USV Potsdam - Abteilung Taekwondo

Die ideologische Entwicklung im geschichtlichen Verlauf Koreas

Aus der zuvor behandelten Option über die geschichtliche Entwicklung des Taekwondo lässt sich ableiten, dass eine frühere Form des Taekwondo (Subak) zwecks besserer Verteidigung bei Feindesangriffen entstanden ist. Dem Subak, bzw. Taekyon mass man zunächst überwiegend physische Bedeutung bei. Eine Stärkung von körperlicher Fitness, Kraft und Ausdauer waren die entscheidenen Ziele dieser Kampfkunst.

Mit der Entstehung der drei Königreiche folgte die Errichtung der militärischen Organisation Hwarang-Do. Im Hwarang-Do legte man einen weiteren Schwerpunkt auf die ideologischen Aspekte der Kriegskunst. Gehorsamkeit und Respekt gegenüber den Eltern, Mut, Treue, Loyalität gegenüber der Nation, Meiden unnötiger Gewalt und Ehrgefühl gehörten nunmehr zur Ideologie der Kampfkunst. Dem Subak wurden erzieherische Werte beigemessen, die man der Jugend nahebrachte.

Im Verlauf der geschichtlichen Entwicklung wurden weitere, ideologisch gesehen, positive Elemente der Kampfkunst zugefügt. Aus der urprünglich primitiven und physisch orientierten Kriegskunst Subak hat sich somit über nahezu zwei Jahrtausende das heutige philosophisch und körperlich anspruchsvolle Taekwondo entwickelt. Taekwondo ist der physische Ausdruck des Überlebenswillens und darüber hinaus eine Tätigkeit, mit deren Hilfe die geistigen Ziele eines Menschen erfüllt werden können.