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Stefan Bernhard, Dr. rer. pol.

Projektbeschreibung

Die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit: Europäische Politik, transnationaler Mobilitätsraum und nationale Felder

Die Arbeitnehmerfreizügigkeit hat den Zugang zu den nationalen Arbeitsmärkten der Mitgliedsstaaten liberalisiert. EU-Bürger und Inländer sind damit in wichtigen Belangen rund um die Erwerbstätigkeit rechtlich gleichgestellt. Aus feldanalytischer Sicht hat sich eine komplexe Konfiguration von Feldern entwickelt, bei dem transnationale und supranationale Felder massiv in nationalstaatliche Felder hineinwirken und von diesen selbst wiederum beeinflusst werden. Diesem Geflecht, seinen Dynamiken und Auswirkungen gilt mein Forschungsinteresse. Theoretisch-konzeptionell geht es dabei um die Rekonstruktion der Entstehung, des Wandels sowie der Überlagerung der beteiligten Felder; Empirisch stehen die Ausläufer dieser Prozesse auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Fokus. Eine Besonderheit des Forschungsansinnens ist der Rückgriff auf arbeitsmarktbezogene quantitative Längsschnittdaten von Deutschen und EU-Migranten, durch den Daten auf individueller Ebene mit sozio-politischen Prozessen zusammengebracht werden.
 

Biografie

Studium der Soziologie in Bamberg und Galway (Dipl.-Soz. 2004), 2004-2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Soziologische Theorie an der Universität Bamberg, 2005-2008 Stipendiat des DFG-Graduiertenkollegs „Märkte und Sozialräume in Europa“ (Dr. rer. pol. 2009), seit 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.
 

Forschungsschwerpunkte

Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Europasoziologie, Netzwerkanalyse, Politische Soziologie, Qualitative Sozialforschung, Wirtschaftssoziologie
 

Publikationen

  • Bernhard, Stefan und Sarah Bernhard. 2016. Do anti-discrimination provisions make a difference? The case of wage discrimination against EU foreigners in Germany. Zeitschrift für Soziologie 45: 57-72.
  • Bernhard, Stefan. 2015. Informational capital: How it is developed and used by CSOs and EU institutions. In: EU civil society: Patterns of cooperation, competition and conflict, Hrsg. Hakan Johansson und Sara Kalm, S. 43-60. Basingstoke: Palgrave Macmillan.
  • Bernhard, Stefan und Sarah Bernhard. 2014. Arbeitnehmer­freizügigkeit und Diskriminierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Europäische Politik, transnationaler Mobilitätsraum und nationales Feld. Berliner Journal für Soziologie 24: 169-199.
  • Bernhard, Stefan und Christian Schmidt-Wellenburg (Hrsg.). 2012. Feldanalyse als Forschungsprogramm, 2 Bde. Wiesbaden: Springer VS.
  • Bernhard, Stefan. 2011. Beyond constructivism – The political sociology of an EU policy field. International Political Sociology 5: 426-445.

Mitantragsteller

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg

stefan.bernhardiabde

Stefan Bernhards Mitarbeiterseite auf www.iab.de