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Forschung am Strukturbereich Kognitionswissenschaften

Sonderforschungsbereich 1287 "Die Grenzen der Variabilität in der Sprache: Kognitive, grammatische und soziale Aspekte" / Bereich Linguistik

Im Potsdamer Sonderforschungsbereich 1287 "Die Grenzen der Variabilität in der Sprache: kognitive, grammatische und soziale Aspekte" erforschen Linguisten*innen und Psychologen*innen aus der Philosophischen und der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam sowie aus der Fachrichtung Sprachwissenschaft und Sprachtechnologie der Universität des Saarlandes gemeinsam die Grenzen der Variabliltät in der Sprache. Dabei liegt der Fokus auf der Identifizierung der zugrundeliegenden Beschränkungen im linguistischen System. Unter Variabilität in der Sprache versteht der SFB 1287 dabei jedes sprachliche Verhalten, das einzelnen Sprechern*innen, einer Sprachgemeinschaft oder in verschiedenen Sprachkontexten auf allen linguistischen Beschreibungsebenen zur Verfügung steht.

Weiterführende Informationen können auf der SFB-Website abgerufen werden: https://www.uni-potsdam.de/en/sfb1287/index.html


Projektbeschreibung des Eyelabs / Nachwuchsgruppe "Hybride Narrativität" / Bereich Psychologie

Die vom BMBF finanzierte interdisziplinäre und verteilte Nachwuchsgruppe "Hybride Narrativität" kombiniert Methoden aus Kognitonswissenschaften und Digital Humanities mit Literaturwissenschaft mit dem Ziel, eine empirisch fundierte Beschreibung und ein Verständnis der Wirkweise graphischer Literatur und insbesondere des Genres des graphischen Romans zu erlangen.

Geplant sind unter anderem: (1) die Erstellung einer Datenbankund eines repräsentativen annotierten Korpus zentraler Werke des Genres Graphic Novel, (2) die Spezifikation einer XML-basierten Annotationssprache für forschungsrelevante Aspekte graphischer Literatur und Erstellung eines graphischen Editors für die Annotation in dieser Beschreibungssprache, (3) die Erhebung eines empirschen Korpus von Blickbewegungsmaßen samt R-Paket als Referenzdatensatz für weitere Forschung, (4) die Ableitung von Wirkhypothesen und deren empirsche Testung durch kognitonspsychologische Experimente mit Blickbewegungsmessung und blickkontingenter Anzeigenveränderung und (5) die Entwicklung zentraler Bestandteile einer empirisch fundierten Narratologie multmedialer Narrative und die empirische Beschreibung des Genres des graphischen Romans aus historischer und komparatistischer Perspektive.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Projektes: https://groups.uni-paderborn.de/graphic-literture/wp/. Eine Darstellung des aktuellen Forschungsstandes findet sich im bald bei Routledge erscheinenden Band "Empirical Approaches to Comics" (Dunst, Laubrock und Wildfeuer, Hrsg.).

 

 


Wissenschaftliches Verbundsystem im Leistungssport (WVL)-Projekt "Krafttraining im Nachwuchsleistungssport: KINGS-Studie" / Bereich Sportwissenschaften

Verschiedene wissenschaftliche Gesellschaften haben lange Zeit von der Durchführung eines Krafttrainings im Kindes- und Jugendalter abgeraten. Mittlerweile existiert jedoch eine Vielzahl an nationalen und internationalen Studien, die eindrucksvoll belegen, dass ein altersgerechtes und adäquat durchgeführtes Krafttraining bei gesunden und kranken Heranwachsenden verschiedene Dimensionen der Muskelkraft (z. B. Maximal-, Schnellkraft) steigern, soprtartspezifische Fertigkeiten verbessern, Lernprozesse im Techniktraining vorantreiben sowie positive Effekte hinsichtlich des Knochenstatus, der Körperzusammensetzung, kardio-vaskulärer und psycho-sozialer Faktoren hervorrufen kann. Auch im Nachwuchsleistungssport ist die Relevanz des Krafttrainings hinsichtlich der späteren Leistungsfähigkeit und Gesunderhaltung inzwischen unbestritten.

In der KINGS-Studie (Krafttraining Im NachwuchsleistuNGSport) werden deshalb seit September 2014 Forschungsdefizite im Krafttraining mit Kindern und jugendlichen Nachwuchsathleten mit Partnern aus der Wissenschaft (z. B. Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Land Brandenburg, Olympiastützpunkte Berlin/Brandenburg, Deutscher Turner-Bund) aufgearbeitet (Leitung: Prof. Dr. Urs Granacher). Zu den wichtigsten Arbeitsschritten des interdisziplinären Forschungsprojekts zählen 1) die Dokumentation der Trainingsbelastung/ -beanspruchung als auch der Trainings- und Wettkampfleistung mit einem spezifischen Fokus auf das Krafttraining, 2) die Analyse der sportlichen Leistungsfähigkeit von präpubertären Nachwuchsathleten. Die KINGS-Studie wird mit Mitteln des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) gefördert (ZMVI1-081901 14-18).

Weiterführende Informationen können auf der Projekt-Website abgerufen werden: https://www.uni-potsdam.de/kraftprojekt/.


Medicine in Spine Exercise (MispEx) / Bereich Gesundheitwissenschaften

Idiopathische und unspezifische Rückenschmerzen (90 % Lebenszeit-, 30 -50 % Punktprävalenz) sind relevant für das Gesundheitssystem sowie für Alltag, Breiten- und Spitzensport. Neuromuskuläre und strukturelle Defizite, häufig begleitet von biopsychosozialen Faktoren, sind ursächlich für Beginn und Chronifizierung der Symptome. Evident in Therapie und Prävention ist körperliche Aktivität, wobei nicht abschließend geklärt ist, welche Art und Dosierung effektiv ist, welches Trainingsminimum erreicht werden muss und wie unterschiedliche Adressatenkreise für einen nachhaltigen Effekt angesprochen werden müssen.

Das nationale Forschungsnetzwerk "Medicine in Spine Exercise" (MiSpEx*) arbeitet unter dem Projektnamen " Ran Rücken" seit 2011 an der Entwicklung/Validierung adressatengerechter Interventionsprogramme mit dem Ziel der Adaption neuromuskulärer Interaktionen und Schmerz moderiert durch Trainingszustand, Schmerzempfinden, allostatische Last und Versorgungskontext. Insgesamt werden rund 8.000 Patienten/Athleten in 34 Projekten wissenschaftlich und klinisch betreut. Es konnte nachgewiesen werden, dass ein Training zur Kompensation externer Störreize (Perturbationen) bei geringem Aufwand präventiv und therapeutisch wirksam ist. Neben der Validierung neuer, konsekutiv auf den Ergebnissen aufgebauten Interventionsmodulen, dem Transfer in Grundversorgung, Klink und Kompetenzzentren steht die differenzierte Analyse der Dosis-Wirkung im Mittelpunkt des Projekts.

*Das Netzwerk besteht aus klinischen Einrichtungen und Hochschulen, die in der Patientenversorgung und der Betreuung von Sportlern tätig sind. MiSpEx wird gefördert aus Mitteln des Bundesinstituts für Sportwissenschaft.