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„Spitzenforschung und -lehre im Dienst des Landes“ – Universität übergibt Hochschulentwicklungsplan

Die Universität Potsdam hat ihre Entwicklungsstrategie für die nächsten fünf Jahre festgelegt. Unter dem Titel „Spitzenforschung und -lehre im Dienst des Landes“ ist der „Hochschulentwicklungsplan (HEP) 2014–2018“ vom Senat der Universität verabschiedet und nun offiziell an das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur übergeben worden. Zu den wichtigsten Vorhaben gehören neben der Neuausrichtung der Forschungsstrategie und der konsequenten Weiterentwicklung forschungsbasierter Lehre der Ausbau des Wissens- und Technologietransfers und die internationale Vernetzung der Hochschule.

„Der Titel des Hochschulentwicklungsplans bringt es auf den Punkt“, sagt Prof. Oliver Günther, Ph.D., Präsident der Universität Potsdam. „Zum einen braucht das Land Brandenburg Spitzenforschung, ohne universitäre Spitzenforschung kann ein modernes Industrieland heute nicht mehr reüssieren. Dafür müssen hervorragende Wissenschaftler gewonnen werden, die Personalausstattung in unseren forschungsstarken Bereichen muss verstärkt werden. Zum anderen wollen wir die Qualität unserer forschungsbasierten Lehre sicherstellen und weiterentwickeln, damit die Studierenden eine bestmögliche Ausbildung erhalten und für ihre berufliche Laufbahn gerüstet sind. Wichtig ist hier eine Erhöhung der Grundausstattung, um damit mehr Personal in Lehre und lehrnaher Verwaltung einstellen zu können. So sollen endlich Betreuungsverhältnisse erreicht werden, wie sie anderswo in Deutschland längst üblich sind“, so Günther.
Mit ihrer neuen Forschungsstrategie will die Universität Potsdam ihr Profil schärfen, zielgerichtet Schwerpunkte fördern und die internationale Sichtbarkeit erhöhen. Im Zentrum stehen hier die Erdwissenschaften, die Funktionelle Ökologie und Evolutionsforschung, die Kognitionswissenschaften sowie die Pflanzengenomforschung und Systembiologie. Daneben werden auf Fakultätsebene die Bereiche Funktionale Weiche Materie, Komplexe Systeme sowie Politik, Verwaltung und Management gefördert. Eine flexible Anschubfinanzierung erhalten innovative Forschungsinitiativen, z.B. in den Gesundheitswissenschaften, sowie das „Research Center Sanssouci“ (RECS), das in Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten gegründet wird.
Um hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs zu gewinnen, setzt die Universität das jüngst entwickelte „Potsdamer Tenure-Track-Modell“ um. Mit der vorgezogenen Neubesetzung von Professuren kann sie ohne wesentliche zusätzliche Mittel reizvolle Stellen schaffen, die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt attraktive berufliche Perspektiven bieten. Was die wissenschaftlichen Mitarbeiter angeht, so hat sich die Universität bereits 2014 auf Mindestlaufzeiten für befristete Arbeitsverträge festgelegt.
Auch sieht sich die Universität in der Verantwortung, ihre Forschungsorientierung in der Lehre zu verstärken. Konkret soll dafür in den kommenden Jahren das Angebot der Master- und Promotionsstudienplätze ausgebaut werden. Dank der erfolgreichen Systemakkreditierung besitzt die Universität Potsdam die geeigneten Instrumente, um ihre Studiengänge selbst weiterzuentwickeln. Darauf aufbauend soll das bestehende Qualitätsmanagement zu einer „Potsdamer Qualitätskultur“ ausgebaut werden. Ein erstes Beispiel dafür ist das im Dezember 2014 gegründete fakultätsübergreifende Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZeLB), eine bundesweit einmalige Konstruktion. „Im ZeLB haben wir Lehrerbildung und Bildungsforschung zusammengeführt, um einerseits besser untersuchen zu können, wie Schule heute ‚funktioniert‘, und andererseits Forschungsergebnisse der Bildungsforschung direkt in die Ausbildung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer einfließen zu lassen“, erklärt Prof. Oliver Günther.
Daneben ergeben sich durch die Öffnung des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ganz neue Herausforderungen. Um der Diversität der Studierendenschaft zu entsprechen, will die Universität Potsdam zusätzliche unterstützende Angebote, besonders für die Studieneingangsphase, bereitstellen. „Ziel muss es sein, nicht nur vielen geeigneten Interessenten ein Studium zu ermöglichen, sondern sie dann auch bestmöglich auszubilden und ohne Kompromisse bei der Qualität zu einem Abschluss zu führen“, so Günther.
Im Wissens- und Technologietransfer profiliert sich die Universität Potsdam als unternehmerische Hochschule. 2014 gab es 54 Unternehmensgründungen aus der Universität heraus. Dieses hohe Niveau an Startups gilt es zu halten. Ausgebaut werden soll die Kooperation mit Unternehmen, vor allem über den Partnerkreis Industrie und Wirtschaft. Ziel ist nicht zuletzt, auf diesem Weg den Studierenden der Universität Perspektiven zu eröffnen, um junge, gut ausgebildete Fachkräfte langfristig in Brandenburg zu halten.
Konsequent fortgesetzt werden soll die Internationalisierung der Universität Potsdam. Im Fokus steht dabei zum einen die Etablierung eines „Campus International“, in Form einer lebendigen Willkommenskultur, mehrsprachiger Studien- und Fortbildungsangebote sowie der aktiven Implementierung internationaler Standards für die Beschäftigung von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen. Zum anderen soll die Zusammenarbeit mit den strategischen Partnern sowie den Schwerpunktregionen verstärkt werden, besonders beim Studierendenaustausch, aber auch in internationalen Graduiertenkollegs, Fast-Track-Programmen und gemeinsam entwickelten und durchgeführten Forschungsprojekten.

Kontakt: Antje Horn-Conrad, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0331 977-1665
E-Mail: hconraduni-potsdamde

Medieninformation 05-02-2014 / Nr. 013
Matthias Zimmermann

Universität Potsdam
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