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Einladung zum Pressetermin am 14. April 2016: Start des Qualifizierungsprogramms für geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer

Heute startet der erste Kurs im Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer an der Universität Potsdam. Aus diesem Anlass laden wir Sie zu einem Pressetermin am Donnerstag, dem 14. April 2016 auf den Campus Griebnitzsee, Haus 6, Raum S.13 ein. Von 12.30 Uhr bis 12.45 Uhr haben Sie Gelegenheit, im Seminar zu filmen und zu fotografieren. Anschließend werden Ihnen die Initiatoren und Dozenten Fragen zum Projekt beantworten. Geplant ist, dass Sie auch mit Englisch sprechenden Teilnehmern ins Gespräch kommen können.  Bitte melden Sie sich an unter presseuni-potsdamde.

Hunderte Frauen und Männer hatten sich für das deutschlandweit erste Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer an der Universität Potsdam beworben. „Die große Resonanz hat uns überwältigt“, sagt die Initiatorin des Projekts, Prof. Dr. Miriam Vock. Ursprünglich hatte sie mit 15 Teilnehmern gerechnet. Dank einer zusätzlichen Förderung durch das brandenburgische Wissenschaftsministerium können noch im Sommersemester zwei weitere Kurse eröffnet werden.
Die Interessenten, die aus Brandenburg und Berlin, aber auch aus dem gesamten Bundesgebiet kommen, sind überwiegend sehr gut qualifiziert, berufserfahren und hoch motiviert, in Deutschland als Lehrerinnen und Lehrer zu arbeiten. „Wir hoffen, dass bald auch andere Universitäten ein ähnliches Programm auflegen werden“, sagt Miriam Vock vom Department für Erziehungswissenschaften. Für die vielen geflüchteten Kinder an deutschen Schulen werden dringend mehr Lehrer benötigt. Allein in Brandenburg  sind es 4.000 Mädchen und Jungen aus verschiedenen Herkunftsländern. „Die Lehrkräfte unter den Geflüchteten könnten gute Brückenbauer sein, indem sie sprachlich und kulturell zwischen den neuen Schülern sowie deren Eltern und den deutschen Schulen vermitteln“, so die Potsdamer Bildungswissenschaftlerin.
In einem ersten Schritt sollen die größtenteils aus Syrien stammenden Lehrkräfte am Zentrum für Sprachen und Schlüsselkompetenzen der Universität Potsdam einen intensiven Deutschkurs erhalten. Ab dem Herbst werden sie dann in einem speziellen Kurs und in Hospitationen mit dem deutschen Schulsystem vertraut gemacht. Zahlreiche Schulen haben bereits ihre Bereitschaft erklärt, geflüchteten Lehrkräften Einblicke in die Unterrichtspraxis zu ermöglichen. Auch das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität ist hier mit einbezogen. „Schule funktioniert in Syrien eben sehr anders als in Deutschland“, erklärt Mitinitiator Dr. Frederik Ahlgrimm. Nicht nur was die Klassenstärke betreffe, sondern auch die Unterrichtsmethodik und die Bewertungsweise.  
Geplant ist, dass deutsche Lehramtsstudierende am Kurs teilnehmen und mit den Lehrkräften Tandems bilden, um sich gegenseitig über die Schulsysteme in den Herkunftsländern der Geflüchteten zu informieren.  „Für ihre spätere Arbeit an Schulen mit geflüchteten Kindern wird dies sehr hilfreich sein“, so der Vizepräsident für Studium und Lehre der Uni Potsdam, Prof. Dr. Andreas Musil, der zugleich Direktor des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung ist. Für die Studierenden bestehe hier eine große Chance, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben.

Pressetermin
Zeit: 12.30 bis 14.00 Uhr
Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, August-Bebel-Str. 89, 14482 Potsdam, Haus 6, Raum S.13
Kontakt: Antje Horn-Conrad, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0331 977-1665
E-Mail: hconraduni-potsdamde
Anmeldung: presseuni-potsdamde

Medieninformation 11-04-2016 / Nr. 042
Antje Horn-Conrad

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1474
Fax: +49 331 977-1130
E-Mail: presseuni-potsdamde

Online gestellt: Klara Wittich
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktionuni-potsdamde