Podiumsdiskussion

Im Rahmen der CultMedia-Jahrestagung wurde eine Podiumsdiskussion unter der folgenden Leitfrage geführt:

Welche mediale Zukunft wollen wir? Zur Ästhetisierung und nachhalten Ausrichtung in neuen Medien.

Die zunehmende Digitalisierung und das Internet versprechen eine Fülle an freizugänglichen Daten und Informationen. Jedoch wird diese Menge durch usergenierte Inhalte, Fake-News und Ähnlichen erheblich beschnitten. Darum ist eine freie Meinungsbildung im Internet für weite Teile der Gesellschaft nicht möglich. Doch wie können BürgerInnen dann in der Lage sein in einer Demokratie zu leben und diese mit zu gestalten?

Wird das Augenmerk auf Diskussionen rund um die Digitalisierung gelenkt, so fällt schnell auf: Politiker erscheinen hier emotional befangen und geben Zuständigkeiten zum Teil an Unternehmen ab, die meist nach internationalen Recht agieren. Auch das Spannungsfeld zwischen Profit und Ausbeutung ist im Kontext der Digitalisierung bemerkenswert. So findet durch global agierende Unternehmen eine Ausbeutung von sozialen und materiellen Ressourcen statt.

Demonstrationen und Aktionen wie beispielsweise Fridays for Future zeigen, dass das Themenfeld Digitalisierung, Nachhaltigkeit und freie Meinungsbildung in der Gesellschaft Gehör findet. Jedoch ist das einzelne Individuum nicht in der Lage, sich selbstständig aus der „Blase“ zu befreien, die seine Umwelt umfasst. Darum sieht das Netzwerk CultMedia seine Aufgabe darin, die Medienkompetenz in breiten Teilen der Bevölkerung zu fördern und damit eine Aufklärung voranzutreiben, die es BürgerInnen erlaubt, an einer Demokratie zu partizipieren.