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09/16 Arielle Ritter

Foto: privat
Ihren Master hat Arielle Ritter an der deutschsprachigen Andrassy Universität in Budapest abgeschlossen.

Alumna Arielle Ritter hat eines mit ihrer Alma Mater gemeinsam: Das Alter. Im Interview blickt die 25-Jährige zurück auf ihre Studienzeit in Potsdam und erklärt, warum sie sich wieder für ein Studium in der Landeshauptstadt entscheiden würde und warum es genauso wichtig war, der Stadt den Rücken zu kehren.


Was haben Sie in Potsdam studiert?
An der Universität Potsdam habe ich von 2011 bis 2014 meinen Bachelor in „Politik, Verwaltung und öffentliches Recht“ gemacht. Ich hatte mich dafür entschieden, weil ich schon immer an politischen und juristischen Themen interessiert war und das Ziel hatte, in der öffentlichen Verwaltung zu arbeiten. Das Potsdamer Studienangebot war für mich ideal, weil es die drei Schwerpunkte verband, die mich am meisten interessierten. Außerdem wollte ich nach dem Abitur in Potsdam bleiben, weil ich hier aufgewachsen bin und Familie und Freunde nicht verlassen wollte.

Wie haben Sie die Studienbedingungen in Potsdam erlebt?
Ich war mit dem Lehrangebot und der Qualität der Ausbildung rundum zufrieden. Das Lehrangebot wurde oft an aktuelle Themen angepasst und die Dozenten haben flexibel auf die Interessen der Studierenden reagiert. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, einen Studienschwerpunkt zu wählen, der perfekt zu mir gepasst  hat: „Internationale Politik“. 

Wie war der Umgang unter den Kommilitonen und mit den Lehrenden?
Der menschliche Umgang und das Lernklima an der Universität Potsdam waren sehr angenehm. Die meisten Kommilitonen waren aufgeschlossen und hilfsbereit; ich hatte nie das Gefühl, alleine zu sein. Was ich besonders gut fand: Viele Dozenten haben großen Wert auf den persönlichen Kontakt zu den Studierenden gelegt und ausführliches Feedback gegeben, beispielsweise zu Hausarbeiten. Gerade dadurch habe ich unheimlich viel gelernt.

Haben Sie nur gute Erinnerungen an die Universität Potsdam?

Zuallererst denke ich wirklich an eine inspirierende Zeit, in der ich viele Freundschaften geschlossen habe und viel gelernt habe. Eine schlechte Erfahrung gab es aber tatsächlich: Nach meinem Abschluss hatte das Prüfungsamt kurioserweise vergessen, mein Bachelor-Zeugnis zu erstellen. Für mich war der Vorfall ärgerlich, weil ich kurz darauf meinen Master beginnen wollte und mich dringend immatrikulieren musste. Das ging aber nicht ohne Bachelor-Zeugnis.

Glücklicherweise konnten sie sich noch rechtzeitig immatrikulieren. Wo und wofür?
Während des Studiums hatte ich gemerkt, dass Auslandserfahrung und interkulturelle Kompetenz für die berufliche Vita heutzutage sehr wichtig sind. Durch Zufall bin ich auf den Studiengang „Internationale und Europäische Verwaltung“ an der deutschsprachigen Andrassy Universität Budapest gestoßen. Hier habe ich im Juli 2016 meinen Master abgeschlossen. Das Lehrangebot hat mich sofort angesprochen, da der Studiengang beispielsweise Minderheiten- und Menschenrechte vertieft behandelt. Außerdem liegt ein Fokus auf der juristischen Ausbildung, die meines Erachtens für den Bereich der öffentlichen Verwaltung sehr wichtig ist.

Der Master ist geschafft. Was steht jetzt an?
Ich habe zwei Ziele:  Zum einen hätte ich gerne einen Doktortitel. Das wissenschaftliche Arbeiten hat mir bislang viel Spaß gemacht und ich könnte mich auch weiterhin mit meinen Interessengebieten beschäftigen. Zum anderen gibt es ein berufliches Ziel; aber das ist langfristig. Ich würde gerne als Referentin in einem Ministerium arbeiten, am liebsten mit EU-Bezug.

Wie hat das Studium in Potsdam Ihre Laufbahn beeinflusst?
Es hat mir gezeigt, wo meine persönlichen Interessen und Stärken liegen. In den Kursen habe ich mein großes Interesse für das Europarecht und Verwaltung entwickelt. Bereits im Bachelor-Studium habe ich zwei Praktika in Ministerien des Landes Brandenburg gemacht. Diese Bewerbungen und den Schritt ins Ausland habe ich auch den Mitarbeitern am Lehrstuhl für Internationale Politik zu verdanken. In meiner Zeit als studentische Hilfskraft haben sie mich immer wieder darin bestärkt, mutig zu sein.

Noch ein letzter Tipp zum Potsdamer Nachtleben: Wo haben Sie gerne gefeiert?
Da kann ich gar keinen Tipp geben. Ich habe meistens in Berlin gefeiert, weil die meisten meiner Kommilitonen dort gewohnt haben. Die Wohnsituation für Studenten ist in Potsdam einfach schwierig.

Vielen Dank für das Gespräch!

Kontakt zu Arielle Ritter:
arielleritter@gmx.de

Redaktion
Alumni-Team I Katharina Golze

Veröffentlicht
September 2016