Text und Kontext

Zunächst: Um Missverständnissen vorzubeugen, sollte zwischen Kotext und Kontext unterschieden werden. Der Begriff "Kotext" bezieht sich nur auf sprachliche Einheiten oder Strukturen. Er "umgibt" in einem Textexemplar eine andere sprachliche Einheit oder Struktur, die für eine Untersuchung ausgewählt wurde. Er kann je nach Erfordernis unterschiedlich weit gezogen werden, s. z.B. untersuchte sprachliche Einheit Struktur vs. Kotext

Думаете, что шпаргалку изобрели нерадивые школьники? Как бы не так. Вот, например, что разузнали историки о короле франков Карле Великом, который правил в Западной Европе в конце VIII века. В те времена большинство людей были неграмотными. Карл Великий тоже не умел ни читать, ни писать, представляете? Однако, до наших дней дошли указы, подписанные им собственноручно. Как же это объяснить?

Die Bezeichnung "Kontext" wird - und das verwirrt natürlich - auch in der angezeigten Art und Weise im Sinne von "Kotext" verwendet. Oft erfasst sie jedoch noch mehr als das rein Sprachliche, und zwar alles, was das Textexemplar noch "umgibt", "begleitet", z.B.

  • räumliche Charakteristika,
  • zeitliche Situierungen,
  • Wissen, Können, Emotionen, Wille, aktuelle und habituelle Einstellungen der Kommunizierenden,
  • Meinungen, Ueberzeugungen, Normen als Ausdruck der regionalen und globalen Kultur.

Den Begriff der Kontextualisierung kann man nun als Prozess der Sinnerzeugung durch Zuhilfenahme von Kontextinformationen auffassen, der im Rezeptions-/Analyse-/Interpretationsvorgang vonstatten geht. Vgl. auch eine Bestimmung von LEWANDOWSKI (1994, 598): "Kontextualisierung ... 2) Konstitutiver Bestandteil der Bedeutungserzeugung und des Verstehensprozesses: Erzeugung von Kontexten durch den Hörer/Leser".

Darüber hinaus findet der Begriff der Kontextualisierung Verwendung, um "Anpassungen" der Textproduzenten an die situativen Bedingungen zu fassen, die damit sichern, dass entsprechende Aussagen situationsgerecht und intentionsgemäss werden.

Vgl. auch die originalen Definitionen bei LEWANDOWSKI und METZLER.

Copyright © 2002 Universität Potsdam, Rolf-Rainer Lamprecht.
Letzte Aktualisierung: 24.04.2015 9:46 PM

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