Textlinguistik/Gesprächsanalyse

Übersicht Funktionalstile

Wissenschaft

Научный стиль - один из функциональных стилей литературного языка (см.), обслуживющий сферу науки. Языковые особенности Н.с. объясняются предназначенностью научных текстов для передачи объективной, как бы обезличенной, информации о природе, человеке и обществе. Н.с. должен обеспечить ясность, точность, объективность, недвусмысленность, логичность и доказательность изложения, воспроизводимость излагаемых экспериментальных научных результатов длугими учеными, полноту информации и т.п.
Караулов, Ю.Н. (гл. ред.). Русский язык. Энциклопедия. Изд.-ие 2-ое, перераб. и доп. Москва: Дрофа, 1997, 260.

Stil der Wissenschaft. Beim Stil der Wissenschaft sind jene Stilmerkmale in den Mittelpunkt zu stellen, die mit dem Wesen wissenschaftlicher Tätigkeit eng verbunden sind. Dies sind Formulierungsqualitäten, die mit der Erkenntnis, der objektiven Wahrheit im Prozess der gesellschaftlichen Entwicklung zusammenhängen, in den vielfältigen Substilen und Textsorten der Wissenschaft allerdings ihre z.T. sehr unterschiedliche Ausprägung finden. (...) Innerhalb eines Ganztextes aus dem Bereich der Wissenschaft kann es wesentliche stilistische Unterschiede zwischen den Teiltexten geben, die durch spezielle Funktionen, Kommunikationsgegenstände und -verfahren bedingt sind, (...).
In diesem Zusammenhang ist auch das Verhältnis von Fachsprache (...), Fachtext und Stil der Wissenschaft zu berücksichtigen, die wir nicht als identisch verstehen. "...Da Fachsprachen zu den konstitutiven Faktoren von Soziolekten gehören, aber auch auf Dialekte und Funktionalstile einwirken können, sind sie ein integratives Moment, kaum aber einige eigene Komponente (neben Dialekt, Soziolekt und Stil) ..." (...). Damit lässt sich sagen, dass das Merkmal des Fachsprachlichen, der Fachlichkeit, zwar nicht auf den Funktionalstil der Wissenschaft zu beschränken ist, jedoch zu den Wesensmerkmalen dieses Stiltyps gehört. Im einzelnen kann dieses Genremerkmal in spezielleren Stilqualitäten in Erscheinung treten. Zum Kernbereich gejören:
- die Verwendung der fachsprachlichen Lexik und fachsprachlicher grammatischer Konstruktionen (...);
- die sprachlich explizite Wiedergabe logischer Zusammenhänge (...);
- die Verwendung expressiver Mittel zur logisch oder/und emotionalen Hervorhebung von Sachverhalten bei der Vermittlung und Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse...;
- die rationale Bezugnahme auf textergänzende nichtverbale Darstellungen wie Abhandlungen, Tabellen, Landkarten, Demonstrationsgeräte usw.
Michel, G. Kleine Enzyklopädie. Deutsche Sprache. Kap. 3.3. Grundzüge der Stilistik. Leipzig: Bibliographisches Institut, 1983, 486f.

Amtsverkehr

Официально-деловой стиль - один из функциональных стилей литературного языка (см. Стиль), обслуживющий сферу письменных официально-деловых отношений. В соответствии с их характером принято различать три подстиля: канцелярско-деловой, юридический, дипломатический. О.-д. с. функционирует в форме разных жанров, обобщающих типовые ситуации официально-делового общения. (...) В процессе развития лит. языка в О.-д. с. идет процесс выработки таких качеств лит. речи, как точность, логичность, краткость, происходит - как и в научном стиле - оттачивание способов формулирования мысли (гл. обр., в области синтаксиса). При этом высокий уровень стандардизации делает О.-д. с. в восприятии говорящих символом стандартности в речи.
Караулов, Ю.Н. (гл. ред.). Русский язык. Энциклопедия. Изд.-ие 2-ое, перераб. и доп. Москва: Дрофа, 1997, 312.

Amtsstil: Funktionalstil des öffentlichen Lebens zur Übermittlung amtlicher (offizieller) Informationen. Der A. ist durch folgende Stilzüge gekennzeichnet: 1. Unpersönlichkeit und Objektivität, 2. gedrängte Kürze, 3. Klarheit. Mangels überzeugender Beweise wurde die Angeklagte freigesprochen. Wegen verschiedener Auswüchse (schwerfällige Konstruktionen, Häufung analytischer Verbindungen, Schwulst) wird der Terminus A. häufig mit pejorativer Färbung (Bürokratenstil) verwendet.
Conrad; R. (Hrsg.). Lexikon sprachwissenschaftlicher Termini. Leipzig: VEB Bibliographisches Institut, 1985, 24f.

Stil des Amtsverkehrs. Für den Stil des Amtsverkehrs (des amtlichen, dienstlichen, teils öfffentlichen, tails aber auch nichtöffentlichen Verkehrs) ist das Merkmal des Offiziellen dominierend. Es ergibt sich aus der gesellschaftlichen Tätigkeitsshpäre, dem Kommunikationsgegenstand, dem Charakter der Partnerbeziehung u.a.m. und wird in bestimmten Formulierungqualitäten reflektiert. Wie alle Stilmerkmale findet es seinen konkreten Ausdruck in vielfältigen sprachlichen Erscheinungsformen (Stilelementen). Kenzeichnend ist ein hoher Grad an Genormtheit bis hin zu strenger Standardisierung in der Verwendung bestimmter Mittel und Formulierungen.
Michel, G. Kleine Enzyklopädie. Deutsche Sprache. Kap. 3.3. Grundzüge der Stilistik. Leipzig: Bibliographisches Institut, 1983, 485.

Journalismus/Publizistik

Публистический стиль (от лат. publicus - общественный) - исторически сложившаяся разновидность литературного языка, обслуживющая широкую сферу общественных отношений: политических, экономических, культурных, спортивных, повседневного быта и др. П. с. используется в общественно-политической лит-ре, периодической печати (газеты, журналы), радио. и телепередачах, документальном кино, нек-рых видах ораторской речи (напр., в политическом красноречии).
Отбор и организацию языковых средств П. с. определяют его основные функции - информативная и воздействующая, а также эктралингвистические факторы - массовость адресата и оперативность средств массовой информации. Для П. с. характерны чередовани стандарта и экспресси, логического и образного, оценочного и доказательного, экономия языковых средств, доходчивость, лаконичность, последовательность изложения при информативной насыщенности.
Караулов, Ю.Н. (гл. ред.). Русский язык. Энциклопедия. Изд.-ие 2-ое, перераб. и доп. Москва: Дрофа, 1997, 399.

Stil des Journalismus. Beim Stil des Journalismus orientieren wir uns nicht an Texten, die rein äußerlich in der Presse oder anderen Massenmedien zu finden sind - dort finden wir auch Texte, die eindeutig dem Funktionalbereich der Wissenschaft und des Amtsverkehrs zugeordnet werden können -, wir orientieren uns vielmehr an Textsorten, die sich als typische, relativ eigenständige journalistische Genres herausgebildet haben und sprachstilistisch speziell von Journalisten beherrscht werden müssen, z.B. die Nachricht, der Leitartikel, der Kommentar, die Reportage, das Interview. Journalistische Tätigkeit schließt als wesentliche Merkmale aktuelle Information, Massenwirksamkeit und Parteilichkeit ein; es handelt sich im Kernbereich um Massenkommunikation, und sie trägt - in Abhängigkeit von der Gesellschaftsordnung und vom politischen System - in einem besonderen Maße zur ideologischen Bewusstseinsentwicklung und der öffentlichen Meinungsbildung bei. Diese Merkmale bestimmen auch die stilistische Beschaffenheit journalistischer Texte, wie bei anderen Funktionalstilen natürlich stets nach Maßgabe der für das konkrete Genre geltenden Normen. (...)
Michel, G. Kleine Enzyklopädie. Deutsche Sprache. Kap. 3.3. Grundzüge der Stilistik. Leipzig: Bibliographisches Institut, 1983, 487.

Alltagsverkehr/Alltagssprache

Под разговорно-бытовым, или просто разговорным, стилем понимают обычно особенности и колорит устно-разговорной речи носителей литературного языка; вместе с тем разговорный стиль проявляется и в письменной форме (записки, частные письма). (...) Общими экстралингвистическими признаками, обусловливающими формирование этого стиля, являются: неофициальность и непринужденность общения; непосредственное участие говорящих в разговоре; неподготовленность речи, а потому атоматизм; преобладающая устная форма общения, и при этом обычно диалогическая (хотя возможен и устный монолог). Наиболее обычная область такого общения - бытовая, обиходная.
Кожина, М.Н. Стилистика русского языка. М.: Просвещение, 1977, 207.

Alltagsrede od. Alltagssprache: Kommunikation des nichtoffiziellen Alltagsverkehrs zur Übermittlung persönlicher oder sachlicher Informationen sowie zur Äußerung von Sprecher-Einstellungen zu Personen und Sachverhalten. In der Funktionalstilistik wird die A. als besonderer s. Funktionalstil (Stil der A.) gekennzeichnet. Charakteristisch für die A. sind die folgenden Stilzüge: Ungezwungenheit und Lockerheit, Subjektivität und Expressivität, Konkretheit und Bildhaftigkeit, Ausdrucksfuelle (Redundanz) und Ausdrucksökonomie (situationsbedingte Ersparungen). Die - meist dialogisch geprägte - A. ist in hohem Grade von der Gesprächssituation abhängig; daneben spielen Bildungsgrad und sozialer Status der Kommunikationspartner eine bedeutende Rolle: Ne, wissen's die Mayern hat sich schon wieder solche Dinger gekauft! - Die Gleichsetzung von A. und Umgangssprache muss als fragwürdig angesehen werden. Während die Umgangssprache das vermittelnde Zwischenglied zwischen der Mundart und der Gemeinsprache darstellt, bezeichnet die A. die nichtoffizielle Form der Sprachverwendung.
Conrad; R. (Hrsg.). Lexikon sprachwissenschaftlicher Termini. Leipzig: VEB Bibliographisches Institut, 1985, 22.

Stil des Alltagsverkehrs. Beim Stil des Alltagsverkehrs ist die Hauptfunktion die 'ungezwungen-lockere Verständigung der Menschen im privaten Umgang' und über die private Sphäre hinaus im 'Nichtdienstlichen' (Riesel 1970, 63). Häufig wird in diesem Zusammenhang auch der Ausdruck Umgangssprache (...) verwendet, worin die enge Verflechtung soziolektaler (sozialer), und funktionalstilistischer Differenzierung zum Ausdruck kommt. (...) Während wir jedoch den Begriff Umgangssprache diachronisch als Ausgleichsprodukt von Mundart und Literatursprache und synchronisch als Existenzform de deutschen Sprache und damit systembezogen auffassen, bestimmen wir den Stil des Alltagsverkehrs (Alltagsstil) vorrangig situationsbezogen. (...)
Unter dem Aspekt des Typischen und Dominierenden zählen wir nach Riesel (1970) folgende Erscheinungen zum Kernbereich des Alltagsstils:
- Ungezwungenheit und Lockerheit der Rede als grundlegendes Stilmerkmal (z.B. Schwammwörter, Flickwörter, Lieblingswörter, Modewörter, Vulgarismen, Dialektismen usw., Satzabbrüche, Konstruktionswechsel, Nachträge, Isolierungen;
- Polarität von Ausrucksökonomie und Ausdrucksfülle, von Sparsamkeit und Überfluss des sprachlichen Aufwands im Verhältnis zum Informationsgehalt der Äußerung (ausgeprägte Situationsbezogenheit und damit verbundene elliptische Auslassungen, Verkürzungen, elliptische Bildungen einerseits und unkontrollierte bzw. tolerierte Redundanz in Form von Wiederholungen vieler Art, Einschaltungen, weitschweifige Umschreibungen usw. andererseits);
- Tendenz zur Emotionalität der Rede (durch Verwendung expressiver Mittel der Übertreibung, der Bildhaftigkeit, der Komik usw.).
Michel, G. Kleine Enzyklopädie. Deutsche Sprache. Kap. 3.3. Grundzüge der Stilistik. Leipzig: Bibliographisches Institut, 1983, 488.

 

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Letzte Aktualisierung 20.06.2011 9:05 PM