Open Science & Open Innovation in der Hochschulbildung

zwei Wissenschaftler:innen sitzen mit ihren Laptops am Tisch und hören einem Vortrag zu.
Foto: YouXVentures-Unsplash

Der gesellschaftliche Wandel vor dem Hintergrund der globalen Herausforderungen (wie Covid 19, Klimawandel und Migration) und der digitalen Transformation wirkt sich auch auf Methoden und Arbeitsweisen in der Wissenschaft sowie auf Anforderungen und Erwartungen, die an sie herangetragen werden aus. Forschende arbeiten immer öfter mit Partnerinstitutionen aus Wissenschaft, Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um Probleme umfassend zu analysieren und neue Lösungen zu kreieren. Open Science und Open Innovation sind zwei Paradigmen, die sowohl auf den Prinzipien der Offenheit als auch auf Zusammenarbeit basieren und daher zunehmend Eingang in die Wissenschaft finden.

Um Masterstudierende und interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit den Methoden von Open Science und Open Innovation, sowie den Möglichkeiten ihrer Verbindung vertraut zu machen, wird für das vom BMBF geförderte Projekt „Innovative Hochschule Potsdam“ (Inno-UP) eineinsemestriger, englischsprachiger Online-Kurs entwickelt. Unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Inhaber der ersten Transferprofessur an der Universität Potsdam, wird er derzeit in Zusammenarbeit mit angefragten Expertinnen und Experten wie Prof. Dr. Marion Poetz (Copenhagen Business School), Dr. Sybille Reichert (Reichert Consulting for Higher Education) und Clemens Blümel (HU Berlin und Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, DZHW) sowie Mentorinnen und Mentoren der Young Entrepreneurs in Science (YES) und anderen aus Wissenschaft und Gesellschaft umgesetzt und ab 2023 in der Lehre angeboten.

Der Kurs soll in Zukunft seinen Teilnehmenden konzeptionelles Wissen vermitteln, ihren Forschungsprozess zu öffnen und kollaborativ zusammenzuarbeiten. Im Austausch mit Expertinnen und Experten, Studierenden sowie Kolleginnen und Kollegen dient er auch dazu, die Philosophie bzw. konzeptuelle Grundlage des Projekts Inno-UP zu formulieren und kontinuierlich weiter zu entwickeln. In einem multidisziplinären Ansatz werden unter anderem folgende Themen integriert:

  • Konzepte von „Open Innovation“, „Open Science“ sowie „Open Innovation in Science“
  • Citizen Science
  • Collaborative Science
  • Innovationsökosysteme / Netzwerke
  • Kreativitätsmethoden
  • Science based Entrepreneurship
  • Innovationsindikatoren und Innovationsförderung

Der Kurs wird unter einer freien Lizenz veröffentlich und kann online oder in einem hybriden Format von Lehrenden übernommen und angepasst werden. Eine Mischung aus Lerninhalten, Selbstlernaktivitäten sowie interaktiven und praktischen Übungen sollen für didaktische Abwechslung sorgen. Fallbeispiele zu den einzelnen Themen aus der Universität Potsdam und darüber hinaus geben Einblicke in die praktische Anwendung von Open Science und Open Innovation.

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Portrait Dr. Sophia Rost

Dr. Sophia Rost

Transferreferentin für Digitalisierung und Kommunikation

 

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