Ziele und Projektaktivitäten im Bildungscampus

Der Bildungscampus ist, neben dem Gesellschaftscampus und dem Technologiecampus, das dritte Teilprojekt des Projektes Inno-UP. Fokus seiner Arbeit war und ist die Schnittstelle zwischen Bildungstheorie und -praxis. Mit seinen vielfältigen Aktivitäten hat der Bildungscampus zu einem gelungenen multidirektionalen Austausch von Wissen, Ideen und Technologien zwischen Wissenschaftler:innen, Schulpraxis sowie Bildungspolitik und -verwaltung beitragen. Ziel dieses Austausches war, dass Schulen in Brandenburg zum einen verstärkt auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher und praxiserprobter Erkenntnisse arbeiten können. Zum anderen sollte im dialogischen Prozess die Entstehung von Bildungsinnovationen mit Vorbildcharakter befördert werden.

Die Arbeit des Bildungscampus war von der Überzeugung geprägt, dass Transferaktivitäten die größte Wirkung entfalten, wenn sie als multidirektionale und dynamische Entwicklungsprozesse zwischen gleichberechtigten Partner:innen gestaltet werden. Dabei ist entscheidend, dass die Autonomie und spezifische Expertise der Partner:innen anerkannt und genutzt werden, sodass alle Beteiligten ihre jeweilige Perspektive lösungsorientiert einbringen und voneinander lernen können.

 

 

Überblick Handlungsfelder und Themenschwerpunkte

Um seine Ziele zu erreichen, etablierte der Bildungscampus im Förderzeitraum des Projektes inhaltliche Prototypen und Strukturen, die den Wissens- und Erkenntnistransfer zwischen Wissenschaftler:innen, Schulpraxis sowie Bildungspolitik und -verwaltung anregen sollen. Im Sinne eines auf partnerschaftlicher Zusammenarbeit fußenden Transferverständnisses entwickelte er gemeinsam mit Vertreter:innen seiner Zielgruppen Ansätze und Formate in den vier Handlungsfeldern Wissenschaftskommunikation, Austausch und Vernetzung, ko-kreative Prozesse sowie lebenslanges Lernen. Im Rahmen dieser Handlungsfelder arbeitete der Bildungscampus wiederum an zwei Themenschwerpunkten: der Universitätsschule und den Digital Labs (vgl. Abbildung).

Bild: Julia Depis

Abbildung: Gesamtstrategie des Bildungscampus

Alle Transferaktivitäten in den beiden Schwerpunkten bezogen sich entsprechend auf eines oder mehrere der vier Handlungsfelder ein. Eine Auswahl der zentralen Aktivitäten im Förderzeitraum ist in hier dargestellt. Im Folgenden wird zudem auf einige der Aktivitäten konkreter eingegangen und besondere Erfolge ebenso wie Herausforderungen bei deren Umsetzung hervorgehoben. 

 

Bild: Julia Depis

Zur Konzeption einer Universitätsschule

Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Bildungscampus bestand in der Konzeption einer Universitätsschule für Potsdam (USP) – d. h. einer Schule, die sich durch eine enge, institutionalisierte Kooperation mit einer Universität bezüglich Forschung, Lehrkräftebildung und/oder Transfer auszeichnet. Die Schule soll sich den Herausforderungen zeitgemäßer schulischer Bildung öffnen und gleichzeitig die begleitende Forschung im Feld möglich machen. Ihre Konzeption erfolgte im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsprozesses, der im Folgenden näher beschrieben wird.

Bild: Julia Depis

Die Arbeit in einem interdisziplinären und multiprofessionellen Konzeptteam

Screenshot des Rahmenkonzepts

Als wissenschaftliches Fundament des Schulkonzeptes dienten die Erkenntnisse der Humanwissenschaftlichen Fakultät (HWF) sowie der Fachdidaktiken der UP und anderer Bildungsforscher:innen. Das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZeLB) war zudem ein wichtiger Kooperationspartner, insbesondere mit Blick auf die Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung durch eine USP.

Zwar war die Konzeption der USP maßgeblich von der Wissenschaft geprägt. Gleichzeitig legte der Bildungscampus großen Wert darauf, sich den Ideen und Impulsen vielfältiger gesellschaftlicher Akteur:innen zu öffnen und den Erarbeitungsprozess ko-konstruktiv zu gestalten. So arbeitete er in der Konzeptionierungsphase intensiv mit einem interdisziplinären und multiprofessionellen Konzeptteam, besteheend aus insgesamt ca. 90 Wissenschaftler:innen, Schulpraktiker:innen, Lehramtstudierenden und weiteren Interessierten, zusammen.

Dass es gelungen ist, über den Verlauf von insgesamt fünf Jahren ein derart weitreichendes Netzwerk von Menschen aufzubauen, das sich mit viel Hingabe der Konzeption einer Schule widmet, kann als einer der größten Erfolge des Bildungscampus betrachtet werden. Trotz der vielfältigen pandemiebedingten Herausforderungen konnte diese Beteiligungsstruktur kontinuierlich ausgebaut und aufrechterhalten werden. Wissenschaftler:innen der UP sowie anderer Hochschulen, Lehrkräfte und Lehramtsstudierende tauschten sich hier zu unterschiedlichsten Aspekten von Schule aus, lernten von- und miteinander und entwickelten ein gemeinsames Bild einer zukunftsfähigen Schule.


Als Kondensate der gemeinsamen Arbeit standen am Ende des Projektes:

  • ein Rahmenkonzept, das die Grundpfeiler der USP darstellt und Anfang 2021 an die Politik übergeben wurde,
  • ein für den Grundschulbereich ausdifferenziertes Konzeptpapier, das die Basis für einen konkret diskutierten Schulgründungsprozess bildet, und im Dezember 2021 an das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) übergeben wurde,
  • ein auf dem Rahmenkonzept aufbauendes vertiefendes Schulkonzept, inkl. einer umfangreichen Sammlung detailliert ausgearbeiteter Teilaspekte einer USP.
  • eine Podcast-Reihe „Universität trifft Schule“, die von zwei Mitgliedern des Schulkonzeptteams ehrenamtlich erstellt wurde und seit August 2022 alle zwei Wochen erscheint.

Dass diese Ergebnisse in einem zudem größtenteils rein digital umgesetzten Verfahren zustande kommen konnten, haben nicht zuletzt eine ausgesprochen kollegiale und konstruktive Grundhaltung aller Beteiligten, eine gute Prozesssteuerung sowie eine durchdachte digitale Infrastruktur möglich gemacht. Gleichzeitig ist zu betonen, dass diese Art von multiprofessioneller Arbeit viel Zeit und Ressourcen kostet und die Grenzen und Möglichkeiten eines solchen Prozesses im Blick behalten werden sollten.

Nicht zuletzt dank dieser frühzeitigen Einbindung aller relevanten Akteur:innen ist es gelungen, dass die USP im 2021 erarbeiteten Schulentwicklungsplan der Stadt Potsdam Erwähnung findet (Landeshauptstadt Potsdam 2021, S. 9) sowie einen Prozess für die tatsächliche Gründung einer Grundschule als erste Variante der USP einzuleiten. Der Weg zur tatsächlichen Gründung einer USP bleibt aufgrund der komplexen Akteurskonstellation und unsicherer personeller Perspektiven allerdings herausfordernd. Darüber hinaus müssen sich die Vorstellungen des Konzeptteams immer wieder an den realen Bedarfen und Ressourcen der Stadt Potsdam und des MBJS messen. 

Screenshot des Rahmenkonzepts

Zur Einbindung von Bildungspolitik- und Verwaltung

Neben dem Konzeptteam war die sogenannte Strukturkommission ein bedeutender Baustein der Beteiligungsstruktur im Konzeptionierungsprozess. Über sie wurden bereits von Anfang an Entscheidungsträger:innen und potentielle Change Agent:innen in den Prozess eingebunden. Das Gremium setzte sich aus Vertreter:innen folgender Institutionen zusammen: Präsidium der Universität Potsdam, ZeLB, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS), Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK), Staatliches Schulamt Brandenburg an der Havel, Landeshauptstadt Potsdam, Ortsteil Potsdam-Golm und Potsdam Science Park – Standortmanagement Golm GmbH.

Nicht zuletzt dank dieser frühzeitigen Einbindung aller relevanten Akteur:innen ist es gelungen, dass die USP im 2021 erarbeiteten Schulentwicklungsplan der Stadt Potsdam Erwähnung findet (Landeshauptstadt Potsdam 2021, S. 9) sowie einen Prozess für die tatsächliche Gründung einer Grundschule als erste Variante der USP einzuleiten. Der Weg zur tatsächlichen Gründung einer USP bleibt aufgrund der komplexen komplexen Akteurskonstellation und unsicherer personeller Perspektiven allerdings herausfordernd. Darüber hinaus müssen sich die Vorstellungen des Konzeptteams immer wieder an den realen Bedarfen und Ressourcen der Stadt Potsdam und des MBJS messen. 

Bild: Julia Depis

Die Digital Labs als ideelle und physische Räume

Die Digital Labs bildeten den zweiten Themenschwerpunkt des Bildungscampus. Sie fokussieren ihrerseits auf aktuelle Trends und Innovationen im Bereich der digitalen Bildung, wobei hiermit das Lernen mit ebenso wie das Lernen über digitale Medien gemeint ist.  In beiden Bereichen besteht sowohl seitens der Lehrkräftebildung und Bildungsforschung als auch seitens der Schulen ein hohes Interesse an Austausch und Kooperation sowie der Wunsch, Forschungsergebnisse und Best-Practices stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Auf diesen Bedarf reagierte der Bildungscampus und schuf unter dem Titel „Digital Labs“ einerseits einen ideellen Rahmen für den wechselseitigen Transfer von Fragen, Ideen und Konzepten. Andererseits kreierte er ein physisches „Walk-In-Center“ an der UP, in dem Lösungen präsentiert, erprobt, diskutiert und (weiter) entwickelt werden können. 
 

Präsenzangebote im Bildungscampus

Die Digital Labs starteten 2019 mit einer analogen Austausch- und Vernetzungsveranstaltung, dem „FutureLearningCamp“, im Rahmen dessen Expert:innen aus den Bereichen Virtualität, Nachhaltigkeit und Globales Lernen, Schulpraxis, außerschulische Bildung, Lehrkräftebildung und Hochschule zusammenkamen, um über die Potentiale virtueller Lernwelten für eine nachhaltige und zukunftsfähige Bildung zu sprechen. In verschiedenen Workshops wurden didaktische Einsatzmöglichkeiten von VR/AR-Lernumgebungen diskutiert sowie in selbstgesteuerten LernLabs gemeinsame Visionen von Schule entwickelt.

Gleichzeitig wurde intensiv an der Bereitstellung und Gestaltung des physischen Digital Labs und dessen Ausstattung gearbeitet. Im Sommer 2020 konnte das nach den Prinzipien des Design Thinking gestaltete Labor in Betrieb genommen werden. Von Kleingruppen und Einzelarbeit über Plenumssituationen bis hin zu Co-Working-Bestuhlung sind hier dank des flexiblen Mobiliars unterschiedlichste Szenarien denkbar. Darüber hinaus befindet sich im Raum ein großer Fundus an Moderationsmaterial und technischen Geräten. Die technische Ausstattung legt aktuell einen Schwerpunkt auf die informatisch-algorithmische Grundbildung von Schüler:innen, bietet jedoch auch Anknüpfungspunkte für die Sekundarstufen sowie verschiedene Fächer und fächerübergreifenden, projektbasierten Unterricht (z. B. mit einem Klassensatz iPads mit vorinstallierter Lernsoftware, verschiedenen Mini-Robotern, -Computern und -Drohnen sowie 3D-Kamera, Grafikrechner und verschiedenen VR-Brillen). Die gesamte Technik ist im Raum nutzbar oder kann durch Hochschulangehörige und schulische Kooperationspartner:innen ausgeliehen werden.

Durch die Pandemie wurden die Präsenzangebote der Digital Labs ab 2020 zunächst stark zurückgeworfen. Das ebenfalls auf Prozesse der Vernetzung und Ko-Kreation setzende Raumnutzungskonzept kam in deren Folge bislang nicht zum Tragen – zum einen durch die Lockdowns, die eine Nutzung des Raums praktisch unmöglich machten, zum anderen durch die starken Belastungen, denen alle Akteur:innen ausgesetzt waren und die kaum Zeit für zusätzliche Projekte ließen.

Im letzten Projektjahr wurden jedoch auch die Präsenzangebote der Digital Labs sehr gut angenommen. Um zunächst Hemmungen vor der Nutzung technischer Tools abzubauen sowie Ideen für deren Anwendung zu entwickeln, boten die Digital Labs seit dem Frühjahr 2022 u. a. Schnupperworkshops an. Dabei lag der Fokus stets auf der Einführung in die Technik und auf der Initiierung eines kollegialen und multiprofessionellen Austausches unter den Teilnehmer:innen. 

Im letzten Projektjahr wurden jedoch auch die Präsenzangebote der Digital Labs sehr gut angenommen. Um zunächst Hemmungen vor der Nutzung technischer Tools abzubauen sowie Ideen für deren Anwendung zu entwickeln, boten die Digital Labs seit dem Frühjahr 2022 u. a. Schnupperworkshops an. Dabei lag der Fokus stets auEinen weiteren Baustein im Präsenzangebot der Digital Labs sollten zukünftig mobile Technikboxen darstellen, die gemeinsam mit Wissenschaftler:innen und Studierenden der Fachdidaktiken sowie nach Möglichkeit in Kooperation mit Vertreter:innen der Schulpraxis entwickelt werden. Mit diesen sogenannten di.mobi.boxen erhalten Lehrkräfte die Möglichkeit, im wörtlichen Sinne „out-of-the-box“ digital gestützte Unterrichtskonzepte auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Dabei wurde immer auch der Erfahrungsaustausch zwischen den Anwender:innen sowie die Rückkopplung der Erfahrungen an die Universität angestrebt. Den Auftakt bildete die di.mobi.box Musik, die gemeinsam mit der Fachdidaktik Musik der UP entwickelt wurde.
 

Digitale Angebote im Bildungscampus

Da die Eröffnung des Digital Labs mitten in die Pandemie fiel, war es notwendig, die Angebote innerhalb kürzester Zeit neu zu denken und auf den virtuellen Raum zu verlagern. Dabei ist es gelungen, alternative Formate zu schaffen, die in einem ersten Schritt allerdings stärker auf Diffusion und Dissemination denn auf Vernetzung und Ko-Konstruktion angelegt waren.

Bild: Julia Depis

Ein wesentliches Element der Online-Strategie der Digital Labs bildete die „Digital Labs Toolbox“. Hierbei handelte es sich um eine monatlich stattfindende, einstündige Online-Veranstaltungsreihe, in der wechselnde Gäste aus Wissenschaft, Schulpraxis und Zivilgesellschaft Werkzeuge für den digitalen Wandel des Lehrens und Lernens vorstellen und gemeinsam mit den Teilnehmer:innen diskutierten sowie nach Möglichkeit erprobten. Insgesamt fanden im Projektzeitraum achtzehn Veranstaltungen mit jeweils sieben bis sechsundachtzig Teilnehmer:innen statt. Insgesamt nahmen ca. 440 Personen an den Veranstaltungen teil. Insbesondere praktizierende und angehende Lehrkräfte aus Brandenburg und Berlin aber auch deutschlandweit interessierten sich für die Veranstaltungsreihe, ebenso wie Wissenschaftler:innen und zivilgesellschaftliche Akteur:innen. 

Bild: Julia Depis
Illustration: Digital Labs Pioneers "Roboter" mit Flagge fliegt nach rechts oben.
Bild: Julia Depis

Ein zweiter Baustein waren die „Digital Pioneers“ – eine ständig wachsende Online-Galerie, in der sämtliche von der UP im Bereich der digitalen Bildung entwickelte Angebote für den Unterricht (z. B. Projektwochen), Materialien und Tools (z. B. Lern-Apps), Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte sowie praxisnahe Forschungsprojekte auf eine übersichtliche und nutzer:innenzentrierte Weise aufgeführt werden. Ziel war es, die Sichtbarkeit existierender Angebote und Erkenntnisse zu erhöhen und damit die Wahrscheinlichkeit zu steigern, dass diese Anwendung in der Praxis finden. Inwiefern die Pioneers ihre Zielgruppe erreichen, ist aufgrund von aus Datenschutzgründen nicht verfügbaren Tracking-Verfahren derzeit nicht nachvollziehbar. Grundsätzlich ist aber klar, dass eine Unterseite innerhalb der Webseitenstruktur der Universität keine dauerhaft sinnvolle Lösung sein kann, da diese 1. nicht gut auffindbar ist, 2. keine für die Öffentlichkeitsarbeit nutzbare URL-Adresse ermöglicht und 3. nur sehr begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten bietet. So stehen bspw. keine Sortier-, Such- und Schlagwortfunktionen zur Verfügung. Um diese Nachteile auszugleichen, wurden die Pioneers auch systematisch im Newsletter sowie über den Twitter-Kanal des Bildungscampus in die Öffentlichkeit getragen und als Gäste in die Digital Labs Toolbox eingeladen. 

Illustration: Digital Labs Pioneers "Roboter" mit Flagge fliegt nach rechts oben.
Bild: Julia Depis

Schwerpunktübergreifende Arbeit

Auch schwerpunktübergreifend trieb der Bildungscampus Austausch und Vernetzung zwischen den im Bildungsbereich relevanten Transferakteur:innen voran. So etablierte er 2022 erfolgreich eine digitale Veranstaltungsreihe, den „Zukunftssalon Schule“, bei der sich Bildungsakteur:innen und alle Interessierten zu Fragestellungen rund um das Thema Schule in anregender und respektvoller Atmosphäre austauschen konnten. Dabei wurden stets unterschiedliche Blickwinkel und Erfahrungshorizonte eingebunden, indem Vertreter:innen aus Wissenschaft, Schule, Bildungspolitik und -verwaltung sowie Zivilgesellschaft an einen virtuellen Tisch geholt wurden. Insgesamt fanden drei Zukunftssalons mit namenhaften Vertreter:innen der genannten Sektoren statt, die jeweils zwischen 50 und 80 Teilnehmer:innen verzeichneten.

Darüber hinaus wurden zentrale Elemente des Handlungsfeldes Wissenschaftskommunikation vom Bildungscampus als schwerpunktübergreifendes Vorhaben vorangetrieben. So entstand das UPdate, ein viermal jährlich erscheinender Newsletter, der sowohl über die Arbeit des Bildungscampus als auch über praxisrelevante Entwicklungen in der Lehrkräftebildung und Bildungsforschung der UP berichtet und zwischenzeitlich über 700 Empfänger:innen erreicht. Darüber hinaus startete der Bildungscampus 2022 einen Twitter-Kanal, der ebenfalls der Kommunikation von Projektaktivitäten und Entwicklungen an der Universität sowie darüber hinaus dem Austausch und der Vernetzung mit potentiellen Transferpartner:innen dient. Eine virtuelle Vernetzung mit wichtigen Akteur:innen der Bildungslandschaft ist somit erfolgt.

Mit dem Ziel, die eigene Arbeit noch stärker zu professionalisieren, initiierte der Bildungscampus 2021 zudem gemeinsam mit der PH Freiburg und der Universität Duisburg-Essen das „Transfernetzwerk Bildung“. Im Netzwerk treffen sich in erster Linie Transferagent:innen deutscher Hochschulen, um von- und miteinander zu lernen sowie perspektivisch gemeinsam an Transferprojekten zu arbeiten und die eigene Arbeit entsprechend zu skalieren. Das Netzwerk tagte bisher vier Mal digital mit wechselnden Beteiligungszahlen. Ob eine dauerhafte Etablierung gelingen kann, ist noch nicht absehbar. Dank fester Ansprechpersonen besteht aber die Möglichkeit der Weiterentwicklung.