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Projektbeteiligte: Nadine Spörer, Michel Knigge und Antje Ehlert

 

Laufzeit: 2018 - 2021

Die Evaluation von Schulen des Gemeinsamen Lernens und von Schulzentren im Land Brandenburg in den Schuljahren 2018/2019 sowie 2019/20 umfasst drei verschiedene, miteinander interagierende Ebenen: (1) die Ebene der Schülerinnen und Schüler (Analyse der individuellen Entwicklungsverläufe), (2) die Klassenebene (Analyse der unterrichtlichen Kontextbedingungen inklusive der professionsbezogenen Merkmale der Lehrerinnen und Lehrer) sowie (3) die Schulebene (Analyse von Merkmalen des Kollegiums und schulorganisatorischen Merkmalen). Es soll untersucht werden, wie der gemeinsame Unterricht in der Primar- und Sekundarstufe auf die Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern einwirkt und in welchem Zusammenhang dazu professionsbezogene Merkmale der Lehrerinnen und Lehrer, Unterrichtsmerkmale und kontextuelle Merkmale stehen. Die wechselseitigen Zusammenhänge sollen längsschnittlich in unterschiedlichen Kohorten der Primar- und Sekundarstufe untersucht werden.

Seit dem Schuljahr 2018/19 gibt es im Land Brandenburg 188 „Schulen für gemeinsames Lernen“, darunter sind 138 Grund-, 36 Oberschulen, 5 Gesamtschulen, 5 Schulzentren (Zusammenschluss einer Grund- und einer  Oberschule oder einer Grund- und einer Gesamtschule) sowie 4 berufliche Schulen (OSZ). Für den gemeinsamen Unterricht stehen in den Schuljahren 2017/18 und 2018/19 zusätzlich bis zu 432 Stellen für Lehrkräfte und sonstiges pädagogisches Personal zur Verfügung, die Kosten dafür betragen rund 25 Millionen Euro.

  
Das Konzept „Gemeinsames Lernen in der Schule“ sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf, insbesondere in den Förderschwerpunkten „Lernen“, „emotionale und soziale Entwicklung“ und „Sprache“ (LES), gemeinsam in einer Klasse lernen. 


Im Schuljahr 2018/19 beginnt zudem eine Evaluation, deren Ergebnis voraussichtlich im Jahr 2021 vorliegen wird. Danach wird über die weitere Umsetzung des Konzepts entschieden. Im Jahr 2020 soll das Ergebnis einer Evaluation der „Schulen für gemeinsames Lernen“ vorliegen. Ziel ist es, dass in etwa sechs Jahren alle brandenburgischen Grund-, Ober- und Gesamtschulen als „Schulen für gemeinsames Lernen“ dementsprechend ausgestattet werden.