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In neuem Glanz

Palmenhaus wieder offen

Kurz vor Pfingsten wurde nach 18-monatiger Bauzeit das Palmenhaus des Botanischen Gartens der Universität Potsdam wieder eröffnet.

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Tee kann man nicht mehr trinken im rekons-
truierten Palmenhaus, dafür aber das ganze Jahr
wunderschön blühende Pflanzen bewundern.
Foto: Tribukeit

Das seit 1912 stehende Palmenhaus, in dem schon Kaiserin Auguste Victoria Tee trank, musste wegen Baufälligkeit bis auf die Grundmauern abgetragen werden. Die einzelnen Teile der Metallkonstruktion wurden aufgearbeitet, neu vernietet und mit Korrosionsschutz versehen. Sie konnten zu etwa 90 Prozent wieder verwendet werden. Nur die Glasscheiben und die Latten aus dem Holz der nordamerikanischen Sumpf-Kiefer waren völlig zu erneuern.

Nach außen präsentiert sich das 220 Quadratmeter große Gewächshaus so wie früher, die Technik ist jedoch modern. So enthält das Haus eine Nebelanlage, die es ermöglicht, die Luftfeuchtigkeit auf konstanten Werten zu halten. Viel Mühe und gärtnerisches Können erforderte die Neubepflanzung des Hauses. Insgesamt wurden fast 200 Kubikmeter Erde ausgetauscht. Rund 130 Pflanzenarten, davon 52 Palmen, stehen im neuen Palmenhaus; meistens ausgepflanzt, einige aber auch in Kübeln auf den Stellagen. Die größte Palme mit einer Höhe von rund acht Metern ist eine Hanfpalme. Zu den ältesten Pflanzen zählen zwei stattliche Zwergpalmen. Sie sind über 100 Jahre alt. Neben Palmen kann man Bananenstauden, Strelitzien, Riesenbambus, Palmfarne, junge Baumfarne, Fingeraralien, Queensland-Kauri und viele andere Arten bewundern. Nach anfänglicher Eingewöhnungszeit beginnen die meisten Pflanzen jetzt üppig zu wachsen.

Dr. Peter Scharf/Institut für Systematik und Didaktik der Biologie

Das Palmenhaus und die anschließenden Gewächshäuser befinden sich in der Potsdamer Maulbeerallee 2a und sind täglich von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

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