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18.01.2017: Rosa Luxemburg und die russische Revolution. Zur Wirkungsgeschichte einer unerwünschten Kritik

Prof. Dr. Ernst Piper (Berlin)

Forschungskolloquium zur Neueren und Neuesten Geschichte
Mittwoch, 12:00–14:00 Uhr
Am Neuen Palais, Haus 12, 0.14

Im September und Oktober 1918 verfasste Rosa Luxemburg im Gefängnis in Breslau ihre letzte Arbeit „Zur russischen Revolution“. Das Manuskript blieb unvollendet und wurde erst nach ihrem Tod veröffentlicht. Eine russische Übersetzung konnte sogar erst 1990 erscheinen. Bis heute ist die Bedeutung dieser Schrift, die sowohl ein Bekenntnis zur Russischen Revolution als auch scharfe Kritik an ihren Erscheinungsformen enthält, umstritten. Ihre Rezeptionsgeschichte ist paradigmatisch für das ambivalente Verhältnis der orthodoxen Linken zu Rosa Luxemburg. Einerseits wird die ermordete Revolutionärin wie eine Heilige verehrt, andererseits wirkt Stalins Verdammungsurteil über den „Luxemburgismus“ bis heute nach.

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