Der Sommer steht bald wieder vor der Tür und damit stellt sich für manchen die Frage, wie die Semesterferien nutzbringend und gleichzeitig interessant erlebt werden könnten. Einmal ausbrechen aus dem Alltag, etwas ganz anderes tun, als bisher "traditionell" gehabt, das würde schon sehr reizen! Aber-wohin und wie? Hier bietet der Council on International Educational Exchange e.V., eine internationale gemeinnützige Organisation für Bildungsaustausch mit Sitz in Bonn und einer seit 1990 in Berlin bestehenden Außenstelle, mit seinem Sommerprogramm für Studentinnen und Studenten eine Alternative in Übersee.
Gegenwärtig läuft der "Countdown" für alle diejenigen, die sich für das ausschließlich Studierenden zugängliche Austauschprogramm "Work & Travel USA" (Sommerjobben) bewerben oder für eine fachliche Weiterqualifizierung an einer amerikanischen Universitäten vom Council beraten und einschreiben lassen wollen.
Das Programm "Work & Travel USA"
Es ermöglicht jedes Jahr zwischen dem 1. Juni und dem 19. Oktober
(Reisedaten nach eigener Wahl) etwa 700 Studentinnen und Studenten aus
Deutschland in den USA zu jobben, und zwar legal, mit Visum und einer
Arbeitserlaubnis. Der Council ist von den Behörden der USA autorisiert,
dieses Austauschprogramm durchzuführen. Im Gegenzug ermöglicht
er in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der
Bundesanstalt für Arbeit (ZAV), amerikanische Studenten einen Sommerjob
in Deutschland.
Die Jobs, mit denen die Teilnehmer am "Work & Travel USA"-Programm
ihr Geld verdienen, sind so unterschiedlich wie die interessierten Studentinnen
und Studenten selbst: die einen verbringen als Rettungsschwimmer oder
Eisverkäufer den ganzen Tag am Strand, andere arbeiten in Schlips und
Kragen oder im feinen Kostüm an der Rezeption eines Hotels oder in einer
Bank. Den Job sucht sich jede(r) selbst. Dies geschieht durch schriftliche
Bewerbungen von Deutschland aus, auch mit Hilfe des "Summer Employment
Directory". Hierbei handelt es sich um eine umfangreiche Adressensammlung
von Arbeitgebern in den USA, die schon seit vielen Jahren mit dem Council
in Fragen "Sommerjobs für ausländische Studierende" in Verbindung
stehen. Auch Bewerbungen an Ort und Stelle in den USA sind im Rahmen des
Programms erlaubt und werden praktiziert.
Alles, was Interessierte für die Jobsuche und den Alltag in den USA
wissen müssen, erfahren sie bei Vorbereitungstreffen in Deutschland
und in New York. Die nächsten Treffen von "Work & Travel
USA"-Teilnehmern in Berlin finden am 24. Mai, 5. und 26. Juli statt. Anmeldungen
für den Sommer 1996 sind noch möglich beimCouncil-Büro in
Berlin: Tel. 030/4 42 79 52.
Sommerstudium in den USA
Amerikanische Universitäten bieten im Sommer, zwischen den
regulären
Semestern, Lehrveranstaltungen an. Diese "Summer Sessions" stehen oft
auch Studierenden, Abiturienten und Berufstätigen aus dem Ausland offen
&endash; gute Englischkenntnisse vorausgesetzt. Amerikanische Studierende
nutzen die Summer Sessions häufig, um Versäumtes nachzuholen oder
zusätzliche Æcredits" (ÆScheinen" vergleichbar) zu sammeln.
Reduzierte Studiengebühren und vereinfachte Einschreibung sind die Vorteile
des Studiums im Sommer. In der Zeit von Juni bis September werden Kurse in
fast allen Fachrichtungen angeboten, von Architektur bis Zoologie. Besonders
groß ist die Auswahl in Fächern wie "Management" und
"Economics". Eine Session dauert drei bis zehn Wochen. Häufig
vermittelt eine sechs- oder achtwöchige "Summer Session" den Lehrstoff
eines ganzen Semesters. Am Ende einer Session stehen Prüfungen; über
die erbrachten Leistungen wird ein Zertifikat ausgestellt. Die in den USA
erbrachten Leistungen können &endash; nach vorheriger Absprache &endash;
in Deutschland anerkannt werden.
Der Council wird im Auftrag der amerikanischen Universitäten tätig:
er hilft bei der Auswahl geeigneter Fachkurse, der Einschreibung zum Studium,
dem Geldtransfer, organisiert die Unterkunft im Studentenwohnheim und klärt
für die Anstragsteller die Voraussetzung zum Erhalt des notwendigen
Studentenvisums.
B.C.