Tierschutz

Versuchsmäuschen
Foto: T. Nitezki

Die Universität Potsdam setzt sich aktiv für den Tierschutz, insbesondere das Refinement,  in der Versuchstierkunde ein.

Refinement (Verbesserung) von Tierversuchen bedeutet das Wohlbefinden der Tiere, die im Versuch verwendet werden, zu verbessern und potentiellen Stress oder Leid auf ein Mindestmaß zu beschränken bzw. zu vermeiden. Russel und Burch beschreiben in ihrem Buch The Principles of Humane Experimental Technique. (1959) Refinement als „any decrease in the incidence or severity of inhumane procedures applied to those animal which still have to be used“. Hierzu zählen u.a. nicht-invasive Messmethoden, angepasste Medikation zur Schmerzausschaltung bei operativen Eingriffen und das Training von Tieren, um bestimmte Abläufe stressfreier zu gestalten. Außerdem tragen auch gut ausgebildete Tierpfleger und Tierversuchsleiter, sowie der Einsatz von Tierschutzbeauftragten maßgeblich zum Refinement bei. Darüber hinaus ist es von außerordentlicher Bedeutung, die Tiere in artgerechten Haltungsbedingungen unterzubringen, die es ihnen ermöglichen speziesspezifisches Verhalten auszuüben und sozialen Interaktionen nachzugehen.

Um die Forschung in diesem Bereich voranzutreiben, ist die Universität Potsdam Mitglied der Berlin-Brandenburg BB3R-Forschungsplattform

Ansprechpartner: Prof. Dr. Burkhard Kleuser, Tina Nitezki

Versuchsmäuschen
Foto: T. Nitezki