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Zehn Fragen für ein Buch – „Der Universitätscampus Golm“

Zehn Fragen für ein Buch, gestellt an Leonie Kayser, Autorin des Buches „Der Universitätscampus Golm“, Universitätsverlag 2019.
Leonie Kayser, Autorin des Buches „Der Universitätscampus Golm“. Foto: privat.

Leonie Kayser, Autorin des Buches „Der Universitätscampus Golm“. Foto: privat.

Zehn Fragen für ein Buch, gestellt an Leonie Kayser, Autorin des Buches „Der Universitätscampus Golm“, Universitätsverlag 2019.

Was steht in Ihrem Buch – in drei Sätzen?

Im ersten Teil meines Buches erzähle ich die Geschichte des Areals, auf dem sich heute der Universitätscampus Golm befindet: Es geht um die Nutzung als Kaserne zwischen 1935 und 1945, um die Kaderschmiede der Stasi, die sich von 1951 bis 1990 hier befand, und schließlich um den Einzug der Universität Potsdam im Jahr 1991. In der zweiten Hälfte des Buchs wird diese Vergangenheit lebendig; auf einem Spaziergang über den Universitätscampus begegnen uns alte und neue Gebäude aus allen drei Nutzungsperioden.

Hat Ihr Buch eine Geschichte? (Wie ist es entstanden: aus einer Tagung, einem Projekt, einer Dissertation?)

Das Buch ist im Anschluss an das Projekt „Zeitzeichen“ entstanden, an dem ich als wissenschaftliche Hilfskraft mitgearbeitet habe. „Zeitzeichen“, das sind Informationsstelen, die an einzelnen Universitätsstandorten die Geschichte des jeweiligen Campusareals erzählen. Die Stelen wurden sehr gut angenommen, sowohl von Universitätsangehörigen als auch von Gästen. Das Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit trat dann mit der Idee an mich heran, der Geschichte Golms ein ganzes Buch zu widmen – und das haben wir gemacht.

Warum ist Ihr Buch wie kein anderes?

Es gibt bisher kein Buch, das sich in diesem Umfang mit dem Universitätscampus Golm beschäftigt und die Geschichte so umfassend illustriert. Besonders schön ist die Idee des „Spaziergangs“. Das Buch nimmt den Leser mit auf einen Rundgang über das heutige Unigelände in Golm und lässt dabei immer wieder die historische Perspektive einfließen. Die Vergangenheit wird auf diese Weise gegenwärtig.

Sie veröffentlichen im Universitätsverlag Potsdam – und damit open access. Warum?

Ich habe an der Universität Potsdam studiert und finde es schön, im hauseigenen Verlag zu publizieren. Auch das Konzept von Open Access, das Texte schnell und unkompliziert auf der ganzen Welt verfügbar macht, befürworte ich, da insbesondere die Wissenschaft von der kostenlosen Weitergabe von Erkenntnissen profitiert.

Wer sollte Ihr Buch lesen – und wann?

Das Buch ist für alle empfehlenswert, die sich für die Universität Potsdam und speziell für die Geschichte des Campus in Golm interessieren, also für Studieninteressierte, Studierende, Lehrende, Ehemalige, Gäste sowie Potsdamerinnen und Potsdamer. Es kann als Wegbegleiter vor Ort oder – Dank der tollen Bebilderung – daheim auf dem Sofa gelesen werden.

Was lesen Sie selbst?

Zur Zeit schreibe ich meine Masterarbeit und lese viel über die Geschichte Frankreichs während der Präsidentschaft Charles de Gaulles. Nebenher arbeite ich als freie Korrektorin und komme so zu wenig zur Lektüre guter Romane, die ich am liebsten zur Entspannung lese.

Was hat Spaß gemacht beim „Buchmachen“ – und was eher nicht?

Die Suche nach der richtigen Präsentation aller Informationen war anfangs nicht ganz einfach – zumal es sich ja um mein erstes Buch handelt. Die Idee der Zweiteilung in Geschichte und Spaziergang habe ich dann gemeinsam mit Matthias Zimmermann und seinen Kolleginnen und Kollegen vom Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit entwickelt. Diese Zusammenarbeit hat mir besonders viel Spaß gemacht und war eine sehr positive Erfahrung.

Auf einer Skala von 1 bis 10: wie gut ist Ihr Buch?

10/10 – Es ist das beste Buch, das ich je gemacht habe. Und da es sich um mein erstes Buch handelt, hängt die Latte für meine kommenden Publikationen hoch.

Wenn Sie könnten: Würden Sie sich für das Buch einen Preis verleihen – und wenn ja, welchen?

Ich würde es für den Preis „Deutschlands schönstes Regionalbuch“ des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. vorschlagen.

Und nun noch 3 Sätze zu Ihnen …

Ich bin 2011 direkt nach dem Abitur von Braunschweig nach Potsdam gezogen und habe mich sofort in die Stadt verliebt. Die Universitätsgebäude am Neuen Palais – dem Campus, an dem ich hauptsächlich studiert habe – waren eine tolle Kulisse für mein Geschichtsstudium. Obwohl ich den zunehmend futuristischen Campus in Golm während meiner zahlreichen geistigen Spaziergänge lieb gewonnen habe, fühle ich mich unter den Kolonaden am Neuen Palais noch immer am wohlsten.

„Zehn Fragen für ein Buch“ öffnet die Tür zum Potsdamer Universitätsverlag und stellt regelmäßig Neuerscheinungen vor. „Der Universitätscampus Golm“ ist hier online verfügbar – oder hier als Buch zu bestellen.

Weitere Neuerscheinungen aus dem Universitätsverlag

* Den Autorinnen und Autoren steht es frei, welche der zehn gestellten Fragen sie beantworten wollen. Deshalb kann es passieren, dass letztlich nicht zehn Fragen und Antworten veröffentlicht werden.

Text: Matthias Zimmermann
Online gestellt: Agnes Bressa
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktionuni-potsdamde