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Nach dem Kolonialismus

Tagung der Gesellschaft für die neuen englischsprachigen Literaturen (ASNEL) und der Gesellschaft für Australienstudien (GASt) an der Universität Potsdam

Welche Verantwortung tragen heute ehemalige Kolonialmächte für ihre einstigen Kolonien? Wie gehen sie mit ihrer Schuld an Sklaverei, Genozid und Apartheid um? Wie sühnen sie begangenes Unrecht? Und kann der aktuelle Diskurs zur Gerechtigkeit in der Gegenwart beitragen? Vom 29. Mai bis zum 01. Juni kommen an der Universität Potsdam Experten aus aller Welt zusammen, um über diese Fragen zu diskutieren und sich mit der Praxis und den Normen von Gerechtigkeit in einer postkolonialen Welt zu befassen. Die Referenten widmen sich dabei insbesondere dem englischsprachigen Raum.

Die viertägige Konferenz, die in Kooperation mit der Berliner Werkstatt der Kulturen stattfindet, bietet neben zahlreichen Vorträgen auch Diskussionsrunden, Posterpräsentationen, Lesungen, Workshops und Performance-Kunst. Die Referenten beleuchten das koloniale und postkoloniale Zeitalter aus unterschiedlichen Blickwinkeln und betrachten künstlerische, literarische, ökologische, politische und wirtschaftliche Facetten. Zu den prominenten Rednern zählt Paul Gilroy, Professor am King´s College London und Experte für die Musik und Kultur der afrikanischen Diaspora.
Eine Plenumsdiskussion mit der australischen indigenen Künstlerin und Wissenschaftlerin Prof. Fiona Foley thematisiert den schwierigen Umgang mit menschlichen Überresten australischer Ureinwohner in deutschen Museen und wissenschaftlichen Sammlungen. Im April 2013 wurden erstmals Exponate aus der während der Kolonialzeit entstandenen umfangreichen Sammlung der Berliner Charité rückgeführt. Mitte 2014 sollen weitere folgen. Die Diskussionsteilnehmer beleuchten die Interessenskonflikte zwischen naturwissenschaftlicher Forschung, einer kritischen historischen Auseinandersetzung und den Wünschen und Forderungen indigener Interessenvertreter. Die Australische Botschaft unterstützt die Veranstaltung. Der australische Botschafter, seine Exzellenz David Ritschie, und Universitäts-Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D. werden die Gäste begrüßen.
Weitere Informationen zum Programm unter: www.uni-potsdam.de/poco_justice

Zeit: 29.05. bis 01.06.2014
Ort: Campus Am Neuen Palais, 14469 Potsdam, Haus 8 und Haus 9 und Werkstatt der Kulturen Berlin, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin
Kontakt: Prof. Dr. Lars Eckstein, Institut für Anglistik und Amerikanistik
Telefon: 0331 977-1106
E-Mail: lars.ecksteinuni-potsdamde
Prof. Dr. Anja Schwarz, Institut für Anglistik und Amerikanistik
Telefon: 0331 977-1046
E-Mail: anja.schwarzuni-potsdamde
Internet: www.uni-potsdam.de/poco_justice

Medieninformation 22-05-2014 / Nr. 076
Heike Kampe

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1869
Fax: +49 331 977-1130
E-Mail: presseuni-potsdamde
Internet: www.uni-potsdam.de/presse

Online gestellt: Edda Sattler