Zentrum für Lehrerbildung
Tage der Lehrerbildung 2006 (13.-15. Juni)
Tagungsband am ZfL erhältlichRund um’s Lehramtsstudium
Unter diesem Motto standen die "Tage der Lehrerbildung", die vom 13. bis 15. Juni erstmals an der Universität Potsdam stattfanden.
Organisiert vom Zentrum für Lehrerbildung und dem Fachschaftsrat "Erziehungswissenschaften im Lehramt" fanden wissenschaftliche Veranstaltungen, Informations- und Diskussionsrunden, aber auch Schnupperkurse zu Entspannungstechniken statt. Sport und Kultur sollten an diesen drei Tagen nicht zu kurz kommen.
Wissenschaftliche Veranstaltungen
- In der Eröffnungsveranstaltung am Dienstag (13. Juni) ab 15 Uhr zum Thema "Gute Lehrerbildung braucht auch dieses Land" wurde über die Arbeit des Zentrums für Lehrerbildung informiert. Im Mittelpunkt standen dabei aktuelle Forschungsergebnisse, insbesondere zur Qualität der Lehrerbildung, sowie Folgerungen für eine Reform der Lehrerausbildung.
- Der Mittwoch (14. Juni) stand ganz im Zeichen des Besuchs des Ministers für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. Ab 13 Uhr ging es insbesondere um den Praxisbezug der Lehrerausbildung. In einem Vortrag zum Thema: "Funktion und Profile von Praktikumsschulen in Finnland" sparch Prof. Matti Meri von der Universität Helsinki.
- Minister Rupprecht referierte zu "Möglichkeiten, Bedingungen und Grenzen studienbegleitender Praktika von Lehramtsstudierenden. Die anschließende Diskussion bot Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches.
- Auch der Donnerstag (15. Juni) war der Thematik Schule gewidmet. Dipl.-Psychologin Oggi Enderlein, Kinder- und Jugendpsychologin und Projektleiterin der "Werkstatt Schule wird Lebenswelt" im Programm "Ideen für mehr! ganztägig lernen." der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung widmete sich ab 15 Uhr dem "Wissensdurst und Lebenshunger im Alter zwischen Einschulung und Pubertät". Dabei wurde insbesondere folgenden Fragen nachgegangen: Wenn Kinder im "Schulalter" schlecht in der Schule sind, unter psychosomatischen Symptomen leiden, zappelig, unkonzentriert, aggressiv sind, Essstörungen oder andere Suchtverhalten entwickeln, wird in der Regel mit spezifischen Therapien und Behandlungen reagiert. Aber: Wie sehen die Kinder ihre Situation? Welche spezifischen alterstypischen Bedürfnisse haben sie? Können sie diese Bedürfnisse überhaupt noch ausreichend befriedigen? Hängen diese Bedürfnisse mit einer gesunden, körperlichen, sozialen, emotionalen und kognitiven Entwicklung zusammen? Wird Ganztagsschule die Situation der Kinder verschlimmern, oder kann gerade sie die Chance sein, Kindern verloren gegangene Lebensqualität wieder zu geben, und damit einen wichtigen präventiven Beitrag zu leisten?
Informations- und Diskussionsrunden
- Informations- und Diskussionsrunden begleiteten die "Tage der Lehrerbildung. So bot Frau Dr. Ketz vom Institut für Psychologie am Dienstag eine Podiumsdiskussion zum Thema "Soziale Unsicherheit versus soziale Kompetenz" an.
- Am Mittwoch gestaltete das Zentrum für Lehrerbildung einen "Tag der offenen Tür".
- Am Donnerstag ging es in einem Expertengespräch um die Frage "Staatsexamen und wie weiter?",
- Die Problematik von Kindern suchtkranker Familien wurde thematisiert. Dazu referierte Herr Dr. Salloch-Vogel, ehemaliger Chefarzt der Suchtabteilung des Jüdischen Krankenhauses und Mitglied des NACOA e.V. in einer Veranstaltung und beantwortete Fragen.
Sport und Kultur
- Am Dienstag standen Schnupperkurse zu Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und Thai Chi auf dem Programm
- Am Donnerstag erlebten wir ab 18 Uhr die Premiere des musikalisch-literarischen Programms "Erich Fried", gestaltet vom Sprecherkreis der Universität Potsdam unter Leitung von Katharina Paulke, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Lehrerbildung.
