Universität Potsdam

Institut für Slavistik

Studienordnung "Fachsprache Wirtschaft" als Wahlfach der wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge

Der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät I der Universität Potsdam hat auf seiner Sitzung vom 10. Oktober 1996 die folgende Studienordnung verabschiedet (Beschluß FR Phil I 13/38), redaktionell angepaßt an die Diplomprüfungsordnung vom 18.12.1996 wurde sie am 21. Mai 1997.

§1 Verantwortung

Die Veranstaltungen für das Studium "Fachsprache Wirtschaft" werden von der Zentraleinheit Sprachenzentrum und den entsprechenden Instituten der Philosophischen Fakultät I gemeinsam als Dienstleistung für und in Absprache mit der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften durchgeführt.

§2 Ziele des Studiums

(1) Das Studium "Fachsprache Wirtschaft" soll die Studierenden in die Lage versetzen

Die sprachpraktischen Veranstaltungen zielen auf

(2) Darüber hinaus soll dieses Studium ausgewählte Bereiche der Philologie vermitteln. Kriterium für die Auswahl ist die Berufsbezogenheit.
Die philologischen Veranstaltungen zielen auf spezifische Sach- und Methodenkompetenzen in den Bereichen

§3 Voraussetzungen

(1) Voraussetzungen für die Aufnahme des Studiums "Fachsprache Wirtschaft" ist die Beherrschung der jeweiligen Sprache in Wort und Schrift auf Abiturniveau oder Unicert II für Wirtschaftswissenschaftler, d.h. entsprechende Grundkenntnisse lexikalischer, grammatischer und phonetischer Art und Grundfertigkeiten im Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben (= gemeinsprachliche Kenntnisse in § 2 (1)).
(2) Sind diese Leistungen nicht vorhanden, hat der/die Bewerber(in) die Möglichkeit, diese in Unicert-Kursen zu erwerben.

§4 Umfang des Studiums

(1) Das Wahlfach wird im Umfang von 14 SWS studiert. Davon entfallen 8 SWS auf die sprachpraktischen Veranstaltungen, 3 SWS auf sprachwissenschaftliche, 3 SWS auf kulturkundliche.
(2) Darüber hinaus haben die Studierenden die Möglichkeit, aus den Veranstaltungen der Institute fakultativ Übungen und Vorlesungen zu folgenden Themen besuchen:

(3) Den Studierenden wird nahegelegt, auch andere, vor allem Allgemeinwissen vermittelnde Veranstaltungen (Überblicksvorlesungen) zu besuchen. Desgleichen wird ein Berufspraktikum im Mutterland der Zielsprache angeraten.

§5 Inhalte des Studiums

(1) In den sprachpraktischen Veranstaltungen (insg. 8 SWS) werden integrativ folgende Schwerpunkte behandelt:

(2) Die philologischen Veranstaltungen behandeln folgende Themen:

§6 Abrechnung der Studienleistungen

Für den erfolgreichen Besuch der Veranstaltung werden Bosupunkte vergeben. Erfolgreich ist der Abschluß, wenn die/der Studierende eine eigenständige Leistung (Proseminararbeit, Klausur o.a.) erbracht hat, die mit mindest "ausreichend" bewertet worden ist. In den sprachpraktischen Veranstaltungen können und sollen 8, in den philologischen 6 Bonuspunkte erworben werden.

§7

Das Studium "Fachsprache Wirtschaft" wird im Rahmen der Diplomprüfungen mit dem Erreichen der erfolderlichen Zahl von 14 Bonuspunkten als abgeschlossen betrachtet.

Anhang:

Konkretisierende Beschreibung der in § 5 (2) genannten Lehrveranstaltungen:

1. Wirtschaftsrussisch
1.1. "Medien - Texte/Dokumente - fremdsprachige Umgebung"
Kennenlernen des Vorkommens wirtschaftswissenschaftlich relevanter Texte bzw. Dokumente in den Print- und in den elektronischen Medien Rußlands, ihrer typischen Strukturen und Funktionen aus der Produktions- und aus der Rezeptionsperspektive sowie ihrer sprachlichen Realisierungen. Die Studierenden werden befähigt, ihre sprachliche Kompetenz auf dem Gebiet der Rezeption und Produktion russischer Fachtexte, die ihrem Profil entsprechen, systematisch zu reflektieren und zu entwickeln. Dies geschieht in Form von Kontaktvorlesungen (Vorlesungen mit seminaristischen Phasen).

1.2. "Bearbeitung von Fachtextkorpora"
Erwerb von Wissen und Können über die Computertools zum Handling russischsprachiger Fachtexte in der Textverarbeitung und in der digitalen Kommunikation (insbes. im Internet). Die Studierenden werden befähigt, Fachtexte in russischer Sprache in ansprechender Weise zu schreiben, die Kommunikation mit russischen Partnern über das Computernetzwerk zu führen, Informationen aus dem WorldWideWeb zu gewinnen, zu archivieren, aufzubereiten und für eine Präsentation vorzubereiten. Die Lehrveranstaltung wird als Übung mit seminaristischen Phasen gestaltet.

1.3. "Einführung in die Kulturgeschichte":
Kennenlernen der wichtigsten Etappen der allgemeinen Geschichte Rußlands und zentraler Fragestellungen, die die öffentliche Diskussion Rußlands bis heute bestimmen (z.B. das Verhältnis zu Europa). Eingehen auf Besonderheiten der gesellschaftlichen Entwicklung, die dazu geführt haben, daß kulturelle Institutionen (wie z.B. das Theater) tendenziell andere Funktionen ausüben als in den westlichen Gesellschaften. Neben den im engeren Sinn kulturellen Sparten wie Literatur, Theater, Kunst und Film kommen auch Fragen der Kirchengeschichte zur Sprache. Kennenlernen ausgewählter Modelle der Beschreibung und Deutung der russischen Kultur. Die Veranstaltung hat zum Ziel, die Kompetenz für die interkulturelle Kommunikation zu entwickeln und zu schulen.

1.4. "Aktuelle Kultur und Landeskunde":
Kennenlernen der wichtigesten Arbeitsmittel, um sich selbständig einen Überblick über die politische und soziale Situation in Rußland erarbeiten zu können. Dazu gehört das das ganze Feld der politischen Verfassung, der staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen, aber auch Problembereiche wie nationale Minderheiten, Zentrum und Peripherie, demokratisches Bewußtsein und politische Öffentlichkeit.


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[ Erstellt: 04.06.1997 Rolf-Rainer Lamprecht ]