|
|
|
Zweifelhafter Text
Die Geschichte der Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland ist enorm
abwechslungsreich, geschrieben 1841 als Einheitslied der Deutschen Einigungsbewegung
(Einigung der Kleinstaaten) des 19. Jahrhunderts von August Heinrich Hoffmann von
Fallersleben, geriet das sogenannte Deutschlandlied für fast 30 Jahre in die
Vergessenheit, bis es 1922, nach dem ersten Weltkrieg, zur Nationalhymne der Weimarer
Republik wurde. Im Jahre 1933 mit der Machtergreifung Hitler's wurde das
Deutschlandlied mit seinem zweifelhaften Text "Deutschland, Deutschland über
alles, Über alles in der Welt" (was 1841 als ein verbindendes Element der
nationalen Einheit verstanden werden mußte) zur kriegstreibenden Kraftkomponente, was
für Propagandazwecke mißbraucht wurde. Nachdem der zweite Weltkrieg beendet war
und 1949 die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde, wurde heftigst diskutiert,
ob das Deutschlandlied wieder Nationalhymne werden sollte. Man konnte diesen
äußerst zweifelhaften Text der ersten und zweiten Strophe unmöglich der Nachkriegswelt
zumuten, wegen des Machtanspruches des Textes auf territoriale Ausdehnung ("Von
der Maas bis an die Memel Von der Etsch bis an den Belt. "(Was der
Teritorialausdehnung der deutschen Kleinstaaten 1841 entsprach)). Nachdem Konrad
Adenauer erstmals die 3. Strophe des Deutschlandliedes 1950 anstimmte wurde die Diskusion
beendet, obwohl man weiterhin Angst hatte, die Deutschen könnten die ersten
Strophen singen. Text : August Heinrich Hoffmann (von Fallersleben) (1798-1874), "Lied der
Deutschen" ("Deutschlandlied"; 1841) 1841 auf Helgoland im Exil geschrieben.1870 bis 1914 als Hymne 'akzeptiert',
vorher wenig bekannt. Ab 11. August 1922 zuerst Nationalhymne (vorgeschlagen von Friedrich
Ebert, SPD). Nur die erste Strophe wurde in der Weimarer Republik gesungen. Die Melodie
stammt aus dem alten österreichischen Kaiserlied [= Hymne] "Gott erhalte Franz, den
Kaiser...". "Das Deutschlandlied" /
"Lied der Deutschen" (in Teilen Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland)
Copyright © 1998 1999 Universität Potsdam, Institut
für Slavistik. |