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Praktikum durch das Leibniz Institut für Zoo-und Wildtierforschung

An der Uni kann ich dieses Praktikum als Vertiefungsmodul anrechnen lassen, was dazu gedacht ist, praktische Erfahrungen zur Durchführung von Forschungsprojekten zu sammeln und einen Einstieg in die Masterarbeit zu leisten. Auch wenn es mir aus persönlichen Gründen nicht möglich ist, wie geplant mein Masterprojekt in Namibia durchzuführen, so hat das Praktikum aus wissenschaftlicher Hinsicht alle weiteren Kriterien eines Vertiefungsmoduls erfüllt.


Studienfach: Evolution, Ökologie, Naturschutz (Master)

Aufenthaltsdauer: 11/2011 - 01/2012

Praktikumsgeber: Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung

Gastland: Namibia

Vorbereitung

Wenn es um Wildtierforschung geht, ist das Leibniz Institut für Zoo-und Wildtierforschung in Berlin eine der besten Adressen weltweit. Seit dem Beginn meines Masters in Herbst 2010 hatte ich immer wieder die aktuellen Stellenangebote des Instituts durchforstet in der Hoffnung, dass sich eine Möglichkeit für biologische Feldarbeit ergeben würde. Da ich bereits ein Auge auf ein spezielles Projekt über Geparde in Namibia geworfen hatte, dazu aber keine Position annonciert wurde, schrieb ich eine Initiativbewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf an die Projektleiterin. Tatsächlich war das der richtige Weg, da so viele spontane Anfragen für dieses Projekt einträfen, dass eine offizielle Ausschreibung für Praktikantenstellen nie notwendig wären. So wurde ich dann zum Bewerbungsgespräch eingeladen, welches mehr einer Unterhaltung als einem Interview glich. Da ich zeitgleich einen Job als studentische Hilfskraft in der gleichen Arbeitsgruppe ergattert hatte, bot sich die Gelegenheit, die beiden Doktoranden, denen ich als Praktikant assistieren sollte, ganz unverfangen beim Grillen im Park kennenzulernen und schon mal einen Eindruck von den Bedingungen in Namibia zu gewinnen.

 

Aufenthalt im Gastland

Zusätzlich gab es vor der Abreise ein mehrseitiges Informationsblatt. So erfuhr ich, dass ich drei Monate visumsfrei in Namibia als „Tourist“ bleiben durfte und das Bargeld in der Hauptstadt bei fast allen Banken mit einer EC-Karte abgehoben werden konnte. Bis auf eine Tollwutimpfung (wegen der Geparde) musste ich auch keine weiteren gesundheitlichen Vorkehrungen treffen. Als Mitglied der Techniker Krankenkasse war es auch unproblematisch, eine Auslandskrankenversicherung für den gewünschten Zeitraum abzuschließen. Auch wenn es mir nicht gelang, so gibt es aber für Frühbucher eine günstige Flugverbindung von Berlin über München/Frankfurt a.M. mit airberlin direkt in die Hauptstadt Windhoek.

Da wir als kleines Team auf einer wie in diesem Teil Namibias üblichen, abgelegenenFarm wohnten, war die Anreise vom Flughafen zur Unterkunft und jede weitere Fortbewegung nur über die Projektautos möglich. So verlief auch der wöchentliche Lebensmitteleinkauf immer über Listen, die denjenigen mitgegeben wurden, die Zeit hatten für den zwei Autostunden entfernten Stadt- und Supermarktbesuch. Lebensmittelkosten sind in Namibia vergleichbar mit denen in Deutschland, manchmal auch teuerer, da fast alles importiert wird.

Gleich am ersten Tag erhielt ich von meinem Vorgänger eine pre-paid SIM-Karte, mit der man - vorausgesetzt es gibt Empfang - innerhalb Namibias günstig kommunizieren kann und die man einfach über voucher aus dem Supermarkt aufladen kann. Kurznachrichten ins Ausland waren auch erschwinglich, telefonieren allerdings nicht.
Gegen ein kleines Entgeld konnten wir auf der Farm auch drahtloses Internet benutzen und Wäsche waschen, was ein großer Luxus war. Als Aufwandsentschädigung für die Praktikantenarbeit war die Unterkunft im Einzelzimmer und die Nutzung von Gemeinschaftsküche- und bad umsonst.

 

Zufriedenheit mit dem Auslandspraktikum

Kommunikation war im deutschen Team kein Problem; mit Englisch, welches Amtssprache in Namibia ist, kann man sich sehr gut mit den Einheimischen verständigen, wobei es noch viele deutschstämmige Farmer gibt.

Meine Hauptaufgabe bestand darin, beim Fangen und Beproben der Geparde zu assistieren. Dazu gehörte das Kommunizieren mit Farmbesitzern, Suchen von häufig besuchten Markierungsbäumen der Geparde, Aufstellen und Kontrollieren der Lebendfallen auf unterschiedlichen Farmen, Überwachen der narkotisierten Geparde und Hilfe bei der Daten-und Probennahme sowie deren Weiterverarbeitung. Darüber hinaus ergaben sich spontan vielfältige Aufgaben, so dass man als Praktikant nicht zuletzt aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem Rest des Teams einen umfangreiche Eindrücke zum Ablauf und zur Organisation eines Forschungsprojektes gewinnen konnte. Auch wenn jederzeit die Möglichkeit zum Gespräch besteht, gibt es am Ende eines jeden Praktikantenaufenthalts ein Abschlussgespräch, in dem die verantwortlichen Doktoranden eine Einschätzung der Praktikanten geben und vor allem Verbesserungsvorschläge für die Rolle der Praktikanten im Projekt annehmen.

An der Uni kann ich dieses Praktikum als Vertiefungsmodul anrechnen lassen, was dazu gedacht ist, praktische Erfahrungen zur Durchführung von Forschungsprojekten zu sammeln und einen Einstieg in die Masterarbeit zu leisten. Auch wenn es mir aus persönlichen Gründen nicht möglich ist, wie geplant mein Masterprojekt in Namibia durchzuführen, so hat das Praktikum aus wissenschaftlicher Hinsicht alle weiteren Kriterien eines Vertiefungsmoduls erfüllt.

 

Studienfach: Evolution, Ökologie, Naturschutz (Master)

Aufenthaltsdauer: 11/2011 - 01/2012

Praktikumsgeber: Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung

Gastland: Namibia


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