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Einführung in die Linguistik

Beiträge von Studenten - Nina Grossmann

Visarion Grigorevich Belinskij

  • Geb. am 30.05.1811 in Sveaborg, Finnland
    Vater, Grigorij Nikiforowitsch Belinskij ( 1784 – 1835 )- Millitärarzt
    Mutter, Maria Iwanowna Iwanowa (1789 – 1834 ) -Matrosentochter
  • Ab 1816 wächst in Pensa auf und besucht dort ein Gymnasium, verläßt vor dem Schulabschluß die Provinz und geht 1829 nach Moskau, wird dort in der Universität aufgenommen. Sein Aufenthalt in der Universität war nicht lang; 1832 wird Belinskij aufgrund von „fehlender Begabung“ hinausgeworfen. Der wahre Grund ist das Drama „Dmitrij Kalinin“. (Romantisch-antileibeigenschaftliches Drama)
  • Findet bald darauf  eine Anstellung im Moskauer Journal „Teleskop“ und der beigefügten literarischen. Zeitung „Molva“.
  • Während der Abreise des Redakteurs Nadezhdin ist Belinskij praktisch selbst der Redakteur der Auflage.
  • 1834 veröffentlicht er den 1. bedeutenden kritischen Aufsatzzyklus „Literaturnye mechtaniya“; Beginn der publizistischen Tätigkeit
  • 1836 hat Pushkin vor, Belinskij zur Mitarbeit in „Sovremennik“ zu überreden, er kommt aber nicht mehr dazu.
  • Am 28.10.1836 kommt der letzte Artikel Belinskijs in „Teleskop“ heraus; das Journal wird wegen der Veröffentlichung des "Philosophischen Briefes" von P.J. Chaadaev geschlossen.
  • Nadezhdin wird verbannt und bei Belinskij wird eine Durchsuchung durchgeführt.
  • 1837 läßt sich Belinskij auf Kosten der Freunde in Pjatigorsk gegen Tuberkulose behandeln.
  • Hier auch späteres Treffen mit Lermontov.
  • 1839 wird er eingeladen, als Herausgeber der kritischen und bibliographischen Abteilungen in „Otechestvennye zapiski“ zu arbeiten (Lohn ca. 3500 Rubel im Jahr.)
  • Im Oktober 1839 siedelt er nach Sankt-Petersburg um.
  • 1841 möchte er eine theoretisch-kritische Reihe der russ. Literatur ins Leben rufen. Schreibt aber nur zwei Artikel: “Ideya iskustva“ und „Razdelenie poezii na rodi i vidi“.
  • 1842 bittet ihn Gogol, ihm beim Druck des 1. Bandes der "Toten Seelen" zu helfen, weil die Zensur ihn nicht durchließ. Belinskij hilft gern, denn er hält die "Toten Sdeelen" für ein wahres patriotisches Werk.
  • 1843 heiratet er Maria Vasilevna Orlova (1812-1890), die Ehe hält allerdings nicht lange (aus ihr gehen drei Kinder hervor).
  • 1846 kündigt er bei „Otechestvennye zapiski“ und geht nach Petersburg.
  • 1847 läßt sich im Ausland behandeln, in Berlin, Salzburg.
  • Belinskij starb lange und quälend und wurde am 29. Mai 1848 beerdigt.
  • Sein Name war in der Presse bis 1856 verboten.

  • Belinslij war nicht nur Literaturkritiker, behandelte auch sprachwissenschaftliche Probleme.
  • Äußerte sich in Rezensionen zu Grammatiken und Wörterbüchern.
  • "Das Wort entstand zusammen mit dem Gedanken, d.h. der Mensch begann gleichzeitig zu sprechen und zu denken."  (Vgl. Marx und Engels sagten: "Die Sprache ist so alt wie das Bewußtsein".)
  • Belinskij erkannte: Sprache entwickelt sich mit dem Denken weiter.
  • Vertrat die Ansicht: Sprache entstand aus Interjektionen oder Ausrufewörtern. Ursprache bestand nur aus einsilbigen Wurzelwörtern.
  • 1837  verfaßte B. die "Grundzüge einer russischen Grammatik für Anfänger".
  • Das Wort hängt mit dem Gedanken zusammen; Grammatik steht in enger Beziehung zur Logik und baut auf ihr auf.
  • Belinskijs Aussage: "Das durch Wörter ausgedrücktes Urteil heißt logischer Satz."
  • Für Belinskij sind die Wörter mit den Begriffen identisch: Sprache (das "Wort" ), z.B. die Decke, das Kleid; Ausdruck des Gedankens (der Sinn ) sei die Bedeutung des Wortes.
  • Weitere Erkenntnisse: die geistige Natur des Menschen kann man nicht von seiner materiellen, der physischen Natur trennen. Das Bewußtsein des Menschen ist das Ergebnis der Tätigkeit körperlicher Organe und der Widerspiegelung der Außenwelt.
  • Fazit: die Tätigkeit des Verstandes hat eine physische Grundlage.

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Copyright © 2000 - 2002 Universität Potsdam, Nina Grossmann , Rolf-Rainer Lamprecht.
Letzte Aktualisierung: 14.04.2006 9:43 PM