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Alexander Sergejewitsch Pushkin 1799 - 1837
Puschkin war einer der erfolgreichsten und begabtesten russischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts ! Kindheit und Jugend Der große russische Nationaldichter A. S. Puschkin erblickte am 6. Juni 1799 das Licht der Welt als Sohn einer Adelsfamilie in Moskau. Er wuchs als ungeliebtes Kind in seiner Familie auf. Fürsorge und Zärtlichkeit fand der Knabe allein bei seiner Kinderfrau Arina Rodijonovna und seiner Großmutter Maria Alexejevna. Mit Vorliebe hörte er ihren Erzählungen über die Geschichte und vor allem ihren Märchen zu. Bei ihnen erlernte der kleine Alexander die wunderschöne russische Sprache. Auf diese Weise kam Puschkin sehr früh mit dem Lesen in Berührung, das sehr bald zu seiner Lieblingsbeschäftigung wurde. Dazu hatte er in der großen Bibliothek seines Vaters allerbeste Möglichkeiten, so daß schon in der Kindheit die Bücher zu den besten Freunden des zukünftigen Dichters wurden.
Mit acht Jahren begann der junge Puschkin, erste Verse zu schreiben, das waren kleine Komödien und Epigramme auf seine Lehrer. Als Puschkin zwölf Jahre alt war, schickte man ihn zum weiteren Lernen nach Petersburg, an ein Lyzeum. Dieses Lyzeum war eine besondere Lehranstalt nur für Kinder Adliger. Dort fand Puschkin Kameraden, mit denen er Freundschaft für sein ganzes Leben pflegte. Zusammen mit seinen Kameraden schrieb er viele Gedichte und veröffentlichte handgeschriebene Zeitschriften. Die Lizeumsjahre Puschkins fielen mit den historischen Ereignissen des Vaterländischen Krieges von 1812 zusammen. Diese Ereignisse weckten im russischen Volk das Gefühl des Patriotismus, der nationalen Selbsterkennung und spielten eine sehr große Rolle in der Herausbildung von Ansichten der zukünftigen Dekabristen. Der Vaterländische Krieg beeinflußte auch den jungen Puschkin. Er sah, wie durch Zarskoje Zelo, einem Vorort von Petersburg, wo sich das Lizeum befindet, russische Soldaten in den Kampf mit dem Feind marschierten und beneidete sie gemeinsam mit seinen Kameraden. In diesen Jahren wurde der Husar des Regiments von Zarskoje Zelo Tschaadajev zu einem engen Freund Puschkins. Tschaadajev war ein sehr gebildeter Mensch, der sich gut in den Ereignissen des politischen Lebens in Rußland auskannte. Er war ein Gegner des Absolutismus, der Unterdrückung und der Gewalt. An seine Gespräche zu politischen Themen erinnerte sich Puschkin sein ganzes Leben lang. Puschkin widmete ihm eines seiner besten Gedichte ("An Tschaadajev", 1818). In diesem Gedicht ruft der Dichter auf, alle Seelenkräfte der geliebten Heimat zu widmen. Viel Leid und Ungerechtigkeit sah Puschkin sowohl in der Hauptstadt als auch auf dem Lande, auf dem Gut seiner Mutter, wo er oft weilte. Seine negative Haltung zur Leibeigenschaft drückte er im Gedicht "Das Dorf" aus. "Ich sehe, oh Freunde, ein freies Volk", verkündet der Dichter am Ende dieses Gedichtes. Solche Gedichte, wie "An Tschaadajev" und "Das Dorf" konnten natürlich nicht gedruckt werden. Jedoch die zukünftigen Dekabristen, die Mitglieder geheimer revolutionärer Gesellschaften lernten sie auswendig, schrieben sie ab und verbreiteten sie überall. Das ganze fortschrittliche Rußland kannte sie. Copyright © 1997, 1998, 1999 Thomas Czada, Hannes Vierke |