Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Von der Kontaktaufnahme, bis über die Bewerbung an der KP läuft alles sehr einfach und vor allem zügig ab. Man wird genau über die einzureichenden Unterlagen informiert. Vor Ort ist man an der Uni rundum gut betreut und versorgt. So gibt es den Infopoint in der Bibliothek, aber auch „Basen“ eine Anlaufstelle bei technischen und organisatorischen Fragen. Die Internationalen Koordinatoren sind jederzeit zu erreichen und es gibt auch eine Facebook Gruppe, in der Veranstaltungen für die Austauschstudenten gepostet werden. Die Uni ist sehr modern und die Beziehung zu den Dozenten vertrauensvoll. Dies kommt vor allem dadurch, dass man, wie in Dänemark typisch, die Dozenten duzt. Egal ob ohne oder mit Doktor. Nur die Königin wird in diesem Land gesiezt. Man arbeitet fast ausschließlich in Gruppen, sehr praxisnah und in lockerer Atmosphäre. Ich musste keine Klausuren schreiben (Kurse: Nordic Model und Deutsch als Fremdsprache 1 und 2). Stattdessen mussten in der Studiengruppe Vorträge mit zugehörigen Hausarbeiten absolviert werden.


Studienfach: Lehramt für Primarstufe

Aufenthalsdauer: 08/2019 - 12/2019

Gastuniversität: Københavns Professionshøjskole

Gastland:Dänemark

Kontakt zu einheimischen und internationalen Studierenden

Der Kontakt zu ausländischen Studenten im Erasmus ist ausgeprägter als zu einheimischen. Eine starke Durchmischung der Nationen gibt es allerdings nicht. Ich konnte eher Gruppenbildungen beobachten. Da ich „Deutsch als Fremdsprache 1 und 2“ belegt habe, kam ich auch mit Dänen in Kontakt. So hatte ich am Ende des Semesters mit einer Dänin gebruncht, ein Sprachtandem gemacht, eine Familie besucht und an einer Schule im Fach Deutsch ausgeholfen. Wenn man eher internationale Kurse belegt, bietet es sich an ins “Café Humlen“ direkt an der Uni zu gehen. Dort treffen sich einheimische Studenten und Austauschstudenten.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Schon vor meinem Auslandsaufenthalt habe ich Dänischsprachkurse an der Volkshochschule in Berlin Neukölln belegt. Dort gibt es auch Studentenrabatt und die Kurse wurden bei mir alle von Muttersprachlern durchgeführt. Da ich seit Jahren nach Dänemark in den Urlaub fahre, hatte ich schon lange Lust, die Sprache zu lernen. Die Englischkenntnisse, die man nach dem Abitur hat, reichen gut aus, um sich an der Gastuni zu verständigen und die Kurse zu bewältigen. Nach meinem Erasmus haben sich meine Dänischkenntnisse verbessert und was mein Englisch angeht kann man sagen, dass ich nun freier drauflos spreche.

Wohn- und Lebenssituation

Für die Unterkunft habe ich mich ausschließlich bei meiner Gastuni beworben. Das Angebot, das ich dann bekam, nahm ich direkt an. Die Lage im Einfamilienhausgebiet am Amager Strand war super schön. Auch wenn wir einen Garten hatten, war ich fast immer nur am Strand und das bis in den Dezember hinein. Im Sommer kann man dort schwimmen gehen und am Sandstrand entspannen. Im Herbst und Winter bieten sich Spaziergänge an. Ich habe mir ein Zimmer in einem Mehrfamilienhaus geteilt. Insgesamt waren wir zehn Lehramtsstudentinnen aus verschiedenen Ländern. Es gab sowohl Einzel- als auch Doppelzimmer. Die Miete wurde durch die Fördergelder gedeckt. Mit dem Rad waren es 45 Minuten zur Uni bzw. in die Innenstadt. Mit Öffentlichen ebenso. Vor Antritt meiner Reise habe ich eine Unfallkrankenversicherung abgeschlossen, jedoch kein Bankkonto vor Ort. In Dänemark ist Kartenzahlung sehr beliebt und man kann gut an Bankautomaten von dänischen Banken abheben. Da Dänemark und speziell Kopenhagen recht teuer ist, sollte man seine Lebensmittel am besten bei LIDl oder ALDI einkaufen. Da sind die Produkte erschwinglich und Vieles ist einem aus Deutschland bekannt.
Wenn man dann mal nicht im Seminar sitzt und frei hat, hat Kopenhagen viel zu bieten. Es gibt sehr viele schöne Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel Nyhavn, das Rosenborg Slot, Amalienborg, die Strøget und den Amager Strand. Die Hafenrundfahrt ist eher nicht zu empfehlen. Sie ist recht teuer und man bekommt nicht allzu viel zu sehen. Besser ihr erkundet die Stadt im Rahmen einer Free Walking Tour oder auf eigene Faust. Ausflüge außerhalb, die lohnenswert sind: Møns Klint, The Forgotten Giants, Roskilde und Dragør. Am besten hat man in Kopenhagen ein Fahrrad. Die Stadt ist Vorreiter, was dieses Verkehrsmittel angeht und will damit zum umweltbewussten Handeln auffordern. Überall sind große und breite Radwege durch die ganze Stadt verlegt worden. Sogar eine Fahrradautobahn gibt es. Ich kann „Swapfiets“ wärmstens empfehlen. Günstig, gute Räder und alles über eine App zu managen. Ist das Rad mal kaputt, wird es kostenlos repariert. Die Studenten in der innerstädtischen Filiale plaudern dann auch mal mit einem und geben einen Kaffee aus. Und das Beste ist, dass man das Rad am Ende ganz entspannt wieder abgeben kann.
Für die Öffentlichen empfiehlt es sich eine Rejsekort oder Monatskarte zu machen. Die Rejsekort gilt für Bus, S-Bahn und Regionalbahn, sowie die Metro in der gesamten Stadt. Jede Fahrt ist dann günstiger, auch für eine zweite Person, die man zusätzlich auf der Karte mitnehmen kann. Ist die Karte anonym, kann man sie auch mal an Freunde verleihen. Die Monatskarte kann man am DSB Schalter im Hauptbahnhof oder über die DSB App kaufen. Die Stadt ist in Zonen eingeteilt. Für die Monatskarte kauft man die einzelnen Zonen, die man am häufigsten nutzt (ich hatte die Zone, in der ich gewohnt habe, die Innenstadt und den Bereich, in welchem die Uni liegt). Achtung! Achtet genau auf die Zonen, die ihr durchfahrt und ob eure Monatskarte dafür gilt. Außerdem müsst ihr die Metro extra hinzubuchen! Sonst kann es ein Bußgeld von bis zu 100 Euro geben.
Wenn man abends oder am Wochenende mit Freunden in die Stadt geht, kann ich das Bastard Café empfehlen. Ein cooles Café mit hunderten von Brettspielen. An Regentagen ist es hier allerdings besonders voll. Beliebt bei den Studenten ist sonst auch noch das „Studenterhuset“. Hier bekommt man Snacks, Bier und Co. zu einem günstigen Preis und es gibt regelmäßig Veranstaltungen, wie Karaokeabende, Swingtanz etc.
Wenn man preiswert essen gehen will, ist das „Folkehuset Absalon“ ein echter Geheimtipp. Jeden Tag gibt es von 18-20 Uhr ein Abendessen für umgerechnet ca. 7 Euro. Frisch, international und abwechslungsreich. Freitags gibt es gegen ein bisschen Aufschlag auch einen Nachtisch dazu. Dort isst man an langen Festtafeln und kommt leicht mit Jedermann ins Gespräch.

Studienfach: Lehramt für Primarstufe

Aufenthalsdauer: 08/2019 - 12/2019

Gastuniversität: Københavns Professionshøjskole

Gastland:Dänemark


Rückblick

Rückblickend ist das Erasmussemester einer der spannendsten Lebensabschnitte für mich gewesen. Ich habe nicht nur die Möglichkeit bekommen in einer anderen Stadt zu leben, sondern auch in einem anderen Land. Mein Dänisch konnte ich in den vier Monaten weiter ausbauen. Ich kann jedem nur empfehlen vor dem Auslandaufenthalt einen Sprachkurs zu besuchen und das dann dort vor Ort fortzusetzen. Wenn man die Sprache des Gastlandes lernt, fühlt man sich gleich mehr integriert und kann sich besser verständigen. Aber keine Sorge! Für die Kopenhagener und Dänen allgemein ist Englisch wie eine zweite Muttersprache und auch Deutsch wird hier in der Schule gelernt. Die KP ist eine sehr moderne Uni und man lernt Studenten aus aller Welt kennen. Das solltet ihr ausprobieren!

 

Sonstige Hinweise

Hilfreiche Links:

Öffentliche Verkehrsmittel:

·         DSB App (Monatskarten)

·         Rejseplanen – www.rejseplanen.dk oder die APP (hilft Verbindungen rauszusuchen)

Fahrradverleih:

·         https://swapfiets.dk und die APP

Allgemein:

·         https://lifeindenmark.borger.dk/

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