Zum Hauptinhalt springen

Fragetypen & Fragenerstellung

Bei jeder Lernstandserhebung werden den Prüflingen Fragen und Aufgaben gestellt. Dies kann auf vielfältige Weise geschehen, angefangen bei Fragen mit Lösungsvorgaben wie in Single- oder Multiple-Choice-Fragen, über die Berechnung einer Lösung bis hin zu einer Erläuterung im Freitextformat.

Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über die Fragentypen geben, die von unseren derzeitigen Systemen, Moodle.UP und Exam.UP, die für Prüfungen verschiedener Art zur Verfügung stehen, unterstützt werden. Außerdem finden sie Support-Materialien wie Sie Ihre Fragen und Aufgaben auf diesen Plattformen erstellen können und worauf bei der Prüfungserstellung in Moodle.UP und Exam.UP zu achten ist.

→ Gut zu wissen: Unser Moodle-Kurs "Fragetypen in Moodle" bietet Ihnen einen detaillierten Überblick über innovative Assessmentfragen auf der Plattform. Dazu finden Sie ausführliche Beschreibungen der oben aufgeführten Fragentypen mit Beispielen zum direkten Ausprobieren in Moodle sowie Bildmaterial zur Veranschaulichung. Außerdem finden Sie Anregungen zu didaktischen Überlegungen und eine Übersicht darüber welche Fragentypen eine automatische Auswertung unterstützen.

 

Verfügbare Fragentypen auf unseren Plattformen Moodle.UP und Exam.UP

Single-Choice-, Multiple-Choice- und Wahr/Falsch-Fragen

Drag and Drop

Zuordnungsfragen

Freitext

Kurzantwort

Lückentext

Berechnungen

Musterabgleich

Numerisch

Code Runner

Correct Writing

STACK

Do's & Don'ts: Multiple-Choice

Bei einer stetig wachsenden Anzahl Studierender hat sich die Multiple-Choice Prüfung als zeitsparendes Prüfungsformat durchgesetzt. Durch die automatisierte Auswertung bieten sich MC-Prüfungen gerade in Online-Szenarien an. Mit der richtigen Formulierung der Fragen und Antwortmöglichkeiten (Distraktoren), kann die didaktische Zielsetzungen des kompetenzorientierten Prüfens gewährleistet werden.

Fragenerstellung bei MC-Prüfungen
Do's Don'ts
  • Anwendungsfragen, z.B. fachliche Vorgehensweisen beurteilen
  • jede Frage hat einen spezifischen Fokus 
  • Cover-the-Options-Rule: Die Fragen sind auch ohne die vorgegebenen Antwortmöglichkeiten beantwortbar
  • Auswahl von Items: Einschränkung der Fragethemen auf Teilaspekte  (Kapitel, Vorlesungseinheiten, Lernziele)
  • Positive Formulierung verwenden  

 

  • reine Faktenabfrage (z.B. Definitionen)
  • mehrere Aspekte mit einer Frage abdecken
  • Negativfragen
  • die Gestaltung der Frage lenkt vom Thema ab 
  • Fragen mit uneindeutigen Antworten („Was würden Sie machen?“)
  • Wissen um Abkürzungen von Fachbegriffen/ Institutionen voraussetzen
Erstellung von Distraktoren bei MC-Prüfungen
Do's Don'ts
  • Nahliegende Distraktoren (z.B. gängige Fehlkonzepte)
  • Inhaltlich homogene, etwa gleich lange und gleich komplexe Antwortmöglichkeiten
  • logische Anordnung der Antwortalternativen (z. B.  Zahlenwerte aufsteigend)                                                                                                
  • variierende Anzahl an Distraktoren
  • minimaler Leseaufwand
  • abwegige oder offensichtliche Lösungsalternativen  
  • die Antwortmöglichkeiten überschneiden sich
  • wissenschaftliche Fachbegriffe sind ungleichmäßig über die Antwortalternativen verteilt
  • absoluten Aussagen, wie „nie“, „immer“
  • die richtige Antwort kann anhand eines Musters identifiziert werden