Bildungs- und Berufspraxis

Unter dem Stichwort "Praxis" werden Hinweise zur Erwachsenen- und Weiterbildungspraxis sowie zur medienpädagogischen Praxis gegeben. Diese Hinweise umfassen knappe Informationen zu den Berufsfeldern sowie Links zu exemplarischen Handlungsfeldern.

Berufsfelder

Arbeitsmarkt und Bildungspraxis

Im Bachelorstudiengang Erziehungswissenschaft haben Sie die Möglichkeit, den Schwerpunkt "Bildung und Teilhabe Erwachsener" (Profilierung II) zu studieren. Das Lehrangebot Erwachsenenbildun/Weiterbildung umfasst den Erwerb wissenschaftlicher und praktischer Kompetenzen, um im pädagogischen Berufsleben Lehr-Lernverhältnisse mit Erwachsenen professionell durchführen und begründen zu können. Was sind mögliche Berufsfelder für dieses Studium und welche Trends sind im Bereich der Erwachsenenbildung/Weiterbildung absehbar? Erwachsenenbildung entgrenzt sich. Der Arbeitsmarkt für Erwachsenenbildner weitet sich aus. Lernen wird über die Lebensspanne hinweg gesellschaftlich relevant. Lebenslanges Lernen wird auf nationaler und europäischer Ebene zum politischen Programm erhoben. Lernen wird in der so genannten Wissensgesellschaft nicht nur als persönliche Entwicklungsmöglichkeit verstanden, sondern als gesellschaftliche Anforderung zum Erhalt der individuellen, betrieblichen und gesellschaftlichen Konkurrenzfähigkeit definiert. Gelernt werden soll immer und überall, in institutionalisierter und nicht-institutionalisierter Form.

Das Lehrangebot im Studienschwerpunkt Erwachsenenbildung/Weiterbildung umfasst die gesellschaftlichen Rahmungen der Lern- und Wissensgesellschaft, die institutionellen Strukturen der Erwachsenenbildung und die didaktischen Konzepte. In Folge der beschriebenen Entwicklung finden sich ganz unterschiedliche Berufsfelder für Erwachsenenbildner. Über Bildungsangebote in Kursen hinaus geht es immer mehr um die Unterstützung selbstorganisierten Lernens in fast allen Lebensbereichen. Hier eine Reihung nur der wichtigsten Berufsfelder:

  • Volkshochschulen
  • Bildungseinrichtungen:
  1. der Betriebe
  2. für die öffentliche Verwaltung
  3. der Gewerkschaft
  4. der Arbeitgeberverbände
  5. der Kammern
  6. der Berufsverbände und Berufsgenossenschaften
  7. der Kirchen
  8. der Parteien
  9. privater Träger
  • Organisationsentwicklungs- und Beratungsagenturen
  • Selbständige Tätigkeit als TrainerIn oder LernbegleiterIn
  • Wissenschaftliche Tätigkeit in Instituten oder Universitäten

In den einzelnen Berufsfeldern lassen sich verschiedene Funktionen unterscheiden, in denen Erwachsenenbildner tätig sind:

  • Management, Verwaltung, Organisation und Akquise
  • Planungs- und/oder Lehraufgaben
  • Beratung in der Weiterbildungsberatung oder Organisationsberatung
  • Lehraufgaben TrainerIn, Dozentin, LernbegleiterIn mit
  • Bedarfserhebung, Evaluation
  • Forschung

Praktikumsplätze

Untersuchungen zum Berufsverbleib von AbsolventInnen des Studiengangs Erziehungswissenschaft/Schwerpunkt Erwachsenenbildung

Krüger, H.-H./ Rauschenbach, Th. u.a.: Diplom-Pädagogen in Deutschland Survey 2001. Juventa Materialien. 2003, 336 S, br.  22,50; 

Fink-Jacob, A.: Zum beruflichen Verbleib von Marburger Diplom-Pädagoginnen und –Pädagogen mit Studienschwerpunkt Erwachsenenbildung und außerschulischen Jugendbildung. In: Beiheft zum Report 1996, S.50-58.

Nittel, D.: Die Relevanz des erziehungswissenschaftlichen Studiums im Professionalisierungsprozess von Erwachsenenpädagogen. In: Beiheft zum Report 1995

Die Zeit (39/2000): "Karriere machen als Pädagoge" / Datenreport Erziehungswissenschaft" (Word-Dokument)

„Datenreport Erziehungswissenschaft: Gesellschaftlicher Bildungs- und Beratungsbedarf steigt -
Gute Berufsaussichten für Pädagogen“