Was bleibt nach 2022?

Im Projekt der Innovativen Hochschule Potsdam haben wir zwischen 2018 und 2022 viele unserer Ziele entwickeln und umsetzen können. Im Folgenden stellen wir unsere konkreten Ergebnisse vor und erläutern Erfahrungen und Schwierigkeiten auf dem Weg der Umsetzung.

 

 


 

Welche Ergebnisse bleiben von der ZPS?

Tapati Nobis, Transferreferentin der Humanwissenschaftlichen Fakultät

„Die Präsenz in den Fakultäten schafft Raum für Austausch zwischen Wissenschaft und Transferpartnern. Die Teilnahme in den Gremien der Fakultäten sowie an Seminaren und Kolloquien vereinfacht neue Projektanträge mit Transferbezug in den Fachbereichen.“

Wege zum Transfer

Gemeinsam mit Potsdam Transfer unterstützten die Transferreferent:innen die Wissenschaftler:innen dabei, ihre Forschungsergebnisse der interessierten Öffentlichkeit bereitzustellen. Dafür haben wir eine Reihe unterschiedlicher Transferformate ausprobiert und etabliert. Dazu gehören beispielsweise Transfersteckbriefe, die Transferprofile der Forschenden auf einen Blick zugänglich machen. Darin werden anwendungsnahe Forschung und Forschungsergebnisse vorgestellt und konkret nach Partnern für deren Einsatz oder die gemeinsame Weiterentwicklung gesucht. Die Steckbriefe ermöglichten eine erhöhte Sichtbarkeit für transferrelevante Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf der Webseite von Potsdam Transfer und können interessierten Praxispartnern (Unternehmen, Verwaltung etc.) zur Verfügung gestellt werden.

Auf diese Weise haben die Transferreferent:innen das „Transfer-Netzwerk“ insbesondere am Standort Golm weiter ausgebaut und die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät sowie die Humanwissenschaftliche Fakultät dabei im Mittelpunkt standen. Um Projektvorhaben und -anträge in der Wissenschaft mit geeigneten Transferideen zu unterstützen, führten die Transferreferent:innen Gespräche in den Fachbereichen durch. Bei konkreten Projektvorhaben mit Transferbezug wurden auch Workshops mit Wissenschaftler:innen von der Universität Potsdam, außeruniversitären Einrichtungen und weiteren Partnern angeboten. In unterschiedlichen Formaten und Kreativmethoden aus dem Potsdam Startup-Bereich wie Lego Serious Play oder Pitches konnten Projektideen gezielt weiterentwickelt werden.

 

Tapati Nobis, Transferreferentin der Humanwissenschaftlichen Fakultät

„Die Präsenz in den Fakultäten schafft Raum für Austausch zwischen Wissenschaft und Transferpartnern. Die Teilnahme in den Gremien der Fakultäten sowie an Seminaren und Kolloquien vereinfacht neue Projektanträge mit Transferbezug in den Fachbereichen.“


Transfer in der Lehre

Um die Bedeutung von Kommunikation und Dissemination von Forschung sowie das notwendige Know-how bereits im Studium zu erlernen, wurden in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. von Grünberg von der Professur für Wissenschafts- und Technologietransferan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät Vorlesungen und Seminare für Bachelor- und Masterstudierende zu unterschiedlichen Themen angeboten.

In der Veranstaltungsreihe Open Data, Open Science, Open Innovation: Das Konzept von „Openness“ in Wissenschaft und Gesellschaft“ luden wir im Wintersemester 2020/21 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein, ihre Ansätze und Erfahrungen zu Open Science und Open Innovation vorzustellen und mit den Studierenden zu diskutieren. Neben den theoretischen Konzepten wurden auch konkrete Methoden z. B. zur Ideenfindung oder Geschäftsmodellentwicklung erprobt.

Veranstaltung verpasst?

Alle Vorträge der verschiedenen Veranstaltungreihen wurden in kurzen Videos aufbereitet und auf Media.UP bereitgestellt.

Das Kolloquium „Nachdenken über Transfer“ bot im Sommersemester 2022 Transferakteuren der Universität Potsdam einen Raum sich untereinander und mit Impulsgebern unterschiedlicher Institutionen wie dem Stifterverband oder dem Paul Drude Institut auszutauschen. Das Thema Transfer wurde in verschiedenen Facetten besprochen, von neuen Entwicklungen in der Wissenschaftspolitik (Gründung DATI) bis hin zu gewerblichen und gemeinnützigen Lizenzen.

Ein ganz anderes – und in der Lehre noch nicht so weit verbreitetes – Format boten wir mit der Produktion von Transfer-Podcasts im Sommersemester 2022 den Studierenden in der Veranstaltung „Transferpodcast: Naturwissenschaften in Lebensbildern“ mit einer Vorlesung und einem Seminar an. Während in der Vorlesung für die Physik berühmte Wissenschaftler:innen und ihre wissenschaftlichen Lebensleistungen vorgestellt wurden, konnten die Studierenden im Seminar mit der Unterstützung einer Produktionsfirma selbstständig Lebenswege von Persönlichkeiten ihrer Fachdisziplin erarbeiten und als Podcast präsentieren.

Veranstaltung verpasst?

Alle Vorträge der verschiedenen Veranstaltungreihen wurden in kurzen Videos aufbereitet und auf Media.UP bereitgestellt.


Übersicht MOOC-Konzept

Ein Online-Kurs zu Open Science und Open Innovation

Ein weiteres innovatives Transferformat wurde als ein Massive Open Online Course (MOOC) zum Thema „The Concept of Openness in Science and Innovation“ umgesetzt. Er wird ab 2023 Studierenden, jungen Forschern und interessierten Lernenden auf der britischen Lernplattform FutureLearn Konzepte, Methoden und Instrumente vorstellen, die die Forschung sichtbarer, zugänglicher und wirkungsvoller machen.

Zur Zielgruppe des Kurses gehören Wissenschaftler an wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Wissenschaftler in Regierungsorganisationen, im privaten Sektor und in Organisationen der Zivilgesellschaft.

Übersicht MOOC-Konzept

 

Hörbarer Transfer im Podcast

Der Transfer nimmt an den Universitäten und auch in der Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert ein. Worum es sich dabei in der Praxis handelt und wer den Transfer an welcher Stelle umsetzt, ist vielen noch nicht so geläufig. Daher wollten wir uns und unsere Tätigkeit für die Öffentlichkeit sichtbarer machen. Für die Kommunikation mit einer breiteren Öffentlichkeit haben wir uns das derzeit beliebte Medium Podcast gewählt, um eine möglichst breitgefächerte Zielgruppe zu erreichen.

 

Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg interviewt Tapati Nobis zu den Podcasts der Innovativen Hochschule - Listen.UP.

Video: Tapati Nobis im Interview

Ergebnisse der Zentralen Projektsteuerung

Grafik zum Podcast der Universität Potsdam
Bild: Julia Depis

Auf den Erfolgen der beiden vorhergehenden Podcast-Serien aufbauend wollten wir nun unsere Zielgruppe noch stärker ausweiten. Wir wollten nicht nur über den Transfer sprechen, der durch uns ermöglicht wurde, über unsere tägliche Arbeit im Transfer und auch nicht nur über ein einzelnes besonders transferrelevantes Forschungsgebiet.

Unser Ziel war es jetzt den Transfer der Universität Potsdam in seiner gesamten Bandbreite darstellen. Fächer- und Forschungsgebiete übergreifend wollten wir zeigen, wie weit an der Universität Potsdam der Transfergedanken in allen Bereichen bereits in der Praxis umgesetzt wird. Beginnend bei Abschlussarbeiten der Studierenden bis zu Kooperationsprojekten der Arbeitsgruppen gemeinsam mit der Industrie.

Für die Umsetzung haben wir uns entschieden, dieses Mal mit einem professionellen Medienverlag diese Themen öffentlichkeitswirksam vorzustellen. Das Ergebnis waren professionell konzipierte Hörbeiträge, die von den Journalist:innen und Tonmeistern gekonnt gestaltet wurden und beim Publikum sehr guten Anklang fanden. Durch die stärkere Streuung durch Podcast-Plattformen, wie z.B. Spotify oder Deezer wurden interessierte Zuhörer deutschland- und weltweit hinzugewonnen.

Im Laufe des Jahres wurden 52 Podcast-Folgen umgesetzt. Die Interviewpartner:innen haben Ihre eigenen Folgen erhalten und konnten diese nicht nur über die Potsdam teilen, sondern auch auf für den eigenen Internetauftritt auf ihren Webseiten hochladen.

Alle Listen.UP Podcasts finden Sie hier.

 

Grafik zum Podcast der Universität Potsdam
Bild: Julia Depis

Zwei sitzende Mitarbeiterinnen

 

Was sind Berufsfelder im Transfer? Welche Aufgaben haben Mitarbeiter:innen im Transfer? Und wie wird Transfer an der Universität Potsdam gelebt? Im Podcast „Was bin ich? Berufsbilder im Transfer“ erzählten wir über unsere Tätigkeiten im Projekt Inno-UP. Das gesamte Projekt Inno-UP zeigt hier seine Vielfalt an Themen und Aufgaben, um Wissenschaft mit der Praxis zu vernetzen. Eine Vielzahl an Disziplinen und Kompetenzen fließen in gemeinsamen Transferprojekten wie Inno-UP zusammen.

Unter dem Stichwort 'Berufsbilder im Transfer' finden Sie die Podcasts HIER zum Nachhören.

Zwei sitzende Mitarbeiterinnen

Mit den gewonnenen Erfahrungen und dem nötigen Handwerkszeug unterstützten wir das Projekt KlimAgrar. Es entstand der „Unter 2 Grad – der KlimAgrar Transferpodcast“. Wie erkläre ich meine Forschung einfach und verständlich? Welche Ergebnisse könnten von gesellschaftlichem Interesse oder gar eine Innovation sein? Die „Innovative Hochschule Potsdam“ interviewte in Zusammenarbeit mit dem KlimAgrar-Projekt junge Wissenschaftler:innen. Das Projekt KlimAgrar an der Universität Potsdam ist eine Forschungsbegleitung für klimagerechtes Handeln in der Landwirtschaft. Die deutschlandweit tätigen Wisschenschaftler:innen forschen zu den Themen Boden, Pflanzenbau und Tierhaltung. In 9 Episoden geben die Wissenschaftler:innen Einblicke in ihren Forschungsalltag.

Unter dem Stichwort 'KlimAgrar Transferpodcast' finden Sie die Podcastreihe auf Media.UP.

 


Der Transferatlas

Die Universität Potsdam verfügt über ein breitgefächertes Angebot an Transferleistungen, von Gründung, über Weiterbildung, Transfermarketing, bis hin zu Citizen Science. Mit dem Transfer-Atlaswurde eine Übersicht aller Angebote für verschiedene Zielgruppen, und Interessengebieten ausgearbeitet.

Für die systematische Darstellung und ein gemeinsames Transferverständnis interviewten wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Potsdam Transfer, die Potsdam Graduate School, die Standortmanagement Golm GmbH, das Zentrum für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium (ZfQ), die UP Transfer GmbH, den Partnerkreis Industrie & Wirtschaft und die Universitätsgesellschaft Potsdam e. V..

Der Atlas richtet sich an die Studierenden, Mitarbeiter:innen der Universität Potsdam, sowie Alumni, Unternehmer:innen und Bürger:innen.

HIER geht's zum Transfer-Atlas.