Einladungen zu den nächsten Gastvorträgen am Institut für Slavistik der Universität Potsdam, Lehrstuhl für slavische Sprachwissenschaft

 

 

 


(1)

Prof. Dr. emer. Ernst Eichler (Leipzig)

 

zum Thema

 

„Slavische Toponymie und was sie uns heute zu sagen hat“

 

 

am 21.04.2004, 13.00 Uhr, Universitätskomplex Golm,

Karl-Liebknecht-Str. 24/25, 14476 Golm, Haus 14, Raum 206

 

 

Der Vortrag wird sich mit folgenden Themen und Fragestellungen befassen:

 

·        Zur Klassifikation der slavischen ON – strukturelle Klassifikation (Rospond u. a.), semantische (Taszycki usw.) und ihre Bedeutung für die Sprachwissenschaft

 

 

 


(2)

 Prof. Dr. Roland Marti (Universität Saarbrücken)

 

zum Thema

 

Die Slaven kommen!

Sprachenpolitik in Europa im Kontext der slavischen Sprachen

 

 

am 06.05.2004, 10.00 Uhr s.t., Universitätskomplex Golm,

Karl-Liebknecht-Str. 24/25, 14476 Golm, Haus 14, Raum 0.45

 

 

 

Seit dem 1. Mai 2004 sind erstmals Länder mit slavischer Amtssprache Mitglied der Europäischen Union. Dies ist Anlass, die Position der slavischen Sprachen in Europa zu überdenken, und zwar insbesondere im Hinblick auf die Sprachenpolitik.

Der Vortrag gibt einen historischen Überblick über sprachenpolitische Maßnahmen zugunsten oder gegen slavische Sprachen. Schwerpunkte bilden das 19. und 20. Jahrhundert (Vielvölkerstaaten, Nationalismus, slavische Wechselseitigkeit/Panslavismus, Schutz von Minderheitensprachen, Sprachenregelungen in internationalen Organisationen).

 

 


 (3)

 Dr. phil. Dr. h. c. Ilse Zimmermann (Potsdam)

 

zum Thema

 

Morphosyntaktische Evidenz des Tschechischen für funktionale Kategorien

 

am 26.05.2004, 13.00 Uhr, Universitätskomplex Golm,

Karl-Liebknecht-Str. 24/25, 14476 Golm, Haus 14, Raum 506

 

 

 

 (4)

 Dr. Natalia Slioussar, PhD (St. Petersburg State University, Russia)

 

zum Thema

 

Syntax and prosody of Information Structure: Evidence from Russian data

 

am 28.11.2007, 11:15-12:45 h (im Rahmen des Seminars Syntax, Prosodie und Informationsstruktur), Universitätskomplex Neues Palais, Am Neuen Palais 10, Haus 11 , Raum 227

In this talk, I am going to discuss some results from my recently published PhD thesis, Grammar and Information Structure: A study with reference to Russian. Information Structure (IS) is associated with two types of grammatical phenomena: syntactic (such as word order variation, traditionally termed ‘scrambling’) and prosodic (such as sentential stress shift). The goal of the field is to provide an adequate description of both and to explain how they are connected. I will demonstrate how Russian data, analyzed in a typological perspective, can shed some light on these questions. On the syntactic side, there are models based on IS features (Top, F(oc) and the like) and models relying on configurations. The former are represented by Rizzi (1997) and his followers, the latter include (Reinhart 1995, 2006; Neeleman and Reinhart 1998; Szendroi 2001), among others. My research shows that IS notions in the grammar are relational (such as ‘more or less accessible’: A is more accessible than B) rather than categorical (such as ‘given’ or ‘new’: A is given, B is new). This constitutes an important argument for configurational and against feature-based IS theories, since such notions cannot be encoded by IS features. Turning to the prosodic side, all existing configurational IS models treat prosodic phenomena as independent from syntax and include prosodic information in their configurations. I will demonstrate why it is more advantageous, from both theoretical and empirical points of view, to deduce prosodic phenomena from syntax (i.e. to find their underlying counterparts in the syntactic structure). As a result, an IS model based on syntactic configurations can be created. In the model proposed in my thesis, syntactic movements deriving these configurations are driven by edge features introduced in recent Chomsky’s work (2005). It allows to integrate them and to make them relevant for the mainstream syntactic theory.

References: Chomsky, N. (2005). On phases. Ms., to appear in: R. Freidin, C. Otero, and M.-L. Zubizarreta (Eds.), Foundational issues in linguistic theory. Cambridge, MA: MIT Press. Neeleman, A., & Reinhart, T. (1998). Scrambling and the PF interface. In M. Butt & W. Geuder (Eds.), The projection of arguments: Lexical and compositional factors (pp. 309-353). Stanford, CA: CSLI Publications. Reinhart, T. (1995). Interface strategies. UiL OTS Working Papers in Linguistics. Utrecht: Utrecht University. Reinhart, T. (2006). Interface strategies: Reference-set computation. Cambridge, MA: MIT Press. Rizzi, L. (1997). The fine structure of the left periphery. In L. Haegeman (Ed.), Elements of grammar: Handbook in generative syntax (pp. 281-337). Dordrecht: Kluwer. Slioussar, N. (2007). Grammar and Information Structure. A study with reference to Russian. Doctoral dissertation. Utrecht: LOT Publications. Szendroi, K. (2001). Focus and the syntax-phonology interface. Doctoral dissertation, University College London.

 

(5)

 Anastasia Giannakidou und Jason Merchant (Associate Professors am Department of Linguistics, University of Chicago)

 

zum Thema

 

Comparatives and metalinguistic contrasts

 

am 5. Juli 2007, 15.15 Uhr, Haus 11, Raum 203

 

(6)

 Prof. Dr. Holger Kuße (TU Dresden)

 

zum Thema

 

Der religiöse Diskurs in Russland im 19. Jahrhundert

 

am 16.7.2009, Universitätskomplex Neues Palais, Am Neuen Palais 10, Haus 11 , Raum 227

 

(7)

 Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann

 

liest

 

aus seinem neu erschienen Buch „Tschechien“ in der Reihe „Die Deutschen und ihre Nachbarn“ (Herausgegeben von Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker)

 

am 4.2.2010, 10:15 Uhr, Universitätskomplex Neues Palais, Am Neuen Palais 10, Haus 1 , Raum 107

Kurzbeschreibung: Tschechien - dieses kleine Land mit seiner glanzvollen Hauptstadt Prag ist ein Nukleus der europäischen Geschichte. Hier begann die Refor-mation des Jan Hus, hundert Jahre vor der Reformation Luthers und Calvins, und Johannes Kepler legte mit Tycho Brahe in Prag die Grundlagen der modernen Naturwissenschaft. Doch rangen die Böhmen und Mähren lange mit einer politisch dominierenden deutschsprachigen Kultur. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts begann die tschechisch sprechende Mehrheit ent-schiedener ihren Weg zu einer selbstbewussten Nation. Mit Einsicht und Anteilnahme erzählt Hans Dieter Zimmermann, wie diese Entwicklung von ihren mythischen Anfängen zu einem guten Ende kam. "Die Deutschen und ihre Nachbarn" - unter diesem Titel geben Helmut Schmidt und Richard von Weiz-säcker gemeinsam eine auf zwölf Bände angelegte Reihe heraus, die den Deutschen Politik, Gesell-schaft und Kultur unserer europäischen Nachbarländer vorstellt. Was wir auf vielerlei Reisen in uns aufnehmen, das soll hier vertieft und dabei auch von mancherlei Vorurteilen befreit werden. Dabei steht nicht so sehr das lexikalische Grundwissen im Vordergrund, sondern die lebendige Anschauung der Lebensverhältnisse und der jeweiligen nationalen Besonderheiten - auch im Verhältnis zu Deutschland. Die beiden Herausgeber haben für "Die Deutschen und ihre Nachbarn" hervorragend ausgewiesene Kenner gewonnen, die ihr oft in Jahrzehnten erworbenes Wissen ebenso konzise wie anschaulich in den Bänden der Reihe weitergeben. Ganz bewußt ist dabei auch ein persönlicher Blickwinkel erlaubt. So hat jedes Buch ein eigenes Gesicht, doch alle haben miteinander gemeinsam, daß sie auf höchst informative Weise die Vielfalt und den Reichtum, aber auch die Gemeinsamkeiten der europäischen Länder widerspiegeln.

Über den Autor: Hans Dieter Zimmermann, geb. 1940, ist Professor em. für Literaturwissenschaft an der TU Berlin und ein intimer Kenner der tschechischen Kultur. Er hat die Tschechische Bibliothek in deutscher Sprache geschäftsführend herausgegeben.

 

(8)

 Prof. Dr. Igor’ Michajlovic Boguslavskij (Departamento de Inteligencia Artificial Facultad de Informática Universidad Politécnica de Madrid, SPAIN)

 

zum Thema

 

Tol'ko li u glagolov est' diatezy?

 

am 8.6. 2010, 10:15 Uhr , Universitätskomplex Neues Palais, Am Neuen Palais 10, Haus 11 , Raum 227

Es handelt sich darum, dass der Begriff Diathese, der die Grundlage der grammatischen Kategorie des Genus verbi bildet, nicht nur auf die Wortart Verb, sondern auch auf Lexeme anderer Wortarten anwendbar ist. Wenn das Genus verbi die grammatisch markierte Variable der Diathese darstellt, so ist solche Variable der Diathese ohne grammatikalische Markierung auch vielen Substantiven, Adjektiven und Adverbien eigen. Diese Beobachtungen lassen eine Verallgemeinerung des Begriffes der Diathese und anderer mit ihr verbundener Begriffe zu.

 

(9)

 Professor Dr. habil. Aleksander Kiklewicz (Universität Olsztyn )

 

zum Thema

 

Persuasiver Gebrauch von Eigennamen in der Subkultur der 'Novye Russkie', dargestellt am Beispiel der Romane von Oksana Robski

 

am 26.11.2010, 12.15 – 13.00 Uhr, Universitätskomplex Neues Palais, Am Neuen Palais 10, Haus 11 , Raum 227