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Eine Sprache, viele Kulturen – Neues Literatur-Projekt an der Universität Potsdam

Am 1. Dezember 2016 startet die Initiative „Eine Sprache – viele Kulturen“ des Instituts für Germanistik der Universität Potsdam und des Friedrich-Bödecker-Kreises e. V. Brandenburg. Das Projekt bringt Lehramtsstudierende des Fachs Deutsch mit Schülern aus Brandenburg und Gegenwartsautoren zusammen. Das von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Projekt will damit einen Beitrag zur öffentlichen Debatte über Literatur, Migration, Integration und Identität leisten. Zum Auftakt veranstaltet das Institut für Germanistik eine Lesung und Diskussion mit den Adelbert-von-Chamisso-Preisträgern Sudabeh Mohafez und Mathias Nawrat.

Menschen anderer Herkunft begegnen häufig Klischees und Vorurteilen. Das Projekt „Eine Sprache – viele Kulturen“ möchte junge Menschen für solche bewussten oder auch unbewussten Stereotype sensibilisieren: durch Begegnungen von Potsdamer Lehramtsstudierenden mit brandenburgischen Schülern und Adelbert-von Chamisso-Preisträgern. Dabei organisieren die Studierenden des Fachs Deutsch selbst Schreibwerkstätten, Lesungen und Autorenbegegnungen, die fortlaufend an der Universität Potsdam und an Schulen in Brandenburg stattfinden. Diese sollen die angehenden Deutschlehrer schon jetzt auf die interkulturellen Dimensionen ihres künftigen Literaturunterrichts vorbereiten und sie befähigen, als Lehrer alternative Unterrichtsprojekte durchzuführen.
Die Zusammenarbeit mit den Adelbert-von-Chamisso-Preisträgern ist für die Initiatoren besonders sinnvoll. Der Literaturpreis war zunächst für Autorinnen und Autoren gedacht, deren Muttersprache zwar nicht Deutsch ist, die aber auf Deutsch schreiben. Seit 2012 erhalten auch jene Schriftsteller die Auszeichnung, die einen Sprach- und Kulturwechsel erlebt haben, der sich in ihrem Werk widerspiegelt. „Für unser Projekt sind die Preisträger daher ideale Vermittler für die interkulturellen Dimensionen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“, erklärt Dr. Christian Ernst vom Institut für Germanistik.
Doch 2017 wird die Auszeichnung zum letzten Mal verliehen. Denn das ursprüngliche Ziel, Menschen mit Migrationsgeschichte in die deutsche Gegenwartsliteratur einzubeziehen, ist nach Aussage der Robert-Bosch-Stiftung erreicht. Hat der Preis seine Aufgabe tatsächlich schon erfüllt? Und welche Bedeutung hat ein Literaturpreis, der eigens für Autorinnen und Autoren mit Migrationshintergrund ausgelobt wird? Über diese und andere Fragen diskutieren die Germanisten, Studierenden und Autoren im Anschluss an die Lesung.

Zeit: 1.12.2016, 16.30 Uhr
Ort: Universität Potsdam, Campus Am Neuen Palais, Haus 9, Hörsaal 1.02
Kontakt: Dr. des. Christian Ernst, Institut für Germanistik
Telefon: 0331 977-4233
E-Mail: christian.ernstuni-potsdamde
Internet: https://www.uni-potsdam.de/ndl-19-21-jhd/aktuellesveranstaltungen.html

Medieninformation 28-11-2016 / Nr. 175
Jana Scholz

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
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E-Mail: presseuni-potsdamde
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Online gestellt: Sabine Rieder
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktionuni-potsdamde