Forest & Kim Starr

Einheimisch in Küstenregenwald Brasiliens
Eingebürgert in Hawaii, Florida, Seychellen, Australien, Fidschi u.a.
Ersteinführung 1821 / Hawaii
Eingebürgert durch Verwilderung aus Kultur
Probleme Schnelles Wachstum, starke Beschattung
Besonderheiten Früchte werden durch verwilderte Schweine verbreitet

Michael Burkart

Inseln haben naturgemäß eine begrenzte Fläche. Sie reicht dementsprechend auch nur für eine begrenzte Zahl von Pflanzenarten. Manche dieser Arten kommen nur auf einer einzigen Insel oder einem Archipel vor, die so genannten Endemiten. Ihr Anteil ist bei abgelegenen Inselgruppen besonders hoch.

Biologische Invasionen auf solchen Inseln verlaufen oft verheerend. Sie können im Extremfall zum Aussterben ganzer Gruppen einheimischer Arten führen.

Man nimmt als Ursache an, dass viele Inselarten relativ konkurrenzschwach sind, weil sie sich nur gegen eine begrenzte Zahl anderer Arten behaupten mussten. Unter den invasiven Arten sind dagegen immer einige sehr konkurrenzstark.

Der Hawaii-Archipel beherbergt(e) 2.133 wildlebende höhere Pflanzenarten. Davon wurden 900 erst durch den Menschen eingeführt. 1.233 sind einheimisch und davon 981 endemisch (das ist Weltrekord!). Bereits 132 der einheimischen Arten sind ausgestorben und 489 sind vom Aussterben bedroht. Die Pflanzenwelt Hawaiis ist damit die am stärksten bedrohte Inselflora überhaupt. Die Erdbeer-Guave (Psidium littorale Raddi) gehört zu den auf Hawaii besonders problematischen Neubürgern. In vielen Bergregenwäldern hat sie inzwischen die ursprünglichen Bäume verdrängt.