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Department
Psychologie
Humanwissenschaftliche Fakultät
Universität Potsdam
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Dr. Bernd Schellhas- Lehrstuhl für
Entwicklungspsychologie - Institut für Psychologie
Regeln für Referate und Hausarbeiten
(Stand Oktober 2009)
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In einer Hausarbeit oder einem Referat werden eine oder mehrere empirische
Untersuchungen schriftlich referiert.
Die schriftliche Wiedergabe soll darin üben, einen wissenschaftlichen
Stil zu entwickeln.
Dies bedeutet,
- dass man sachlich referiert (im Unterschied zu einem journalistischen
Stil)
- dass man deutlich zwischen dem unterscheidet, was man aus anderen
Quellen bezieht und was man selbst zusammengetragen, geordnet,
interpretiert hat:
Hilfreich ist es, die Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Psychologie
bzw. der American Psychological Association (APA) bei der
formalen Gestaltung, besonders auch bei der Erstellung des Literaturverzeichnisses,
zu beachten. Sie liegen in der Bibliothek aus.
Zur deutlichen Unterscheidung gehört:
- Dassman bereits bei der Einleitung sagt.
- ob die Entwicklung der Fragestellung von einem selbst stammt (z. B. wenn
man in die Thematik von mehr als einer Untersuchung einfuhrt) oder von einem
bestimmten Autor. Auch das Ordnen von Gedanken, dass Heranziehen
von Argumenten ist eine .Geistesarbeit, deren Ursprung zitiert werden muß
(mindestens mit Angabe des Autors plus Jahreszahl der Publikation im Text
und Literaturangabe hinten). Jede im Text zitierte Arbeit muß auffindbar
sein, entweder, indem man sagt. "dabei beruft sich XV auf ZZ (ZZ, 1986,
zitiert nach XY, 1995)" oder das Original direkt zitiert; Im letzteren Falle
gehört die vollständige Literaturangabe in das Literaturverzeichnis
(und eigentlich sollte man selbst auch in das Original geschaut haben)
- dassman im Text immer wieder au/die Ursprungsautoren Bezug nimmt, damit
der Leser stets weiß, von wem was ist,
- dass man bei der Bewertung und Interpretation deutlich unterscheidet,
was Selbstkritik der Autoren ist und was man selbst als eigenständige
Gedanken dazu äußert.
Inhaltlich sollten folgende Regeln beachtet werden: In der Problemstellung
sollte deutlich werden,
- um welche Forschungsfrage es sich handelt,
- welches der theoretische Bezug ist (oder kontrastierende Theorien),
- welches bislang noch offene Problem hiermit angegangen werden
soll,
- warum es in dieser Weise geschehen soll.
Im Methodenteil sollte deutlich werden,
- wie die psychologischen Variablen aus dem Problemstellungsteil beobachtbar
/ meßbar, gemacht wurden (Operationalisierung)
- der Untersuchungsplan (und die Logik, die zu diesem Plan führte)
- sowie die wichtigsten Merkmale der Probanden (bes. Anzahl, Alter,
soz. Merkmale),
(P.S. bitte beachten: "Caucasians" in amerikanischer Literatur sind kein besonderer Stamm, sondern ist die Bezeichnung für weiße Amerikaner, meist europäischer, aber auch arabischer und semitischer Herkunft. Ich denke, wir sollten dies als entweder "weiße" Amerikaner oder. als Euro-Amerikaner, Amerikaner euröpaischer Herkunft) bezeichnen. Der Ausdruck "Caucasian" ist aus rein politischen Gründen entstanden, da man den Begriff "indoeuropäisch", wie er für Sprachfamilien gilt, nicht verwenden wollte).
Im Ergebnisteil sollten
- die wichtigsten Befunde erkennbar werden sowie die wesentlichen statistischen
Methoden genannt werden, mit denen sie gegen den Zufall geprüft wurden
- man Tabellen nur in Ausschnitten wiedergeben, soweit dies notwendig
erscheint. Tabellen haben Überschriften und sind numeriert. Tabellen
sind Zitate. Bitte genaue Quellenangabe mit Seitenzahl!
- Hilfreicher zum Verständnis sind in der Regel Abbildungen. Abbildungen
werden separat . von den Tabellen numeriert und haben Unterschriften/Legenden.
Sie sollten so beschriftet sein, dass man allein schon aus der Tabelle
alle wesentlichen Informationen versteht. Abbildungen sind ebenfalls Zitate.
Bitte genaue Quellenangabe mit Seitenzahl!
- Eine besonders sinnvolle Übung ist es. die im Text vorhandenen Tabellen
in Abbildungen umzuformen (ist gleichzeitig eine gute Übung im Umgang
mit dem Computer).
Wichtig: Um zu verdeutlichen, dass es sich um eine einmalige Untersuchung
und um einen einmaligen Befund handelt, sollte der Text in den Teilen Methoden
und Ergebnisse im Imperfekt als Tempus wiedergegeben werden.
Die Diskussion und Interpretation
- sollte auf die Problem- und die Fragestellung zurückfuhren und
sagen, was die Befunde zur Klärung der Ausgangsfrage haben beitragen
können - und was nicht.
- Je nachdem, ob auf den konkreten Befund bezogen wird oder man verallgemeinern
mochte, ist das Tempus der Imperfekt oder das Präsens.
- Selbstkritik der Autoren von der eigenen Kritik unterscheiden.
Abschließend folgt das vollständige Literaturverzeichnis aller
verwendeten Quellen. Hier muß nicht nur die Hauptliteratur
- vollständig und
- normgerecht sowie
- einheitlich
wiedergegeben werden (Beispiele finden sich in jeder Fachzeitschrift), sondern
alle im Text aufgeführten Quellen.
Zur Sprache bei englischsprachigen Originaltexten:
Bemühen Sie sich um ein gutes und lesbares Deutsch!
- Zitate sollten in der Regel übersetzt werden (evtl. Original
in Klammem oder in den Anhang), da nicht jeder die (meist englische) Sprache
gut beherrscht.
- Bitte angeben, ob es sich um Ihre Übersetzung handelt.
- Bei der Wortwahl und vor allem bei der Satzstellung darauf
achten, dass diese im Deutschen in der Regel anders ist als im Englischen
(bes. Verbstellung).
- Vermelden Sie im Deutschen die im Englischen so beliebten Substantivierungen;
sie klingen im Deutschen wirklich wie Substanzen oder Humunculi und verlieren
ihren Prozeßcharakter. Formen Sie statt dessen Nebensätze.
- Lesen Sie ihr fertiges Referat noch einmal gründlich durch. Manche
Sätze versteht der Leser möglicherweise nur, wenn er sie in Englische
zurück-übersetzt. Klammert man sich zu sehr an eine wörtlichen
Übersetzung, dann ist das ist meist ein Zeichen dafür, dass
man den Inhalt noch nicht ganz verstanden hat. Wagen Sie eine durchaus freiere
Übersetzung, die aber den Gehalt der Aussage möglichst genau trifft.
Zum Format der Arbeit:
- Deckblatt mit Titel, Namen, Semester, Studiengang, Matrikel,
Name des Seminars, Name des Dozenten.
- Gliederung auf Extraseite im wissenschaftlichen Format (1.1;
1.2; 1.2.1 ....)
- Schriftgröße 12, Times Roman (oder Arial oder
Calibra)
- Seitengröße DIN A 4, Seitenränder je ca 2
cm Rand
- Zahl der Seiten: Wir im Seminar bekanntgegeben. Für
eine Kurzausarbeitung in der Regel 5-6 Seiten Text, für Hausarbeiten
ca 20 Seiten (letztlich ist aber nicht die Menge entscheidend, sondern die
Qualität!).
Hinweise zum Zitieren-PDF Datei (Prof.
Dr. B. Krahe)