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DFG-Netzwerk "Stimmungen, Konflikte, Welten"

Am DFG-Netzwerk "Stimmungen, Konflikte, Welten" ist Dr. Bernd Bösel beteiligt.

Die gesellschaftspolitische Bedeutung medial vermittelter Stimmungen ist allgemein anerkannt. Demgegenüberfristet ihre kulturwissenschaftliche Erforschung immer noch ein Schattendasein. Das wissenschaftlicheNetzwerk hat daher das Ziel, Stimmungen in ihrer Bedeutung und Funktion für Formender Selbst- und Welterkenntnis systematisch zu entwickeln und in ihrem eigenen Formierungspotenzialerfahrbar zu machen. Zunächst sollen Stimmungen unter interdisziplinärer und methodischvergleichenderPerspektive als Zentralbegriff für die Beziehung zwischen Mensch und Welt so operationalisiertwerden, dass sie das Ge- und Bestimmtsein des Menschen in seiner Verstrickung zwischenSituationen, Handlungen, Räumen und Umwelten verständlich machen können. In einem zweitenSchritt soll das wissenschaftliche Netzwerk insbesondere unter romanistischer Perspektive zu einerkulturhistorischen Einordnung von medial vermittelten Stimmungen und daraus resultierenden Konfliktenund Welten beitragen. Dabei soll eine entscheidende und bislang nur unscharf zu erkennende Dimensionder Semantisierungs- und Formierungskraft von Stimmungen genauer erfasst werden: Inwiefernwerden sie als Konfliktpotenzial zwischen Subjekt, Welt und Umwelt kulturhistorisch immer dannvirulent, wenn die Unstimmigkeit kultureller Ordnungen im Mittelpunkt steht?