren estnischen Perso, eure ESN Card oder ein Visum nach Russland werden einige davon nötig und man kann sich das teure Fotos machen vor Ort ersparen.

Studium an der Gastuniversität

Das Studium war teilweise anspruchsvoller als in Potsdam. Es wird viel Wert auf Leistungen innerhalb des Semesters gelegt, sei es Anwesenheitspflicht, Online-Diskussionen, Hausaufgaben, mid-terms oder Vorträge. Trotzdem waren die Dozenten super umgänglich und wenn man aufgrund einer Reise oder wegen Besuch aus der Heimat einen Termin nicht einhalten konnte, hat man zusammen nach einem Ersatztermin gesucht.

Kontakt zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Ich hatte so gut wie keinen Kontakt zu einheimischen Studierenden, da diese eher verschlossen und reserviert sind. Gelegentlich hat man in einer Bar sich mit welchen unterhalten, aber in den Seminaren kam kein Austausch zustande. Das ist aber nicht weiter schlimm, da man genügend internationale Studierende kennenlernt.

Wohn- und Lebenssituation

Für internationale Studierende steht nur ein Wohnheim zur Verfügung: Raatuse 22. Ein relativ modernes, großes Wohnheim, dessen Türen man nur mit speziellen Karten öffnen kann. So kann also nicht jeder wahllos ins Wohnheim kommen. Die Wohnung mit Küche, einer Toilette und einer Dusche teilt man sich mit 5 anderen Leuten. Das größte Manko war das Fehlen eines Ofen oder einer Mikrowelle. Auch Fenster sucht man in den Gemeinschaftsräumen vergeblich. Trotzdem ist es relativ sauber, einmal die Woche kommt eine Putzfrau, die die Gemeinschaftszimmer säubert. Bettwäsche und Handtücher kann man auch einmal die Woche wechseln. Es ist vielleicht nicht die günstigste und schönste Unterkunft, meiner Meinung nach aber trotzdem die Beste. Da hier der Großteil der internationalen Studierenden untergebracht ist, muss man sich um neue Bekanntschaften und Kontakte nicht sorgen. Immer wieder trifft man neue Leute und seine Freunde kann man ohne das Haus verlassen zu müssen, besuchen. Außerdem sind die Floorpartys und das Herausfordern der Rezeption ein Muss. Denn die kontrolliert das Einhalten der Nachtruhe sehr streng. Tartu ist eine kleine, süße, studierendenfreundliche Stadt, in der man alles bequem zu Fuß erreichen kann. Ich habe während des Semesters kein Fahrrad benötigt und bin mit dem Bus höchstens 2x zu etwas abgelegenen Gegenden gefahren. Trotzdem hat es moderne Elemente: 3 große Kaufhäuser, WLAN in alle Cafes und Restaurants und Licht- und Soundeffekte an den Brücken. Generell ist Estland als Austauschland sehr zu empfehlen: Auch wenn die Lebensmittel keinen großen Preisunterschied zu Deutschland aufweisen, merkt man diesen umso mehr beim Reisen. Es gibt von Tartu aus super Busverbindungen (in wiederum modernen Bussen mit WLAN und Filmangeboten) nach Tallinn, Riga oder St. Petersburg. Öffentliche Verkehrsmittel oder Autovermietungen sind hier wesentlich billiger. Auch kann man eigentlich überall bequem mit Karte bezahlen, selbst im Club oder in Bars sind Beträge unter 10 Euro kein Problem. Das Erasmus Student Network (ESN) organisiert 1-2 Veranstaltungen pro Woche und zusätzlich gute und preiswerte Reisen nach Lappland, Russland oder innerhalb Estlands. Das Reisen kommt hier also definitiv nicht zu kurz.

Studienfach: B.A. Politik, Verwaltung und Organisation

Aufenthaltsdauer: 08/2017 - 12/2017

Gastuniversität: University of Tartu

Gastland: Estland


Rückblick

Rückblickend bereue ich meine Entscheidung ins Ausland nach Estland gegangen zu sein, keine Sekunde. Es war spannend, mal ein etwas ungewöhnlicheres Land kennenzulernen, das mich dann mit seinen vielen Nationalparks und dem Fortschritt in der Digitalisierung begeistert hat. Nicht nur die Englischkenntnisse verbesserten sich, auch lernt man viel über sich selbst und man erkennt, was man alles an seiner Heimat wertschätzt. Ich bin jedoch auch der Meinung, dass überall ein Auslandssemester toll werden kann, da es zum Großteil durch die Menschen geprägt wird, die man dort kennenlernt.

Estland

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